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"Women's March": Scarlett Johansson teilt gegen James Franco aus – und wird deshalb als Heuchlerin beschimpft

In ihrer Rede konnte sich Scarlett Johansson den Seitenhieb gegen ihren Kollegen nicht verkneifen. Heuchlerisch, meinen viele User im Netz und werfen der Schauspielerin Doppelmoral vor. 

Scarlett Johansson beim "Women's March"

Ungefähr 600.000 Menschen nahmen am diesjährigen "Women's March" in Los Angeles teil. Darunter auch Hollywood-Star Scarlett Johansson. 

Picture Alliance

Beim diesjährigen "Women’s March" in Los Angeles mischten sich viele Hollywood-Stars unter die protestierende Menge – darunter Natalie Portman, Mila Kunis, Adele, Cameron Diaz, Eva Longoria und auch . Johansson nutzte die Plattform sogar für eine emotionale Rede, in der sie unter anderem auch die wichtige "Time’s Up"-Kampagne erwähnte und im gleichen Zug gegen einen Hollywood-Kollegen austeilte. "Wie kann sich eine Person für eine Organisation einsetzen, die Opfer von sexuellem Missbrauch unterstützt, und gleichzeitig im Privaten hilflosen Menschen auflauern?", fragte Johansson die Menge und fuhr wütend fort: "Ich will meinen Anstecker zurück." Den meisten war sofort klar, auf wen die Schauspielerin damit anspielte. Einen Tag, nachdem James Franco bei den Golden Globes mit einem "Time’s Up"-Anstecker auf der Bühne seinen Preis entgegen genommen hatte, meldeten sich diverse Frauen und beschuldigten den Schauspieler, sie sexuell belästigt oder ausgenutzt zu haben. Dass sie in ihrer Rede tatsächlich gegen Franco gewettert hatte, bestätigte ein Sprecher der 33-Jährigen dem Magazin "People".


Auf Twitter wird Scarlett Johansson Doppelmoral vorgeworfen

Während manche Fans Johansson für ihren Mut loben, reagieren andere empfindlich darauf, dass ausgerechnet sie einen Kollegen öffentlich diskreditiert. Schließlich habe Johansson in der Vergangenheit des Öfteren mit Regisseur Woody Allen zusammengearbeitet, der seit Jahrzehnten von seiner Adoptivtochter Dylan Farrow des sexuellen Missbrauchs angeklagt wird. In einem Interview mit dem britischen "Guardian" sagte Johansson dazu mal: "Ich finde es unverantwortlich, einen Haufen Schauspieler, die wahrscheinlich einen Google-Alert anhaben, zu nehmen und ihre Namen mit einer Situation zu verknüpfen, über die keiner von uns etwas Definitives sagen kann. Das fühlt sich für mich unverantwortlich an." Für den "Match Point"-Star seien die Anschuldigungen solange Gerüchte, bis sie wirklich bewiesen wären. "Es ist ja nicht so, als wäre er schuldig gesprochen worden. Dann könnte man sagen, 'ich unterstütze den Lifestyle nicht'. Aber jetzt gerade sind das alles nur Vermutungen."

Es liegt nahe, dass Francos Fans sowie Kritiker der Schauspielerin sie jetzt gerne an diese Worte erinnern würden. Zumal auch die Vorwürfe gegen Franco bislang nicht bewiesen wurden.  


ls