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Verlockendes Angebot: Familie verkauft Falkland-Insel mit tausenden Pinguinen

Tolle Natur, top Ausstattung – und als Bonus fünf verschiedene Arten von Pinguinen: Auf Pebble Island dürfte Tierfreunden das Herz aufgehen. Die Insel im Südosten Südamerikas steht jetzt zum Verkauf.

Pinguine auf den Falkland-Inseln

Felsen, Sand und jede Menge Pinguine: Eine der Falkland-Inseln

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Fast sieben Kilometer Sandstrand, 6000 Schafe, 125 Rinder und 42 verschiedene Vogelarten: Die Falkland-Insel Pebble Island ist, so wie es die aktuelle Besitzerin des Eilands beschreibt, ein amazing place – ein ganz besonderer Ort. Und während Vögel, Schäfchen und Natur schon eine super Sache sind, hat die 32 Kilometer lange und 11 Kilometer breite Insel noch etwas zu bieten, das man anderswo selten findet: Fünf verschiedene Arten Pinguine sind hier zu Hause. Tausende der putzigen Vögel hängen an der Küste der Insel ab.

Und jetzt kann man Pebble Island kaufen – eine der größten Inseln nordwestlich der Falklands. Die Inselgruppe ist vor allem durch den Krieg und die immer wieder aufflammenden Auseinandersetzungen zwischen Großbritannien, zu dem sie politisch gehören, und Argentinien, das Anspruch auf das Gebiet erhebt, bekannt. Auf Pebble Island ist davon aber nichts zu spüren – die Insel ist seit 150 Jahren im Privatbesitz einer britischen Familie. 1896 kaufte ein Mann namens John Markham Dean sie für 400 Pfund. Seither bauten er und seine Nachkommen dort eine erfolgreiche Schafzucht auf, errichteten einige Gästehäuser für Touristen, sorgten für eine Stromversorgung mit Solar- und Windkraft.

Doch das ist viel Arbeit. Der jüngste Spross der Familie, Sam Harris, lebt in England. Und er sieht ein, dass es ihm nicht möglich ist, die Geschäfte auf Pebble Island von dort aus zu managen. Deshab suchen er und seine Familie nun einen neuen Besitzer. "Es wird schwierig werden, sich zu verabschieden", sagte Sam Harris der BBC. "Meine Frau Lowri und ich waren zuletzt 2011 dort und wir haben eine enge Verbindung zur Insel. Wir haben damals darüber gesprochen, ganz dorthin zu ziehen und uns selbst um die Gästehäuser zu kümmern. Aber dann bekamen wir Kinder." Momentan hat Sams Mutter Claire noch alle Geschäfte in der Hand, kann und möchte das aber auch nicht länger.

Wie teuer kann eine Insel sein?

Die Familie musste feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, eine ganze Insel zu verkaufen. Sie seien zu einem Makler gegangen, um Pebble Island schätzen zu lassen, berichtet Sam Harris. Doch da die Insel so lange in Familienbesitz war und in jüngerer Zeit kein ähnliches Eiland zum Verkauf stand, lässt sich kaum sagen, welcher Preis angemessen wäre.

"Wir sind offen für Angebote", sagt Harris. Der Familie geht es aber nicht darum, den höchsten Preis zu erzielen, sondern einen Käufer zu finden, der gut für Pebble Island ist. "Wir möchten, das es weiterentwickelt wird und an jemanden geht, der sich mit ganzem Herzen darum kümmert." Das sollte jemand sein, der sich mit Schafzucht und Wollhandel auskennt, der Erfahrung in der Landwirtschaft und Tierhaltung und auch Interesse an Tourismus hat. Touri-Bunker am Strand kann hier aber niemand bauen – ein großer Teil der Insel ist Vogel- und Naturschutzgebiet. Schließlich sind da ja noch die watschelnden Nachbarn in den schwarz-weißen Fracks.

Quelle: BBC

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wt