Armani Museum statt Muse


Wenn man solange im Geschäft ist wie Giorgio Armani, dann darf man einen Überblick über das eigene Schaffen sogar in die namhaftesten Museen tragen. Ab Donnerstag ist die Show in Berlin zu sehen.

"Der Platz für eine spärlich bekleidete Frau ist das Schlafzimmer", hat Giorgio Armani einmal gesagt. Der italienische Modedesigner zieht seine Frauen deshalb am liebsten "richtig" an. Mehr als 500 Kreationen des italienischen Modeschöpfers Giorgio Armani präsentiert eine spektakuläre Ausstellung in Berlin. Die vom texanischen Starregisseur Robert Wilson gestaltete Schau gibt einen Überblick über 30 Schaffensjahre Armanis. Zu sehen ist die Ausstellung mit dem Titel 'Giorgio Armani' in der Neuen Nationalgalerie ab dem 08. Mai bis zum 13. Juli.

Bereits in Ney York und Bilbao erfolgreich

In der Show sind unter anderem auch Kleider und Smokings, die Armani für Hollywoodstars wie Halle Berry, George Clooney, Leonardo DiCaprio, Martin Scorsese und Jodie Foster entwarf. Armani gilt neben Coco Chanel, Yves Saint Laurent und Christian Dior als einer der wichtigsten Designer des 20. Jahrhunderts. Die vom New Yorker Guggenheim Museum organisierte Schau über den Meister der dezenten Mode war mit großem Erfolg bereits New York und in Bilbao zu sehen. Für Berlin wurde sie um aktuelle Modelle und Videoprojektionen erweitert. Gezeigt werden wesentliche Aspekte des künstlerischen Schaffens Armanis.

Typisch Armani

Dazu zählen unter anderem taillierte Jacketts für Frauen, Smokingkleider, knapp geschnittene Abendjacken, Westen und Gewänder. Häufig mischen sich gewagte Muster in Pink, Blau und Grün in die für Armani typischen Farben Schwarz und Beige.

Die Kleid-Hintergrund-Harmonie

Nach der Präsentation in Berlin wird die Ausstellung in London, Rom, Tokio und Las Vegas zu sehen sein. Armani zeigte sich über die Ausstellung in der vom Bauhaus-Meister Mies van der Rohe geschaffenen Neuen Nationalgalerie sehr glücklich. "Durch die geradlinige Architektur und dem diskreten Hintergrund werden die Kleidungsstücke sehr gut sichtbar gemacht", sagte der 68-Jährige. Früher hätte er nie gedacht, mit seinen Kollektionen jemals in einem Museum zu landen.

Dinnerparty mit Lokalprominenz

Am Abend sollte die Ausstellung mit einer Dinnerparty im Deutschen Historischen Museums gefeiert werden. Neben Armani hatten sich der momentan in Berlin den Film 'In 80 Tagen um die Welt' drehende Jackie Chan und Schauspieler Jürgen Vogel und Anna Thalbach angesagt. Daneben wurden Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit erwartet. Zur Ausstellung ist ein 424-seitiger Katalog in englischer Sprache erschienen, er 39 Euro kostet.


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