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Ex-Affäre packt aus: Sie war erst 16, hatte Sex mit Woody Allen und einen Dreier mit Mia Farrow

Es ist eine explosive Geschichte, die Ex-Model Christina Engelhardt jetzt erzählt. Sie handelt von ihrer Affäre mit Regisseur Woody Allen - und der Rolle, die Mia Farrow darin spielt. 

Woody Allen Mia Farrow Christina Engelhardt

Woody Allen mit seiner Ex-Freundin Mia Farrow (l.). Christina Engelhardt 2003 bei einer TV-Launch-Veranstaltung.

Wire Image

Als Christina Engelhardt Filmregisseur Woody Allen im Oktober 1976 im New Yorker Promirestaurant Elaine's erblickte, war sie gerade mal 16. Ein angehendes Model, selbstbewusst und entschlossen. 

Christina Engelhardt spricht über ihre Affäre mit Woody Allen

Allen war damals schon berühmt. Sein Film "Der Schläfer" hatte in den Jahren zuvor für Furore gesorgt. Und so legte Engelhardt dem damals 41-Jährigen einen Zettel auf den Tisch, auf den sie ihre Telefonnummer geschrieben hatte und die Notiz: "Weil du schon so viele Autogramme schreibst, hier ist meines!"

Offenbar meldete sich Allen kurze Zeit später bei Engelhardt, die damals noch bei ihren deutschen Eltern in New Jersey lebte, denn die beiden trafen sich von da an regelmäßig in Allens Penthouse in Manhattan. Wie Engelhardt dem "Hollywood Reporter" jetzt erstmals schildert, hatte sie über acht Jahre lang eine Affäre mit dem Filmemacher. Heute blicke sie mit gemischten Gefühlen auf die Zeit zurück, sagt sie dem Magazin. Sie wolle Allen nicht verurteilen. "Hier geht es nicht darum, diesen Mann zu stürzen. Ich erzähle von meiner Liebesgeschichte. Die hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich bereue nichts."

Dreier mit Mia Farrow

Über ihre Liebesgeschichte und ihr Leben hat die heute 59-jährige Engelhardt schon zwei bislang unveröffentlichte Memoiren geschrieben. Darin beschreibt sie Allen als richtungsgebenden Part ihrer Liaison. "Weil ich wusste, dass er Regisseur war, habe ich nicht viel diskutiert. Ich war devot", erklärt sie. Allen hatte für die Affäre zwei Regeln aufgestellt. Sie würden nicht über seine Arbeit sprechen und sich immer nur bei ihm treffen. "Die Vorhänge waren immer zugezogen. Der Blick muss spektakulär gewesen sein. Aber ich war nicht da für den Blick", verrät Engelhardt. 

Besonders war ihre Beziehung in Engelhardts Augen auch, weil sie lange Zeit wegen ihrer deutschen Abstammung gehänselt wurde. "Ich wurde in der jüdischen Nachbarschaft, in der ich aufgewachsen bin, als 'Nazi-Kind' verspottet", erzählt sie dem "Hollywood Reporter". "Woody war der Vorzeige-Jude und ich die Vorzeige-Deutsche", sagt sie. 

Ein Jahr nachdem sie den Filmemacher kennen gelernt hatte - Engelhardt war mittlerweile 17 Jahre alt - stellte er ihr andere Frauen vor, mit denen das Paar Dreier hatte. Doch nach vier Jahren, so Engelhardt, wollte er sie mit seiner "neuen Freundin" bekanntmachen. Bis dahin hatte sie gedacht, sie wäre Allens einzige Freundin gewesen, erzählt sie. Dann traf sie auf die 14 Jahre ältere Mia Farrow, damals schon ein Filmstar. 

Mitleid für Mia Farrow

Während sie zuerst eifersüchtig gewesen sei, verstanden sich die Frauen gut, erzählt Engelhardt. Sie hätten gemeinsam in Allens Apartment gekifft und über Astrologie gesprochen. "Es gab Zeiten, in denen wir zu dritt waren und wirklich Spaß hatten. Wir genossen den Moment. Sie war wunderschön und süß, er war charmant und verlockend, ich war sexy und wurde immer erfahrener", erzählt sie in einem ihrer Manuskripte. "Erst als es vorbei war habe ich gemerkt, wie verdreht es war, wenn wir zusammen waren... und ich war nicht mehr als ein Spielzeug. Das ganze war ein Spiel, das von Woody gesteuert wurde", gibt sie zu. 

Als sie Jahre später erfuhr, dass Allen mit seiner Adoptivtochter Soon-Yi Previn zusammen sei, hätte ihr Farrow leid getan. "Er hat Mia dazu gebracht, all das mitzumachen. Jetzt hatte er keine Grenzen mehr. Es war total respektlos."

Arbeit mit Fellini

Dass Engelhardt vor ihrer Affäre mit Allen mehrfach vergewaltigt wurde, verheimlichte sie ihm. Irgendwann begann sie ihren Angaben zufolge zu merken, dass sie nur eine von vielen gewesen sei. "Es war ein Regenbogen mit vielen Farben und ich war eine der Farben", erklärt sie. Ende der Achtziger habe sie angefangen, für den italienischen Filmemacher Federico Fellini zu arbeiten - und Allen habe ihr zum ersten Mal Respekt entgegen gebracht. Er habe sie angerufen und gesagt: "Du hast mich für Fellini verlassen?! Das ist so cool", erinnert sie sich.  

Mit Allen habe sie 2001 das letzte Mal Kontakt gehabt. Dem "Hollywood Reporter" hat Engelhardt den Brief gezeigt, den der Regisseur ihr damals geschickt habe. Darin sagte er: "Wenn du je in New York bist, würde ich dir gerne meine Frau vorstellen - sie würde dich mögen." 

Welcher Natur dieses potenzielle Treffen sein könnte, darüber war sich Engelhardt schnell im Klaren, gibt sie zu. "Ich hatte damals schon Kinder", sagt sie. "Meine Prioritäten waren anders. Ich wollte dem einfach fernbleiben", sagt sie. 

Inmitten der #MeToo-Bewegung habe sie erneut angefangen, über die Beziehung und die damalige Zeit nachzudenken. Zurück bleiben gemischte Gefühle. 

Quelle: "The Hollywood Reporter"

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