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Prinzen William und Harry Sarg-Trauma - Dianas Bruder bezichtigt Palast der Lüge

Trauerzug Diana
Prinz Philip, Prinz William, Earl Spencer, Prinz Harry und Prinz Charles folgen am 6. September 1997 auf einem Trauerzug durch London dem Sarg von Prinzessin Diana.
© Jeff Mitchell/AFP
Es war für die Prinzen ein traumatisches Ereignis: William und Harry mussten vor 20 Jahren hinter dem Sarg ihrer Mutter Diana herlaufen. Ihr Bruder Earl Spencer macht sich deswegen Vorwürfe - und fühlt sich vom Palast hintergangen. 

Die Bilder gingen vor 20 Jahren um die Welt. Als am 6. September 1997 die Stafette mit Prinzessin Dianas Sarg den Palast in London verlässt, folgen ihm auch ihre Kinder - die Prinzen William und Harry. Mit Tränen in den Augen und gesenkten Köpfen gehen sie hinter ihrer toten Mutter her. Für die damals 15- und 12-Jährigen ein traumatisches Erlebnis. Jetzt schaltet sich auch sein Onkel, Dianas Bruder Earl Spencer, in die Debatte um den Trauerzug ein.

"Ich wurde angelogen", sagte er im Gespräch mit dem Radiosender BBC 4. Demnach hätten ihm Palastangestellte ausdrücklich versichert, dass es der freie Wunsch der Prinzen sei, den Sarg ihrer Mutter beim Zug durch London zu begleiten. Er habe erst später begriffen, dass dies nicht der Fall gewesen sei.

William und Harry weigerten sich

Demnach habe er den Verantwortlichen des Buckingham Palastes mitgeteilt, dass es nicht der Wunsch Dianas gewesen wäre, dass ihre Söhne hinter ihrem Sarg herlaufen müssen. "Ich bin offenbar angelogen worden. Mir wurde gesagt, sie wollten das freiwillig tun."

Earl Spencer fügte hinzu, dass der Trauerzug auch für ihn "die schrecklichste halbe Stunde" seines Lebens gewesen sei. "Für die Prinzen muss es sich noch viel schlimmer angefühlt haben", ergänzte er. Es sei sehr grausam und bizarr gewesen, dass der Palast auf die Begleitung von Dianas Söhnen bestanden habe.

Wer genau für die Entscheidung verantwortlich war, sagte Earl Spencer nicht. In der TV-Dokumentation "Diana: 7 Days That Shook The Windsors" (Diana: Sieben Tage in denen die königliche Familie unter Schock stand) erhob der Fotograf Dickie Aribter schwere Vorwürfe gegen Prinz Philip. Demnach sei es der Ehemann der Queen gewesen, der darauf bestand, dass Dianas Söhne den Sarg begleiten. „William wird einmal König werden und daher sollte sichtbar sein, wie er um seine Mutter trauert“, sagte er.

Prinz Harry: "Heutzutage würde das nicht passieren"

Prinz Harry hatte sich erst kürzlich dazu geäußert, wie verstörend er die Ereignisse vom 6. September 1997 fand. "Meine Mutter war gerade gestorben und ich musste den langen Weg hinter dem Sarg gehen, während mich tausende Menschen anstarrten, Millionen sahen es im Fernsehen. Unter keinen Umständen sollte sowas von einem Kind verlangt werden", sagte er der US-Zeitschrift Newsweek. "Heutzutage würde das nicht passieren."

mai

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