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Wegen Sexismus und Gewaltfantasien: AStA der Uni Bielefeld hat "keinen Bock auf Cro" beim Campus-Festival

Wenn seine braunen Augen aus der Panda-Maske blinzeln, scheinen viele Fans den Text zu überhören. Ein Studierendenausschuss in Bielefeld hat sich die Zeilen von Cro genauer angesehen und will seinen Auftritt beim Campus-Festival verhindern.

AStA in Bielefeld nimmt Cro ins Visier: Cro singt beim Finale von "Germany's Next Topmodel"

Cro trat im Mai beim Finale von "Germany's Next Topmodel" auf. Der AStA der Uni Bielefeld würde wohl sagen: "Da gehört er hin."

DPA

Niedlicher Panda, niedliche Sprüche, niedliche Texte? Zumindest bei letzterem lohnt sich bei Cro ein genaueres Hinhören. Der deutsche Rapper, der in der Szene als Softie gilt, wird gerade vom Allgemeinen Studierendenauschuss (AStA) der Uni Bielefeld hart angegangen. Seine Songs "seien von Sexismus und Gewaltfantasien geprägt", schreibt die Vereinigung auf ihrer Facebook-Seite. 

Der Post wäre allerdings nur halb so brisant, stünde nicht das alljährliche Campus-Festival kurz bevor, auf dem Cro als Headliner auftreten soll. 15.000 Besucher, Musik auf fünf Open-Air-Bühnen, mehr als 20 Künstler - und das alles schon am Donnerstag. Um den Headliner wurde wie in jedem Jahr ein großes Geheimnis gemacht, dass erst wenige Tage vor dem Event gelüftet wurde. Wenig Zeit für den AStA, Cro noch von der Bühne zu diskutieren. Sie versuchen es trotzdem.

AStA: "Das Problem sind nicht nur die Künstler"

"Kein Bock auf Sexismus! Kein Bock auf Cro!" titelt der Ausschuss bei Facebook und richtet sich nicht gegen den Künstler allein. 

"Das Problem sind unserer Meinung nach aber nicht nur die Künstler*innen. Denn die werden eingeladen, weil sie von ihren Fans gehört und gesehen werden wollen. Denn trotz, oder gerade, wegen ihrer frauenverachtenden, transfeindlichen, homophoben und antisemitischen Texte sind sie fame. Die Platten von Leuten wie Cro verkaufen sich massenhaft. Sexismus kommt in der Gesellschaft gut an und verkauft sich gut."

Klingt nach einem Widerspruch? Ist es auch. Cro kommt mit seinen Songs und Auftritten fröhlich daher, der Titel "Easy" war vor einigen Jahren auf vielen Bühnen zu hören. Davor zahlreiche Mitzwangziger, die mit ihrem Bier in der Abendsonne wippen. Da überspringt der Geist schon mal die ein oder andere Zeile, die eigentlich gar nicht so nett klingt. Der AStA hat sich seine Texte genauer angesehen. 

Cro bastelt sich seine perfekte Frau - alles easy?

"Da singt Cro wie er von Frauen gestresst ist und lieber erstmal chillen will. Frauen stressen ihn, wenn sie schwanger werden oder heiraten wollen. Dafür hat er auch schon eine Lösung parat – erschießen". Anschließend wird folgende Textpassage aus "Easy" zitiert:

Doch wenn Sie plötzlich so'n kleines Ding zeigt, du eigentlich schon weißt der zweite Strich heißt, es ist aus und vorbei, bleib easy, ea-, ea-; ea-, ea-Yeah, und wenn sie heiraten will und nach drei Tagen chill'n schon dein ganzes Haus und deinen Leihwagen will, erschieß sie

Harte Worte. Und auch das neue Album des Rappers stößt beim AStA in Bielefeld auf Kritik. Es handelt von Frauen, Sex, Geld und Ansehen. Besonders problematisch finden die Studierenden das vermittelte Frauenbild, was sie am Song "no. 105" deutlich machen. Hier versuche Cro, seine "perfekte Frau" zu basteln, so dass er über Körper und Geist bestimmen und verfügen könne. "Dabei geht er unheimlich oberflächlich vor und schafft sich sein Idealbild einer Frau. Wenn Cro über Liebe singt erscheint das wie eine Suche nach Perfektion und Vollkommenheit. Vollkommen soll dabei vor allem seine Partnerin sein. Er selbst muss bei dieser Suche allerdings nie Kompromisse eingehen oder sich auf seine Partnerin einlassen."

Bielefelder Campus-Festival ohne Headliner?

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Studierendenausschuss einen deutschen Rapper ins Visier nimmt. Erst im Mai sorgte der AStA der Uni Paderborn für Aufsehen, weil er den Auftritt der "187 Strassenbande" beim dortigen Festival verhinderte. Besonders heikel: Zuvor hatte man monatelang mit dem Auftritt der Rapper geworben und dank ihnen zahlreiche Tickets verkauft. Die Nachricht der Absage kam erst wenige Tage vor dem Festival. 

Dass die Studierenden in Bielefeld einen ähnlichen Triumph feiern, ist eher unwahrscheinlich. Ihnen scheint es eher um Aufklärung und langfristige Veränderungen zu gehen. Ihren Facebook-Post schließen sie dennoch mit klaren Worten: "Wir haben keinen Bock auf Sexismus, in gemachte Geschlechterrollen gedrängt oder zu Sexobjekten degradiert zu werden! Deswegen hoffen wir Rapper wie Cro ein letztes Mal auf dem Campus Festival gesehen zu haben!"

sve
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.