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Halbzeit beim Super Bowl 2016: Coldplays schiefe Töne, Gagas Masken-Look und Beyoncés starke Botschaft

Lauter, besser, größer: Die Halbzeitshow beim amerikanischen Super Bowl ist fast wichtiger als der Sport. Dieses Jahr sangen Coldplay, Bruno Mars und Beyoncé - und sorgten für viel Gesprächsstoff.

Beyoncé, Chris Martin

Beyoncé und Chris Martin von Coldplay bei der Halbzeitshow des Super Bowls 2016.

Von Janet Jackson's Nippel-Gate bis zur vermasselten Nationalhymne von Christina Aguilera: Wenn in den USA der Super Bowl ansteht, gibt es immer Gespächsstoff. Dieses Jahr traten am Sonntag Lady Gaga, Bruno Mars, Coldplay und Beyoncé in der berühmten Halbzeitshow des Football-Spiels auf. Größere Skandale blieben aus, dafür war die Show ungewohnt politisch. Über folgende Momente wird gesprochen:

Mit gewohnt viel Pathos war das Spektakel gestartet. Vor der ersten Halbzeit sang Lady Gaga die amerikanische Nationalhymne - inklusive Schnitt zu amerikanischen Soldaten in Afghanistan. Während ihre Stimme wirklich beeindruckend war, sorgte ihr Look wie oft für Diskussionen. Gaga trug zum roten Glitzeranzug mit Schlaghose riesige Plateau-Pumps von Gucci, ihr Make-up wirkte, als würde sie eine Maske ihres eigenen Gesichts tragen. Oder hat die 29-Jährige etwa schon zu viele Botox-Spritzen konsumiert? Bei Gaga scheint alles möglich.

Den Auftakt zur heiß ersehnten Halbzeitshow machte dann Chris Martin, Sänger von Coldplay und Exmann von Hollywodstar Gwyneth Paltrow. Diese war samt der gemeinsamen Tochter Apple ebenfalls zum Levi's-Stadium in Santa Clara, Kalifornien, gereist und zeigte auf Instagram, wie gut sich Apple mit Blue Ivy versteht. Denn natürlich hatte auch Beyoncé ihre Tochter im Gepäck.

#superbowl50 jacket game

Ein von Gwyneth Paltrow (@gwynethpaltrow) gepostetes Foto am

Chris Martin brachte Hippie-Blumen und ein Schlagzeug in Regenbogenfarben auf die Bühne, ließ sich von Fans in eine ebensolche Fahne einwickeln. Ein tolles Zeichen aus dem toleranten Kalifornien an die LGBT-Community, zu der auch die Botschaft beim großen Finale passte: "Believe in Love" war in großen Buchstaben auf den Rängen zu lesen. Dafür gab's im Netz viel Beifall, leider weniger für Martins Stimme, die immer wieder kaum hörbar war und oft schwankte. 

Beyoncés politische Botschaft vom Super Bowl

Dafür hörte sich Bruno Mars fast wie Playback an, er forderte die Tanz-Königin Beyoncé zum Battle auf - was eindeutig zu ihren Gunsten entschieden wurde. Überhaupt waren Mars und Martin sofort vergessen, als Beyoncé auf dem Football-Feld erschien. Die 34-Jährige hatte nur einen Tag zuvor ihren neuen Song "Formation" veröffentlicht, zusammen mit einem überraschend politischen Video, in dem sie sich für die "Black Lives Matter"-Bewegung stark macht. In dem Song geht es um das Selbstbewusstein von Afroamerikanern und das Problem der Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA.

Passend dazu waren ihre Tänzerinnen in Outfits gekleidet, die an den Look der Black-Panther- Bewegung angelegt waren. Beyoncé selbst trug zu Ehren von Michael Jackson eine Jacke, die sehr an den verstorbenen King of Pop erinnerte. Und ganz nebenbei kündigte sie in einem der darauffolgenden, millionenschweren Werbespots ihre nächste Welttournee an.


Fazit: Die Denver Broncos haben zwar den Super Bowl gegen die Carolina Panthers gewonnen. Die eigentliche Siegerin des Abends hieß aber Beyoncé. Hier gibt's die komplette Halbzeitshow nochmal zum Anschauen.