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Porträt

Neues Album "Die Reise": Max Giesinger und das Böhmermann-Dilemma: entweder geliebt oder gehasst

Max Giesinger ist einer der erfolgreichsten Pop-Musiker Deutschlands, und dennoch gilt: Die einen lieben seine Musik, die anderen lehnen sie strikt ab. Aber warum ist das so? Wir haben ihn getroffen – und Antworten gefunden.

Musiker Max Giesinger

NEON traf Max Giesinger in Hamburg – und sprach mit dem Musiker über seine Karriere, seine Hater und Belanglosigkeit

Wer sich auf ein Gespräch mit Max Giesinger vorbereitet, stößt unweigerlich auf ein Video vom 5. April 2017: "Eier aus Stahl: Max Giesinger und die deutsche Industriemusik". Über 2,5 Millionen Mal wurde es inzwischen bei Youtube aufgerufen. Dass es die Karriere des 30-jährigen Musikers geprägt hat, wäre vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Dass es ihm eine Lehre für seine Karriere war, trifft dagegen den Nagel auf den Kopf.

Es zeigt, wie schnelllebig das Leben in der Öffentlichkeit ist. Gestern warst du noch der Held der Massen und heute bist du der Buhmann der Nation. Eine Lachnummer, über die sich alle lustig machen und mit dem Finger auf dich zeigen. Im Fall von Max Giesinger heißt das: Echo-Nominierter, einer der Newcomer der deutschen Popszene – und plötzlich kommt Jan Böhmermann um die Ecke und verklickert den Leuten: Seine Musik ist völlig belanglos. Das ist zwar nicht der genaue Wortlaut des Satirikers, aber es ist überspitzt das, was Böhmermann mit seiner Kritik meint.

Giesinger und Co. gaukeln Tiefe vor, spenden Trost, erreichen Millionen, kassieren fett ab – und bleiben dabei schön unpolitisch und abwaschbar. Und irgendwie ist daran auch nichts auszusetzen. Max Giesingers Songs hören sich alle ziemlich ähnlich an, sie sind gespickt mit leeren Worthülsen und außerdem völlig unpolitisch. Nichtsdestotrotz ist Giesinger enorm erfolgreich. Seine Single "80 Millionen" verkaufte sich über 400.000 Mal, sein letztes Album "Der Junge, der rennt" über 200.000 Mal, und seine Konzerte sind meistens ausverkauft. Da stellt sich die Frage: Wer bestimmt überhaupt, was belanglos ist – und was nicht?

Alles versucht – und überall dabei

NEON will das genauer wissen. Wir treffen Max Giesinger eineinhalb Jahre nach Böhmermanns Rundumschlag in der Lobby eines Vier-Sterne-Hotels in Hamburg. Er sitzt entspannt in einem Sessel, trägt ein weißes T-Shirt zu schwarzer Hose und brauner Übergangsjacke. "Moin, alles fit?", fragt er, steht auf und reicht die Hand. Er gibt sich zunächst wie viele andere Prominente, die man trifft: sympathisch, nicht abgehoben – mit dem Ziel, bloß keine Angriffsfläche zu bieten. Nur bei Giesinger wirkt es nicht aufgesetzt. Er versucht sich tatsächlich, mit uns zu unterhalten: ein bisschen Smalltalk, hier und da mal eine Nachfrage. Als ein Hotelangestellter ihm einen Kakao bringt, sagt er: "Vielen Dank. Geil, schön bei dem Wetter 'ne heiße Schokolade."

Obwohl ihn schon dutzende Journalisten zu seinem kommenden Album "Die Reise" (erscheint am 23.11.) gefragt haben, ist er noch gut gelaunt und gesprächig. "Ganz ehrlich: Ich erlebe gerade die schönste Zeit meiner bisherigen Karriere. Ich sitze hier und spiele bald die größte Tour meines Lebens", sagt er. "Es kann gerade kaum besser laufen." Wer seine Biografie kennt, der weiß, dass das stimmt.

Wie hat es das Online-Musik-Magazin "laut.de" so schön formuliert? Max Giesingers Karriere sei eine abgeschwächte Version von Forrest Gump in der deutschsprachigen Popwelt. In der Tat: Der gebürtige Baden-Württemberger war gefühlt überall und hat alles versucht. Zu Schulzeiten hat er unzählige Gigs bestritten, hat in einer Punk-Band gespielt, hat als einer der Ersten auf Youtube Songs gecovert, hat sich als Straßenmusiker während seines Work-And-Travel in Australien und Neuseeland ein paar Kröten dazuverdient, hat sich ohne Erfolg an einer Pop-Akademie beworben, hat bei einer Casting-Show teilgenommen, hat mit Crowdfunding sein erstes Album finanziert, weil er keinen Plattenvertrag bekam. "Das hört sich im Nachhinein so krass an", sagt er und fügt hinzu: "Aber irgendwie musst du ja auf dich aufmerksam machen."

