HOME

Tim Wiese: Warum er heute ein noch besserer Torwart wäre

Tim Wiese misst sich bei "Superhero Germany" in sportlichen Duellen. Die Show kommt wie gerufen, wie der Ex-Nationaltorwart verrät.

Tim Wiese tritt mit großem Selbstbewusstsein bei "Superhero Germany" an.

Tim Wiese tritt mit großem Selbstbewusstsein bei "Superhero Germany" an.

Ex-Nationaltorwart Tim Wiese (37) stellt sich bei "Superhero Germany" - ProSieben zeigt die vier Folgen der Show ab 20. April immer samstags um 20:15 Uhr - dem sportlichen Duell gegen Hobbyathleten. Was ihn daran gereizt hat, warum er seiner kurzen Wrestling-Karriere als "The Machine" nicht hinterhertrauert und wieso er heute ein noch besserer Fußballer wäre, verrät er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Kraft, Ausdauer, Koordination: Wo finden Ihre Gegner am ehesten einen Schwachpunkt bei Ihnen?

Tim Wiese: Ich habe keine Schwachpunkte!

Warum hat es Sie gereizt, sich bei "Superhero Germany" mit "normalen" Alltagsathleten zu messen?

Wiese: Die Idee zum Format stammt von mir und meiner Agentur Dabbelju. Daraus hat Redseven Entertainment für ProSieben diese großartige Show entwickelt. Mein Ziel war es, mich mit Alltagsathleten zu messen, die unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen. Um "Superhero Germany" zu werden reicht es nicht aus, nur Kraft oder Ausdauer oder Geschicklichkeit oder Schnelligkeit mitzubringen. Nur wer alles zusammen in sich vereint, hat eine kleine Chance gegen mich und meine "Hero"-Kollegen zu bestehen.

Was hat Ihnen an dem Format am meisten Spaß gemacht?

Wiese: Zu sehen, wie motiviert die Kandidaten an jedes Duell herangegangen sind - aber auch, ihnen im 1 gegen 1 ihre Grenzen aufzuzeigen. Die Athleten hatten unglaublich starke Körper, aber nicht alle einen starken Geist. Mentale Kraft wird immer wieder unterschätzt und ich habe Nerven wie Drahtseile.

Nach Ihrer Fußballkarriere haben Sie sich im Wrestling ausprobiert, bei "Superhero Germany" geht es ebenfalls um das direkte Duell. Warum sind Sie als ehemaliger Mannschaftssportler gerne auch mal der Einzelkämpfer?

Wiese: Grundsätzlich reizt mich am 1 gegen 1, dass ich für alles, was passiert, selbst verantwortlich bin. Wenn ich es verbocke, liegt es nur an mir - oder dem Schiri (lacht). Wenn ich gewinne, ist es alleine meine Leistung. Das ist nochmal ein ganz anderer Wettkampf als im Mannschaftssport. Bei "Superhero Germany" bin ich nicht ganz alleine. Ich habe drei "Heroes" an meiner Seite und wir sind ein unschlagbares Team, auch wenn wir unsere Duelle jeweils alleine bestreiten mussten.

Ihre Karriere im Wrestling haben Sie beendet, weil sie nicht in die USA gehen wollten. Bereuen Sie Ihre Entscheidung?

Wiese: Überhaupt nicht. Es war für mich und die WWE von vorneherein klar, dass ich nur in Deutschland kämpfen werde. Ein "Auswandern" in die USA war ausgeschlossen. Die WWE und ich haben in München einen sensationellen sportlichen und medialen Erfolg gefeiert, wie er danach bei keinem deutschen WWE-Event mehr erreicht wurde. Das war das gemeinsame Ziel der Kooperation. Dass die WWE danach dennoch einen Umzug in die USA als Bedingung stellte, hatte wohl eher etwas mit Angst zu tun gehabt (grinst).

Was haben Sie aus der WWE-Zeit an Erkenntnissen mitgenommen?

Wiese: Es hat mich vor allem beeindruckt, dass bei aller Show, die Athleten der WWE großartige Sportler sind. Es ist eine große Familie, in der jeder den anderen respektiert.

Sie haben kurz danach viel von Ihrer aufgebauten Muskelmasse wieder verloren, haben ganze 15 Kilo abgenommen. Was muss Ihr Körper heute mitbringen, damit Sie zufrieden sind?

Wiese: Ich fühle mich aktuell fit wie nie. Ich habe für mich die richtige Balance zwischen Kraft, Beweglichkeit und Schnelligkeit gefunden. Würde ich mich jetzt wieder ins Tor stellen, wäre ich eine noch viel größere Waffe als zu meiner aktiven Zeit - eine Maschine!

Sport spielt weiterhin eine große Rolle bei Ihnen. Wie motivieren Sie sich, Tag für Tag zu trainieren?

Wiese: Ich bin mehr als die Hälfte meines Lebens Leistungssportler gewesen und diese DNA habe ich nie abgelegt. Auf dem Sofa herumliegen und sich bei Cola und Chips gehen lassen, ist nicht mein Ding.

In letzter Zeit ist es etwas ruhiger um Sie geworden. Mit was haben Sie sich beschäftigt?

Wiese: Diese Ruhe ist selbstbestimmt. Wenn ich wollte könnte ich jede Woche im Fernsehen auftreten. Doch darin sind andere wesentlich besser (lacht). Anscheinend bin ich gezwungen, mir selbst weitere Ideen auszudenken, denn was ich oftmals angeboten bekomme, hat nichts mit Tim Wiese zu tun. Ich konzentriere mich auf Formate und Ideen, die zu 100 Prozent zu mir passen und in denen ich authentisch sein kann - "Superhero Germany" ist genauso ein Format. Ich arbeite auch schon an weiteren Ideen für TV und Netz - Lasst euch überraschen.

SpotOnNews
Themen in diesem Artikel