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Positives Körperbild Kurven erwünscht – dieses Modelabel hat keine Angst vor Frauen mit Speckröllchen

Lena Dunham schwört auf das neuseeländische Unterwäsche-Label Lonely Lingerie. Endlich zeigen sich Frauen so, wie sie sind. Mit Speckröllchen, Kurven und etwas mehr auf den Rippen.

Sie sind nicht nur gertenschlank und durchtrainiert, die Models des neuseeländischen Unterwäsche-Labels Lonely Lingerie. Sie sind auch kurvig, androgyn, unter der Wäsche guckt schon mal ein Speckröllchen hervor und auch die Brüste sitzen nicht perfekt im Körbchen des Büstenhalters. Aber das ist egal, weil genau darauf setzen die Unterwäschemacher. Auf echte Frauen in all ihren Facetten.

Narben werden bei den Wäschemodels nicht retuschiert, genauso wenig wie Cellulite, Leberflecke auf dem Rücken oder kräftige Oberschenkel. Die Designerin von Lonely wirbt mit den Worten, die BHs und Slips seien etwas für Frauen, die Unterwäsche als Liebesbrief für sich selbst verstehen. Das Label will die Stärke und die Individualität der Frauen feiern und ein körperpositives Bild der Frau vermitteln.

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Unterwäsche für die echte Frau

Die amerikanische Schauspielerin und Produzentin Lena Dunham, bekannt aus der Serie "Girls" wirbt sogar für das Modelabel. Auf Instagram schrieb sie bereits vorheriges Jahr: "I think I will wear it to dinner with some boots and a smile because we are all very lucky to be free", "Ich glaube, ich werde sie zum Abendessen mit ein Paar Stiefeln tragen und lächeln, weil wir alle sehr glücklich sein können, frei zu sein."

Bereits 2009 startete das Projekt "The Lonely Girls Project", das eben keine Supermodels zeigt, sondern ganz normale Frauen. Das Projekt sollte einen Akzent gegen die überinszenierten Kampagnen der herkömmlichen Wäschelabels setzen. Beispielsweise Victoria's Secret, Intimissimi oder auch hierzulande Hunkemöller, für das die gertenschlanke Sylvie Meis bis zuletzt warb.

Die Models, der Lonely-Kollektion sind Frauen unterschiedlichen Alters, Größe, Hautfarbe. Manche Frauen sind professionelle Models, andere Mütter. Die Bilder werden weder retuschiert, noch mit Photoshop verändert. Was bei den Bildern außerdem auffällt, die Frauen müssen nicht posen, lächeln oder ihren Bauch einziehen. Sie werden entweder zu Hause oder an Orten, an denen sie sich wohlfühlen fotografiert.

Eine Kampagne wie diese ist ein Anfang, das Körperbild der Frau in der Öffentlichkeit zu verändern. Bis jetzt sind sie dennoch Ausnahmen.

Hier eine Auswahl der besten Bilder von Lonely Lingerie:

   

dsw

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