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Prank "Wir kriegen ihn mit seiner Eitelkeit" – Pocher legt Boris Becker mit Fake-Preis rein

Boris Becker und Oliver Pocher
Wie alles begann: Boris Becker und Oliver Pocher in der TV-Show "Alle auf den Kleinen" im Oktober 2013
© Rolf Vennenbernd/DPA
Voller Stolz bedankt sich Boris Becker in einem Video für den  "Fashion Brand Award". Das Problem: Den Preis gibt es gar nicht. Er ist eine Erfindung von Oliver Pocher, der seinen Erzfeind damit hereinlegte.

Aus den beiden werden keine Freunde mehr: Oliver Pocher und Boris Becker verbindet seit Jahren eine tiefe Abneigung. Mit immer neuen Sticheleien pflegt vor allem Pocher die Feindschaft zwischen ihm und der Tennislegende. Neuster Höhepunkt: Der Comedian legte Becker mit einem Fake-Preis rein – und betrieb dafür einen immensen Aufwand.

In seiner RTL-Show "Pocher - gefährlich ehrlich!" zeigte der 42-Jährige am Donnerstagabend gemeinsam mit seiner Frau Amira, wie sie Becker aufs Kreuz legten. Beckers Management erhielt einen Anruf, er solle mit dem "Fashion Brand Award" einer österreichischen Zeitschrift ausgezeichnet werden. Becker sprang darauf an, nahm den Preis stolz entgegen und veröffentlichte sogar eine Dankesrede auf Facebook. Das Problem: Weder die Zeitschrift noch den Preis gibt es. Sie sind eine Erfindung Pochers.

Der Comedian dachte sich zusammen mit seinem Team die Fake-Zeitschrift aus, gründete sogar einen Verlag in Österreich, den "GE Verlag" (steht für "Gefährlich ehrlich"). Auch Internetseiten, E-Mail-Adressen und eine Telefonnummer gab es, sogar Models für ein Mode-Shooting wurden engagiert sowie ein Instagram-Account mit gekauften Followern und Likes ins Leben gerufen. Pochers Aktion erinnert an Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, die mit ähnlichem Aufwand ein Double von Ryan Gosling zur Goldenen Kamera schickten, um den Preis entgegen zu nehmen.

Pocher sammelte Geld für Boris Becker

"Wir kriegen ihn mit seiner Eitelkeit", sagte Pocher in der Sendung. Das Kalkül ging auf. Hintergrund ist eine Gag-Spendenaktion, bei der Pocher für den insolventen Becker Geld sammelte. Motto: "Make Boris rich again". Immerhin um die 500 Euro kamen zusammen. Doch der ehemalige Wimbledonheld wollte die Summe partout nicht annehmen. Also habe man sich eine List überlegt, wie man an Becker herankommen könne.

In einer Online-Video-Konferenz bekam Becker den Fake-Preis überreicht und anschließend zugeschickt. Im Sockel der Plastik-Trophäe befand sich das gesammelte Geld. Ob Becker die Scheine bereits entdeckt hat? Auf Instagram und Facebook hat er inzwischen seine Dankesrede für den Preis gelöscht. Der Becker-Pocher-Beef kann in die nächste Runde gehen.

Die aktuelle Folge von "Pocher - gefährlich ehrlich" ist auf TVNow abrufbar.

mai

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