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Schwanger oder nicht?: Bizarre Gerüchte um Babybauch von Beyoncé

Ein TV-Auftritt Beyoncés in Australien sorgt für kuriose Spekulationen, ob der Echtheit ihrer Schwangerschaft. Der Wirbel wird so groß, dass der Popstar mit klärenden Worten eingreifen muss.

Von Frank Siering, Los Angeles

Die Szene ist kurios. Beyoncé im australischen TV. Enges Kleid, süßer Babybauch. Die Kameras rollen. Der Popstar will sich gerade hinsetzen, da sackt der Kugelbauch in sich zusammen wie ein angestochener Luftballon.

Eine optische Täuschung? Eine Manipulation des gedrehten Materials gar? Gestern verbreitete sich das Video im Internet, und in Windeseile brach ein Feuersturm der Entrüstung los. "Nicht wirklich schwanger", "Alles nur gestellt", "Warum dieser Betrug?" Das Video avancierte in wenigen Stunden zum absoluten Klickhit im Netz.

Sowohl etablierte wie auch anrüchige Webseiten stiegen sofort auf die bizarren Gerüchte um Beyonces Baby ein. Die offensichtliche Frage: Warum sollte der Superstar eine Schwangerschaft vortäuschen? Erst kürzlich gab die PR-erprobte Ehefrau von Musik-Mogul Jay-Z bekannt, dass ihr "kleiner Engel im Februar das Licht der Welt erblicken wird".

Hat Beyoncé heimlich eine Leihmutter engagiert?

Vieles in Hollywood ist bekanntlich nur "Schall und Rauch". Aber diese mystifizierenden Elemente der Täuschung waren bisher meist der Leinwand vorbehalten. Jetzt also auch schon im wirklichen Leben?

Die Spekulationen galoppierten ohne Unterbrechung durchs Internet. Beyoncé wolle ihren makellosen Körper - immerhin neben ihrer Stimme ihr größtes Kapital - durch eine Geburt nicht ruinieren, hieß es. Sie habe deshalb heimlich eine Leihmutter angeheuert und laufe mit einer Babybauch-Prothese durch die Gegend. "Dumm, völlig absurd und falsch", sagte Yvette Noel-Schure, die Sprecherin von Beyoncé. Nach unzähligen Telefonanrufen von diversen Medienvertretern sah sich das Beyoncé-Sprachrohr gezwungen, mit diesem Dementi an die Öffentlichkeit zu gehen.

Heuchelei und Lügen in Hollywood

So absurd sich die Geschichte um den falschen Babybauch auch anhören mag, so sehr passt sie doch in die heutige Promi-Nachrichtenlandschaft. Da steht eine Sandra Bullock auf der Bühne bei den Acadamy Awards und dankt mit einer Träne im Auge ihrem Ehemann dafür, dass er ihr zur Seite steht. Im Hinterzimmer allerdings handeln Scheidungsanwälte schon die Abfindungen aus. Eine Christina Aguilera gibt in Interviews preis, wie schön es ist, verheiratet zu sein. Und lebt zu diesem Zeitpunkt doch schon seit einem Monat getrennt von ihrem Mann.

Zugegeben, Promis haben kaum noch eine echte Privatsphäre, können im Zeitalter von Social Media nicht wirklich Geheimnisse für sich behalten. Vielleicht lügen viele Superstars auch deshalb bewusst und ohne Skrupel. Aber ein gefälschter Babybauch? Das scheint dann doch arg übertrieben. Beyoncé selbst jedenfalls soll sich im kleinen Kreise herrlich amüsiert haben über die "vorgetäuschte Schwangerschaft". Und auch das ist verständlich. Hat sie doch gerade erst in einem Interview davon geschwärmt, wie sehr sie ich auf das erste Baby freue und in allen Einzelheiten erklärt, dass sie sich "erst einmal selbst finden musste als Frau, bevor sie schwanger werden konnte". Zunächst wollte sie ihr "Reich aufbauen", ihren "Selbstwert" erkennen. Jetzt aber habe "Gott sie mit dem ultimativen Glück beschenkt". Und da wäre es doch tatsächlich arg geheuchelt, wenn Beyoncés Babybauch aus der Requisite stammte ...

  • Frank Siering