VG-Wort Pixel

Nach der Trennung Zehn Gründe, warum man den Ex-Partner nicht vergessen kann

Trennung
Eine Trennung zu verarbeiten kann langwierig und schmerzhaft sein.
© IMAGO / Panthermedia
Eine Trennung ist für niemanden leicht wegzustecken, doch manche Menschen haben wirklich große Probleme, sich nach einer gescheiterten Beziehung von dem Ex-Partner zu lösen.

Der Verarbeitungsprozess nach einer Trennung verläuft oftmals wellenartig. Erst fühlt man sich stark, dann schwach, dann verzweifelt oder beliebig durchgemixt in der Reihenfolge. So mancher empfindet auch einfach gar nichts mehr, weil es Menschen gibt, die eine Art Emotionsschalter umlegen können. Doch dann gibt es noch das Gegenteil, Menschen, die einfach nicht aufhören können, immer wieder an den Ex-Partner zu denken, und sehr traurig sind. 

Dafür gibt es zehn Gründe, die das Loslassen nach einer Trennung erschweren können:

Social Media
Sich nach einer Trennung noch bei Social Media Kanälen wie Instagram zu folgen, ist wie eine persönliche Folter. Oftmals wird das Portal von mindestens einer Person dazu genutzt, zu demonstrieren, wie glücklich man nach dem Beziehungsaus ist. Die Folge, der andere fühlt sich wertlos, ist am Boden zerstört und wird immer wieder an den Ex-Partner erinnert.

Unglückliche Beziehung und gekränkte Eitelkeit
Gerade eine unglücklich verlaufene Beziehung birgt das Risiko, dass es schwer ist, sich zu lösen. Klingt erstmal unlogisch, doch oftmals hat man im Kopf, was man alles hätte anders und besser machen können. Das Verlangen, die Zeit zurückzudrehen, ist stark. Manchmal steckt auch gekränkte Eitelkeit dahinter, dass man die Trennung nicht akzeptieren kann und möchte. Doch am Ende muss man lernen, die Vergangenheit zu akzeptieren und abzuschließen. 

Die rosarote Brille
Die Zeit soll alle Wunden heilen, so heißt es im Volksmund, doch was sie auch verursacht ist, dass man oftmals die vergangene Beziehung im Kopf verherrlicht und sich mehr an die guten Zeiten zurückerinnert, als an die schlechten. Auf einmal steht die Beziehung in der Erinnerung viel besser dar, als sie wirklich war.

Verlustängste
Manche Menschen haben von Natur aus größere Verlustängste als andere und können nur schwer mit der Trennung von einem geliebten Menschen umgehen. Natürlich triggert das auch die Gedanken an den Ex-Partner und man wünscht sich mehr als alles andere, die Trennung ungeschehen zu machen.

Ungeklärte Fragen und Situationen
Wenn am Ende einer gescheiterten Beziehung Fragen offen bleiben, so wird sich der Kopf auch künftig viel mehr mit der Vergangenheit auseinandersetzen, als wenn man alles klären konnte oder Situationen eindeutig abliefen. Manchmal kann es sogar helfen, die Antworten auf Fragen zu suchen. Aber Achtung, keine Sherlock Holmes Arbeit, wenn es langwierig ist und die eigene Psyche zu sehr schädigt.

Der Ex-Partner hatte eine Persönlichkeitsstörung
Menschen, die beispielsweise mit einem Narzissten zusammen waren, haben oftmals noch größere Probleme loszulassen, weil der Ex-Partner dann zwei Gesichter hatte. Man sieht aber im Trennungsschmerz nur noch "die gute Maske". Beziehungen zu Menschen mit derartigen Persönlichkeitsstörungen beinhalten vielfach, dass die Worte nicht zu den Taten passen. Nach der Trennung erinnert man sich dann an die schönen Worte und kann es kaum ertragen, dass diese niemals eintraten.

Zeit zum Grübeln befeuert den Liebeskummer enorm

Zu viel Raum und Zeit zum Nachdenken
Die einfachste Formel nicht mehr so stark am Ex-Partner zu hängen ist die, die seit Generationen bei Liebeskummer gepredigt wird. Ablenken, ablenken, ablenken. Sich selbst keine Zeit und Energie geben, um über die Vergangenheit zu grübeln. Sport machen, Freunde treffen, eventuell sogar erneut daten. 

Die Wunschvorstellung nicht loslassen wollen
Wenn man zu viel Zeit hat zu grübeln und dies auch zulässt, fängt man an, in einer Art gedanklichem Paralleluniversum zu leben. Man stellt sich die vergangene Beziehung rosarot vor, schreibt die Geschichte in seinem Kopf neu, sieht die Bilder vor Augen von einer fiktiven gemeinsamen Zeit oder Zukunft. All das führt natürlich dazu, dass man Probleme hat loszulassen.

Angst vor Neuem
Wie sagt man so schön, wir Menschen sind Gewohnheitstiere und das merkt man oft auch bei einer Trennung. Viele Menschen haben große Angst vor etwas Neuem. Erneut zu vertrauen und erneut die Gefahr, dass man enttäuscht werden könnte. Leider ist genau das auch der Grund, warum manche Menschen in schlecht laufenden Beziehungen bleiben. 

"Lass uns Freunde bleiben"
Hand aufs Herz, das funktioniert bei den wenigsten Ex-Partnern. Zumindest nicht gleich nach der Trennung. Manchmal hat man so große Angst, den anderen, der bis eben noch ein wichtiger Teil des Lebens war, gänzlich zu verlieren, dass man sogar zu dieser Floskel greift. Doch förderlich für die Trennung und den Liebeskummer ist das nicht. Es verlängert nur das Leid. Manchmal kann es jedoch Jahre später dann doch mit einer Freundschaft klappen.

Mehr zum Thema

Newsticker