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Deutscher Pascal Duvier: Kim Kardashians Bodyguard soll eine Million Euro Schulden haben

Die Männer, die Kim Kardashian Schmuck im Wert von Millionen raubten, sind weiterhin auf freiem Fuß. Ihr Ex-Bodyguard spekulierte über Täter aus den eigenen Reihen. Nun wird über die Geldprobleme seines Nachfolgers berichtet.

Bodyguard Pascal Duvier mit Social-Media-Star Kim Kardashian

Bodyguard Pascal Duvier mit Social-Media-Star Kim Kardashian

Kim Kardashians Bodyguard soll mit seiner Sicherheitsfirma im Juli Insolvenz angemeldet haben. Das berichtet die "Daily Mail" unter Berufung auf die Gerichtsunterlagen. Demnach soll der Deutsche Pascal Duvier am 22. Juli in Heidelberg seine Firma ProtectSecurity als zahlungsunfähig gemeldet haben. Der Grund seien rund eine Million Euro Schulden. Das Blatt zitiert aus den Unterlagen und zeigt Fotos davon.

Der US-Reality-TV-Star Kardashian war in der Nacht zum Montag von fünf in Polizeijacken gekleideten Männern in ihrem Hotelzimmer überfallen worden. Zwei von ihnen seien dann in das Zimmer Kardashians eingedrungen und schließlich mit Schmuck im Werte von rund neun Millionen Euro geflüchtet, sagte ein Ermittler der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatten sie Kardashian mit Klebeband an Armen und Beinen gefesselt und geknebelt. Kardashian habe die Fesseln jedoch lösen können und um 02.56 Uhr ihren Leibwächter Duvier angerufen, der ihre Schwester in ein Nachtlokal begleitet hatte. Von dem Überfall gebe es keine Bilder von irgendwelchen Überwachungskameras, sagte der Ermittler.

Unter anderem wurden ein Ring für vier Millionen Euro und ein Schmuckköfferchen mit Preziosen im Wert von fünf Millionen Euro gestohlen. Den Tätern werde es schwer fallen, den Schmuck zu Geld zu machen, sagte eine Expertin des Juwelierverbandes. Der Ring beispielsweise sei sehr bekannt. Sofern man versuche, ihn umzuarbeiten oder den Stein anders zu schleifen, sei ein erheblicher Wertverlust zu erwarten. Außerdem seien teure Steine heutzutage per Laser gekennzeichnet - diese Kennzeichnung sei nicht zu beseitigen. Bei zwei Überfällen auf das Juwelierhaus Harry Winston 2007 und 2008 hatten Gangster Schmuck im Werte von rund 100 Millionen erbeutet. Es gelang ihnen jedoch nicht, die Beute zu verkaufen: Letztlich bekamen sie nur 483.00 Euro dafür.

Ex-Bodyguard kritisiert Pascal Duvier hart

Ihr Ex-Bodyguard Steve Stanulis hatte seinen Nachfolger Duvier erst kürzlich für den Überfall hart angegriffen. Dieser trage keine Waffe und könne Kardashian daher nicht effektiv schützen. Außerdem vermutete Stanulis einen "Inside-Job" hinter dem Raub. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass die Täter aus den eigenen Reihen kommen", so der Ex-Bodyguard gegenüber "Page Six". Demnach hätten die Räuber genau gewusst, wann Kim Kardashian allein in dem exklusiven Appartement war und wo sich ihr Schmuck befand. "Entweder steckt einer ihrer Mitarbeiter dahinter oder jemand aus dem Hotel. Vielleicht ist es auch nur eine PR-Nummer", sagt Stanulis.

Pascal Duvier, der aktuelle Bodyguard von Kim Kardashian, wies jede Schuld von sich. Er habe Hoffnung, die Täter zu fassen. In einem Blogbeitrag hatte er geschrieben: "Wir haben Hinweise und werden euch finden. Das verspreche ich euch. Ihr habt euch mit dem Falschen angelegt."


fin/jum/ / AFP / DPA