Rückschläge haben Max Giesingers Karriere geprägt

Giesinger war sich für nichts zu schade. Er hat alles versucht. Klar, dass auch Rückschläge und Selbstzweifel dazugehörten: "Ende 2013 war ich kurz davor, alles hinzuschmeißen und einfach irgendwo eine Ausbildung anzufangen." Aber so etwas gehöre eben dazu: "Rückschläge machen einen Künstler doch erst zu dem, was er ist. Man lernt sich dadurch besser kennen und reift mit jeder Hürde, die man genommen hat." Irgendwie klingt es zynisch, dass ausgerechnet Giesinger das sagt. Hat die Kritik von Böhmermann, die man durchaus als Rückschlag sehen kann, nicht in seinem Fall das komplette Gegenteil ausgelöst? Hat der Satiriker ihm und der gesamten Pop-Szene nicht die Hose vor der gesamten Öffentlichkeit heruntergezogen?

Als wir ihn damit konfrontieren, reagiert er zunächst gelassen. Es fallen Sätze wie: "Es können nicht immer alle gut finden, was man macht. Hater gehören heutzutage ja auch irgendwie dazu. Also ich hätte vor ein paar Jahren nicht gedacht, dass man mit der Kritik an meiner Musik einen Grimme-Preis gewinnen kann. Da war den Leuten meine Mucke völlig egal." Doch sobald man sich länger mit dem Musiker über die Kritik von Böhmermann unterhält, desto deutlicher wird, dass es dem 30-Jährigen doch ganz schön getroffen – und sogar wütend gemacht hat.

Seine Wut bezieht sich aber nicht auf Jan Böhmermann. Mit dem versteht er sich. Mit dem ist er sogar im Mai in München gemeinsam aufgetreten – und hat den Song "Menschen Leben Tanzen Welt" performt. Nein, Giesinger ist wütend auf die Menschen, die ihm vorwerfen, er würde sich seine Texte schreiben lassen, sagt er. "Das ist schlichtweg einfach nicht richtig und falsch recherchiert. Ich schreibe meine Songs in Sessions mit einem engen Kreis an Songwritern, die ich so gut kenne, dass man hier über alle Themen sprechen kann, die einen so bewegen. Da lässt man oft ganz schön die Hosen runter, da es alles eigene Geschichten sind, über die ich schreibe. Sich in den Sessions zu feedbacken, ist ein enorm wichtiger Bestandteil vom Songwriting und macht die Songs am Ende nur noch besser." Außerdem nerve ihn die Unterstellung, seine Musik sei belanglos. "Na ja, allein die Tatsache, dass über meine Musik so viel geredet wird, zeigt ja, dass sie nicht belanglos ist. Ein Song wie 'Wenn sie tanzt' hat eine ganz klare Story, die etliche alleinerziehende Mütter und Väter bewegt hat. Ich habe noch nie so viele emotionale Nachrichten zu einem Song bekommen!"

Was für einen belanglos ist, findet ein anderer toll

Belanglos – damit sind wir wieder bei der Eingangsfrage. Wer entscheidet, ob etwas belanglos ist? "Niemand entscheidet das von außen, sondern jeder für sich. Jeder soll doch hören, auf was er Bock hat. Jeder Song, der in Menschen etwas auslöst, hat seine Daseinsberechtigung", meint Giesinger. Das stimmt. Nur weil etwas Pop ist, ist es noch lange nicht belanglos. Musik ist immer etwas Subjektives. Der eine findet Rock gut, der andere behauptet, Rock sei der größte Schrott. Wir selbst entscheiden also, ob etwas belanglos ist. Deshalb kann der Großteil auch sagen, dass Max Giesingers Musik belanglos ist. Vielleicht ist sie das. Vielleicht ist sie das aber auch nicht. Letztendlich gibt es viele Menschen, die Songs wie "Wenn sie tanzt", "80 Millionen" oder "Zuhause" emotional finden. Das Problem bei Giesinger ist allerdings, dass durch die Kritik von Jan Böhmermann viele Menschen Belanglosigkeit mit seinem Namen verbinden. Das ist das Böhmermann-Dilemma, in dem Giesinger steckt. Nur kann ihm das aufgrund seines Erfolges egal sein.

Musik-Quiz: "Ich kann deinen Heiligenschein sehen" - aus welchen Hits stammen diese Zeilen?
Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?