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Corona-Krise Reese Witherspoon wollte eigentlich nur was Gutes tun – doch das ging daneben

Jennifer Aniston und Reese Witherspoon spielen eine Szene von vor 20 Jahren nach
Sehen Sie im Video: Jennifer Aniston und Reese Witherspoon lassen alte Friends-Szene aufleben.




Was für ein Reenactment. Reese Witherspoon spielte Jennifer Anistons jüngste Schwester Jill in der Kultserie „Friends“. Fast 20 Jahre später beweisen die Schauspielerinnen: Sie haben es noch immer drauf. Reese Witherspoon teilt bei Instagram einen Ausschnitt aus einem Interview für Apple TV+. Darin mimen die Schauspielerinnen eine alte „Friends“-Szene. Im Original sitzen Rachel und Jill Green auf der Couch und diskutieren, warum Witherspoons Charakter besser die Finger von Ross halten sollte. Aniston alias Rachel Green heiratete den Paläontologen Ross am Ende der fünften Staffel in Las Vegas. Mit dem Hashtag #TheGreenSisters markiert Witherspoon den Clip. Die ehemaligen Serienschwestern starten im November ihre Web-TV-Serie „The Morning Show“ auf Apple TV+. Eine bessere Promotion können sich die Schauspielerinnen kaum wünschen: Innerhalb von 2 Tagen wurde das Friends-Reenactment fast 5 Millionen Mal aufgerufen. 
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Reese Witherspoon hatte sich eine Hilfsaktion überlegt, um Lehrern während der Corona-Krise etwas Gutes zu tun. Doch das ging gehörig in die Hose. 

Reese Witherspoons Lifestyle- und Klamottenmarke Draper James vertreibt "klassischen American Style" mit Südstaaten-Charme. Nah an der Herkunft von Witherspoon, die in Tennessee aufwuchs. In Zeiten der Corona-Krise wollten Witherspoon und ihr Team von Draper James nun Lehrerinnen in den USA eine Freude bereiten. "Während der Quarantäne bekommen wir mit, wie hart Sie arbeiten, um unsere Kinder trotzdem zu unterrichten. Um unsere Dankbarkeit auszudrücken, würden wir jedem gerne ein Kleid schenken", ließ das Unternehmen über Instagram wissen.

Reese Witherspoon will Lehrern eine Freude machen

Klingt etwas merkwürdig, in Zeiten der Isolation Kleider zu verschenken. Immerhin befinden sich die meisten Menschen - auch die Lehrer - derzeit im Home Office und tragen vermutlich keine Kleider sondern Jogginghose. Aber überraschenderweise war der Andrang riesig. Fast eine Million Lehrer bewarben sich auf der Homepage des Unternehmens um ein Kleid. Dort mussten sie Informationen angeben, die bestätigten, dass sie tatsächlich als Lehrer arbeiten.

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Das Problem: Draper James hatte vorgesehen, nur 250 Kleider zu verschenken. Nur 30 Menschen arbeiten in Witherspoons Unternehmen. Und während von Anfang an betont wurde, die Kleider könnten "nur solange der Vorrat" reiche, verschenkt werden, kam Draper James sehr schnell an das Ende der Kapazitäten. Fast eine Million Bewerbungen entsprechen dem Siebenfachen der Gesamtzahl der Kleider, die das Unternehmen 2019 verkauft hatte, errechnete kürzlich die "New York Times".

Witherspoon hilft jetzt anders

Unter den Lehrkräften machte sich rasch Unmut breit. Denn statt eines Kleides bekamen sie nur Discount-Codes. "Ich kann mir so ein Kleid nicht mal mit einem Rabatt leisten", kommentierten manche und witterten einen PR-Coups. 

Mittlerweile hat Draper James eine Spende getätigt für Organisationen, die Schulen und Lehrer mit wichtigen Arbeitsmitteln versorgen. 

Quelle: "New York Times"

ls

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