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Kontroverse um Regisseur Polizei ruft zum Boykott gegen Quentin Tarantino auf


Wenn auch schlechte PR gute PR ist, muss sich Quentin Tarantino keine Sorgen um den Erfolg seines neuen Films "The Hateful Eight" machen: Mächtige Gewerkschaften fühlen sich von dem Filmemacher angegriffen.

"The Hateful Eight" heißt der neue Film von Regisseur Quentin Tarantino, zu Weihnachten kommt er ins Kino, seine Fans können es kaum erwarten. Schlagzeilen macht der 52-Jährige zurzeit aber in ganz anderer, gesellschaftlich brisanter Sache.

Ende Oktober hatte Tarantino an einer Demonstration gegen Polizeigewalt in New York teilgenommen: "Ich bin ein Mensch mit einem Gewissen", hat er da gesagt. "Und wenn man davon überzeugt ist, dass da Mord stattfindet, dann muss man sich erheben und dagegen stehen. Ich bin hier, um zu zeigen, dass ich auf der Seite der Ermordeten stehe." Deutliche Worte zu einem in den USA höchst sensiblen Thema.

Die Polizei will die Aussagen Tarantinos nicht einfach so stehen lassen: Laut einem Bericht der "Los Angeles Times" boykottieren zahlreiche Gewerkschaften von New York bis Los Angeles den neuen Film des Kult-Filmemachers. Die 325.000 Mitglieder des Berufsverbandes US-amerikanischer Polizisten sollen sich stark angegriffen fühlen, gerade weil Tarantino mit der "Glorifizierung krimineller Gewalt" Karriere gemacht habe.

Tarantinos Produzent hat Angst um den Erfolg

Die heftige Reaktion der Polizei ist auch in Hollywood das große Thema: "Hateful-Eight"-Produzent Harvey Weinstein soll ob der Kontroverse sehr besorgt um den Erfolg des Films sein. Laut Informationen der "New York Post" sei Weinstein rasend vor Wut auf Tarantino. Hollywood-Schwergewicht Weinstein hat mit seiner Firma "Miramax" seit "Pulp Fiction" die meisten Tarantino-Filme produziert. Die beiden gelten als gute Freunde.

tim

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