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Bildungsprojekt
Eine bessere Zukunft für Jugendliche in Mbeya

Tischler, Kfz-Mechaniker, Schneiderin. Die Berufswünsche von Schülern in Tansania unterscheiden sich kaum von denen ihrer Altersgenossen hierzulande. Ein innovatives Bildungsprojekt hilft, sie zu verwirklichen.

Grace ist 16 Jahre alt. Sie wohnt mit ihren Geschwistern bei ihren Großeltern, die als Kleinfarmer vom Kaffeeanbau leben. Ihre Heimat ist die Region Mbeya im Westen Tansanias. Grace wollte schon immer auf eine weiterführende Schule gehen oder etwas Praktisches lernen, doch die Chancen standen schlecht. Das liegt auch daran, dass viele Schulen noch nicht so ausgestattet sind, wie sie es sein sollten: Die Klassen sind meist überfüllt, die Lehrer schlecht ausgebildet  und Lehrmaterialien wie Bücher sind oft Mangelware. Im Ergebnis verlassen die Schüler dadurch die „Primary School“ sehr oft ohne Abschluss. Der Weg auf eine weiterführende Schule oder in eine Berufsausbildung bleibt ihnen damit verwehrt.

Tansania hat zudem die weltweit höchsten Schwangerschaftsraten bei (minderjährigen) Jugendlichen. Viele Mädchen werden schon während der Primary School schwanger. Danach erwarten sie statt einer Berufsausbildung die Heirat, der Haushalt und weitere Schwangerschaften. Keine guten Zukunftsaussichten – gerade für Mädchen.

Hilfe vor Ort für 10 Cent pro Pfund Tchibo Privat Kaffee

Das Unternehmen Tchibo hat sich dafür entschieden, die Bildungsarbeit vor Ort zu unterstützen. Denn: Tansania ist für den Kaffeehändler ein wichtiges Anbauland für die Arabica Kaffeesorte. Knapp 40 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 18 Jahre. Zusammen mit der Kinderrechtsorganisation Save the Children wurde daher ein Bildungsprojekt für  Kinder und Jugendliche in der Kaffeeregion Mbeya ins Leben gerufen. Das Ziel: gemeinsam die Bildungschancen zu verbessern und so den Menschen in der Region bessere Zukunftsaussichten zu bieten.

Dabei mitgeholfen haben die Tchibo-Kunden: 10 Cent pro verkauftem Pfund Tchibo Privat Kaffee flossen während des ersten Aktionszeitraums Weihnachten 2015 direkt in das Projekt.  So konnte mit dem Geld das Projekt gestartet werden, in das im ersten Jahr 10 Dörfer mit rund 2.000 Kindern und Jugendlichen, 1.600 Eltern und 50 Lehrern einbezogen werden konnten.

Grace ist eine von ihnen. Das Projekt hat ihr im Sommer 2015 einen Besuch bei einer Ausbildungsstätte für Tischler und Schneider ermöglicht. Ihr Fazit damals: „Das hat mich bestätigt – ich möchte gerne Schneiderin werden und schöne Sachen nähen.“ Zwischenzeitlich hat Grace einen sehr guten Schulabschluss gemacht. Daraufhin hat sie sich entschieden, zunächst keine Ausbildung zu beginnen, sondern die weiterführende Schule („Secondary School“) zu besuchen. Diese wird ebenfalls durch das Projekt gefördert.

Schülerpraktika, Lehrerfortbildungen und jede Menge Elterngespräche

Gemeinsam mit Save the Children möchte Tchibo zukünftig möglichst vielen Jugendlichen wie Grace die Möglichkeit geben, ihren Wunschberuf zu erlernen. Die Weichen dafür sind gestellt. Die Projektmitarbeiter vor Ort kennen nun die bedürftigen Jugendlichen. Außerdem haben sie vor Ort noch andere Bedarfe ermittelt und beispielsweise mit Lehrerfortbildungen begonnen, um die Bildungsqualität verbessern zu können. Damit das Projekt Erfolg hat, ist natürlich auch die Unterstützung der Eltern nötig. Mit ihnen haben sich die Projektmitarbeiter zusammengesetzt und die Vorteile des Programms erklärt. Auch dieser Austausch soll nun regelmäßig stattfinden.

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