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Royal-Experte Lieber Promi als Prinz: "Prinz Harry soll seine Titel abgeben"

Prinz Harry Rede
Prinz Harry schwingt neuerdings große politische Reden, die als Royal unerwünscht sind
© John Minchillo/AP/dpa
Prinz Harry ist zwar kein aktives Mitglied der Königsfamilie mehr, präsentiert sich jedoch weiterhin mit seinen königlichen Titeln. Zuletzt sogar bei einer UN-Rede zu politischen Themen.

Im Juli hatte Prinz Harry einen großen Auftritt in New York und hielt vor den Vereinten Nationen eine Rede über Themen wie Ukraine-Krieg, Abtreibungsgesetze, Klima-Wandel und die Corona-Pandemie. Schon hinter dem Rednerpult vermischte er politische mit privaten Angelegenheiten. So sprach er auch über seine persönliche Beziehung zu dem Kontinent Afrika und dass er bei einer gemeinsame Reise mit seiner Ehefrau Meghan gemerkt habe, dass sie seine Seelenverwandte sei. Die immer wiederkehrende Kontroverse zwischen dem privaten Prinz Harry und dem neuen Promi Harry stößt dem Royal-Experten Peter Ford langsam sauer auf.

Normalerweise dürfen Royals sich nicht politisch positionieren und ihre politische Meinung öffentlich machen, das schreibt das königliche Protokoll vor. Zwar ist Prinz Harry kein arbeitender Royal mehr, doch laut Ford unterliegt er dennoch weiterhin dem Protokoll. In "The Morning Show" forderte Peter Ford, dass Harry seine Titel zurückgegeben solle, wenn er lieber als Promi anstatt als Royal leben möchte. Im weiteren Gespräch mit den Moderatoren erklärte Ford: "Er hat sich in Bereiche verirrt, in denen man sich nicht aufhalten darf, während man einen königlichen Titel trägt. Er wird immer Prinz Harry sein, niemand kann ihm das nehmen, aber er wird nicht immer der Herzog sein."

In der TV-Show wird auch noch ein Ausschnitt des Royal-Experten Tom Bower eingespielt, der vor Kurzem ein Buch über den Prinzen und seine königliche Familie veröffentlicht hatte. Ihm wurde die Frage gestellt, warum Prinz Harry überhaupt vor den Vereinten Nationen spricht, worauf er eine klare Antwort findet: "Er tut das, weil er ein Profil braucht, um Geld zu verdienen, was wiederum sehr wichtig ist für seinen Netflix-Deal."

Die Queen ignoriert Prinz Harrys Klima-Rede vor der UN

Auch die Queen selbst würdigt Prinz Harrys öffentliches Engagement scheinbar nicht. Am vergangenen Mittwoch lobte sie öffentlich in einer Botschaft an die Lambeth-Konferenz ihren Enkel Prinz William und ihren Sohn Prinz Charles, dass sie das Erbe von Prinz Philip, das Engagement für das Klima, weiterführen. "Es war interessant zu erfahren, dass der Schwerpunkt ihres heutigen Programms im Lambeth Palace auf der Reflexion und dem Dialog zum Thema Umwelt liegt. Ein Anliegen, das meinem verstorbenen Ehemann am Herzen lag und vom Prinz von Wales und dem Herzog von Cambridge weitergeführt wird", so Elizabeth II. Von Prinz Harrys öffentlichem Interesse am Klima-Wandel vor der UN erwähnte das Oberhaupt der britischen Monarchie kein Wort. 

Quellen: The Morning Show, Express

ckl

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