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#WeWearWhatWeWant: Dieser Hashtag macht dicke Frauen glücklich

Simone Mariposa hatte genug von dummen Sprüchen und Vorschriften darüber, was sie anziehen dürfe und was nicht - und wurde zum Internet-Star. #WeWearWhatWeWant ist ein massives Statement für die Selbstbestimmung.

Mariposa und Maddie posten unter #WeWearWhatWeWant

#WeWearWhatWeWant - das stolze Statement für massive Schönheit

Damit hat auch Simone Mariposa nicht gerechnet: "Vor ungefähr drei Tagen habe ich den Hashtag ‎WeWearWhatWeWant‬ (Wir ziehen an, was wir wollen, Anm.d.Red.) gestartet, und er greift um sich wie ein Waldbrand!", schreibt sie begeistert auf Facebook. Mehr als 37.000 Instagram-Abonnenten hat die junge Frau aus Los Angeles schon gesammelt. Auf Twitter sind es mehr als 11.000. Und die Aussage hinter dem Hashtag? Niemand kann mir vorschreiben, was ich anziehen soll und was nicht!

Mariposa ist stark übergewichtig - und versteckt sich nicht. Was vielen Menschen offensichtlich Probleme bereitet. Sie starren, sie beleidigen, und sie geben Kommentare ab, wie Frauen mit großen Ausmaßen angezogen sein sollen.

Versteckt euch nicht

Eine Geschichte in ihrer Twitter-Timeline sei die Motivation gewesen, #WeWearWhatWeWant ins Leben zu rufen, sagt Mariposa. Darin ging es um eine übergewichtige Frau, die herablassend behandelt wurde, weil sie ihren Körper nichts versteckte, zitiert die britische Zeitung "The Independent" die Bloggerin. "So viele Frauen waren schon in der gleichen Situation, und es kann unserem Selbstbewusstsein Schaden zufügen. Ich will, dass Frauen wissen, dass sie ihre Körper zeigen und stolz auf sich sein dürfen."

Und so schlug Mariposa mit Fotos zurück: "Eure Genehmigung ist nicht nötig", heißt es etwa über einem Bild, das sie in einem engen sandfarbenen Kleid zeigt.


Auf einem anderen ist sie im Bikini am Strand zu sehen. Auf dem nächsten im kurzen Rock und mit tiefem Ausschnitt.


"Auf so einen Hashtag habe ich mein Leben lang gewartet"

Wegen der großen Zustimmung forderte sie andere Frauen auf, es ihr gleichzutun. Und das Feedback war überwältigend: Hunderte stellten Bilder von sich ins Netz, glücklich, offen und stolz.

"#wewearwhatwewant - und es steht uns gut", schreibt etwa Karli.

"Ich bin wegen meiner Extrapfunde online gemobbt worden. Deshalb habe ich diese Fotos gelöscht. Nie wieder!", macht BirthdayGirl klar.


"Ich bin fett und supersüß, und nichts wird mich jemals davon abhalten, anzuziehen, was immer ich will!", postet Elena.


"Meine Füße, meine Schenkel, meine Lippen, meine Augen, ich liebe, was ich sehe", konstatiert diese Twitter-Userin.


"Auf so einen Hashtag habe ich mein Leben lang gewartet", freut sich Katelyn. 


Mariposa ist glücklich über die Reaktionen, stellt aber auch klar, dass sie Übergewicht nicht als erstrebenswert propagiert wissen will: "Ich sage den Leuten nicht, dass sie zunehmen und so wie ich sein sollen. Ich will, dass die Menschen sich selbst lieben, so wie sie sind. Dass sie nicht von der Gesellschaft geforderten Schönheitsstandards entsprechen müssen. Dass sie stolz sein sollen auf ihre Körper."

Oder wie Mariposas #WeWearWhatWeWant-Kollegin Maddie schreibt: "Manchmal sehe ich in meinen Klamotten großartig aus, manchmal nicht, Aber meine Körpermaße beschränken nicht meine Möglichkeiten."

 

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