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Richard Hamilton: Vater der Pop Art ist tot

Richard Hamilton galt als Vater der Pop Art. Künstlerkollegen wie Andy Warhol und Joseph Beuys verehrten ihn. Mit Ironie und Schärfe übte er Kritik an der Konsumgesellschaft. Nun starb er mit 89.

Ein halbnackter Bodybuilder steht mit einem Riesen-Lolli mit der Aufschrift "Pop" in der Hand mitten in einem Wohnzimmer: Es war eine einzige, eher kleinformatige Fotokollage, mit der der Brite Richard Hamilton im Jahr 1956 sowohl seinen eigenen Ruhm begründete als auch den Weg für die Pop Art ebnete. Das Bild mit dem Titel "Just What Is It That Makes Today's Homes So Different, So Appealing?" (Was ist es nur, was das moderne Zuhause so anders, so anziehend macht?) wurde zur Ikone der britischen Pop Art.

Am Dienstag ist der Pionier dieser oft missverstandenen neuen Kunst im Alter von 89 Jahren in London gestorben. Er hinterlässt seine Frau Rita und seinen Sohn Rod.

Ausgezeichnet und bewundert

"Richard Hamilton war einer der einflussreichsten und markantesten Künstler der Nachkriegszeit", sagte der Direktor der berühmten Londoner Museumsgruppe Tate, Nicholas Serota. Seine Zeitgenossen wie etwa Andy Warhol und Joseph Beuys hätten ihn sehr bewundert.

In seinem Leben bekam Hamilton viele Preise, darunter 2007 den Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt. 1988 stand er auf der Shortlist beim Turner Prize.

Bekannt wurde Hamilton, der beruflich zunächst mit Werbung und Industriedesign begonnen hatte, durch Bilder, bei denen er Attribute des zeitgenössischen Lebens und der Technologien des 20. Jahrhunderts in die bildende Kunst einführte. Fotografien, Plakate, Fernsehspots und Kitsch-Gegenstände schlachtete er als "Rohstoff" aus und setzte sie in traditionelle Genres wie die Darstellung von Innenräumen, Akten, Stillleben oder Porträts um; Gegenstände und Menschen bekommen dabei oft eine Gleichwertigkeit, die Beklemmung auslöst.

"Will der Künstler nicht einen Großteil seiner althergebrachten Bestimmung verlieren, so wird er die Massenkünste plündern müssen", sagte Hamilton.

Während die US-amerikanischen Giganten der Pop Art von Robert Rauschenberg bis Andy Warhol ihre Motive vor allem der grellen Werbung und der Warenwelt entlehnten, ist das Werk Hamiltons britisch-intellektueller, seine Mittel subtiler: Das "Spiel" mit Fotomaterial, sein Interesse an der grafischen Nutzung neuester Computer-Technik, waren ebenso Stilmittel wie der häufige Verzicht auf die herkömmliche Bildperspektive. Die "abgegriffenen" Versatzstücke der Konsumwelt, faszinierend und abschreckend zugleich, schienen bei ihm haltlos durch die Bildräume zu wirbeln.

IRA-Häftlinge und Marilyn Monroe

Hamilton, der sich immer wieder in Verehrung und Nachfolge von Marcel Duchamp (1887-1968) auf den Kunstwert banaler Gegenstände berief, schuf eine kritische Wirklichkeit, indem er die kollektiven Träume und Sehnsüchte seines Publikums gleichsam unterlief. Die fragliche "Realität" der Medien, verschleiernd, vereinfachend, verschönernd, verstand der Künstler mit deren eigenen Mitteln und Bild-Sprache zu schlagen.

In Werken wie "My Marilyn (paste up)" (1964) lässt sich Hamiltons Ablehnung der Zurichtung von Menschen für gängige Markt- und Geschlechterklischees ablesen: Bei den Fotos des posierenden Superstars streicht er - wie ein Grafikdesigner - die Bilder aus, die den Erwartungen der "Konsumenten" nicht entsprechen könnten.

Für "The Citizen" (1982-83) malte er schockierende Fernsehaufnahmen inhaftierter IRA-Häftlinge nach, die im Kampf für einen politischen Status ihre Zellenwände mit Kot beschmiert hatten und statt Anstaltskleidung Decken trugen. Sein Missfallen am Golfkrieg drückte er 1991/92 in bluttropfenden "War Games" aus.

Vor wenigen Jahren löste er eine Kontroverse aus, als er den damaligen britischen Premierminister Tony Blair im Cowboy-Shirt und Waffengürtel zeigte. Er habe das Bild mit dem Titel "Shock and Awe" (2007/2008) gemacht, nachdem Blair mit selbstgefälligem Grinsen von einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush gekommen sei, erklärte Hamilton damals und verteidigte sein Werk mit den Worten: "Alles ist eine Frage des Timings. Ich bin mir sicher, dass es im Verlauf der Zeit und Geschichtsbildung seine eigene Kraft entwickeln wird. Die Aufmerksamkeit eines Künstlers sollte auf diese Probleme gerichtet sein, deshalb werde ich nicht aufgeben."

Britta Gürke und Gerd Korinthenberg, DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(