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Interview

CEO von "Once": Dating-App-Chef erklärt: So entscheidet der Algorithmus, wie attraktiv du bist

Benutzt du Tinder und Co.? Hast du bislang immer geglaubt, es sei Zufall, wer dir da angezeigt wird? Falsch gedacht. Ein Algorithmus, der eigentlich für Schachspieler entwickelt wurde, hat alles genau im Griff. Ein Interview mit dem CEO der Slow-Dating-App "Once".

Mann und Frau auf einem Date

Zufälle auf Dating-Plattformen? Gibt es nicht! Der Algorithmus hat alles unter Kontrolle.

Unsplash

Tinder, Bumble, Lovoo, Parship, Elite Partner, Chappy – die Möglichkeiten, im Internet nach dem Traumprinzen oder der Traumprinzessin zu suchen, sind scheinbar endlos. Auch Jean Meyer ist als Berufs-Amor in den Matchmaking-Ring gestiegen und will mit seiner sogenannten Slow-Dating-App "Once" einsame Herzen zusammenbringen – und zwar mit nur einem Match pro Tag. Wir hätten das Warten und die Geduld verloren und würden Beziehungen und Dates "wie eine Ware" konsumieren, findet Meyer. Das sei in seiner App anders: "Das Match, das du bekommst, sieht dich zur gleichen Zeit. Also bekommst du 24 Stunden seiner Aufmerksamkeit und dein Match 24 Stunden deiner Aufmerksamkeit. Und das ist eigentlich die wichtigste Währung geworden."

Eigentlich ein nobles Vorhaben, wäre da nicht das neue Feature, das die App vor Kurzem ihren Usern vorstellte: "Mach Once auf, um deinen Attraktivitäts-Score zu erhalten." Ein Punktesystem? Mit dem User nach ihrem Äußeren beurteilt werden? Klingt eher archaisch, als nach einer Dating-Revolution – also hakten wir nach.

"Once"-CEO über Algorithmen, schlechte Fotos und das Geschäft mit der Liebe

NEON: Meinst du nicht, dass ein Punkte-Score das Selbstbewusstsein einer Person zerstören könnte? Stell dir vor, du bist nicht besonders selbstbewusst und bekommst eine Zwei…

Jean Meyer: Die Sache ist die: Jeder Dating-Service auf dem Markt hat einen Attraktivitäts-Score wie diesen. Leute mit guten Scores werden mit anderen Leuten mit guten Scores gematcht. Das ist fürchterlich. Wir haben uns überlegt, ein bisschen schlauer an die Sache ranzugehen und dabei transparent zu bleiben. Wir leben in der Zeit der Daten und wir glauben, dass es wichtig ist, transparent damit umzugehen, wie wir Dinge tun. 

Okay, aber für die Transparenz hätte man auch ein FAQ in das Rating-Feature setzen können, in dem man beschreibt, wie der Algorithmus funktioniert. So sieht es aus, als hättet ihr damit eigentlich nur Leute zurück in die App locken wollen.

Natürlich wollen wir, dass die Leute die App wieder benutzen. Aber ich werde ihnen keine E-Mail mit "Hey, komm zurück und benutz die App" schreiben. Ich will ihnen relevante Informationen geben. Und natürlich ist das eine Strategie, um User wieder in die App zu holen. Das ist Marketing.

Hat es funktioniert?

Ja. Weil die Menschen neugierig sind und und ihren Score wissen wollen. Wir lügen sie ja nicht an, das ist ein echter Score. Wenn Tinder das machen würde, würde ich die App sofort öffnen.

Was ist dein Score?

Nicht besonders gut – 2.58. Aber – und vielleicht spricht da jetzt mein Ego –, das einzige, was mir das sagt, ist, dass meine Bilder nicht gut genug sind. Das ist doch gutes Feedback.

Meinst du nicht, dass das etwas damit zu tun hat, dass du ein Mann bist?

Darf ich dir ein Geheimnis verraten? Der Durchschnitts-Score für Frauen ist vier. Für Männer liegt er bei zwei.

Du hast mir vorhin gesagt, dass Menschen in den anderen Apps wie Ware behandelt werden. Dieser Score gibt einem Menschen buchstäblich einen Preis und sagt "So viel bist du auf dem Dating-Markt wert."

Ich kann verstehen, dass manche Leute das vielleicht in den falschen Hals kriegen.

Das ist doch, als würde ich durch eine Bar laufen und Männern ins Gesicht sagen "Nee, also du bist nur eine Vier – du bist nicht gut genug!"

Aber wir machen es ja nicht laut und öffentlich. Wir flüstern es dir ins Ohr, wie ein Geheimnis: "Übrigens, unsere User denken, du seist eine Vier. Das solltest du wissen. Aber wenn du dir die Haare kämmst und dich ein bisschen besser präsentierst, könntest du eine Sechs sein. Also benutz doch ein anderes Bild." Wir sind wie eine kleine Fee auf deiner Schulter, die dir hilft.

Und was, wenn das mein absolutes Lieblingsbild von mir selber ist?

Dann ist dein Lieblingsbild vielleicht das Bild, das du als das beste Bild von dir wahrnimmst. Im Grunde macht Tinder doch genau das Gleiche, nur dass es bei denen "Smart Photo" heißt. Sie suchen das Bild von dir heraus, das am besten performt und ziehen es nach vorne. Warum machen sie das? Weil man das selber schlecht beurteilen kann.

Ist das nicht wahnsinnig oberflächlich? Besonders für eine Firma, die sich damit rühmt, Dating persönlicher zu machen?

Alle brauchen einen Score, um dich zu matchen. Wir sind dabei einfach transparenter. Was ist die Alternative? Leute nach einem Score zu matchen, den es angeblich nicht gibt? Nur damit du in deiner Märchenwelt glauben kannst, dass du mit jemandem gematcht wirst, weil wir denken, dass das der Richtige für dich ist? Nein. Ihr wurdet von einem Algorithmus gematcht, weil ihr den gleichen Score habt. Natürlich ist es komplizierter als das, aber so funktioniert jede Matchmaking-Seite. Aber wie gesagt, die meisten Frauen bekommen eine Vier, von daher würde ich mir nicht allzu große Sorgen um ihr Ego machen.

Und was, wenn es ein schüchterner Kerl mit einem kleinen Bauch ist?

Wenn er seinen Score nicht wissen will, dann würde ich vorschlagen, dass er zurück zu Tinder geht, wo er sich dann darüber beschweren kann, dass er nur Frauen mit schlechten Bildern sieht, weil seine Bilder schlecht sind. Denn so funktioniert das, aber die wollen es nicht veröffentlichen. Wir schon.

Also werden Zweien mit Zweien gematcht und Vieren mit Vieren?

Es ist komplizierter als das, aber wenn wir sämtliche Informationen veröffentlicht hätten, wäre das zu kompliziert geworden.

Wer entscheidet, wer mit wem gematcht wird?

Am Anfang hatten wir noch menschliche Matchmaker. Weil man Stunden damit verbringen kann, Menschen nach ihren Interessen zu sortieren – aber so funktioniert es doch im echten Leben nicht. Im echten Leben sieht man jemanden und mag etwas im Gesicht der anderen Person, vielleicht wie sie lächelt. Das ist Bauchgefühl. Unser Gehirn ist darauf trainiert, festzustellen, was es attraktiv findet. Also haben wir unsere Matchmaker am Anfang gebeten, sich einfach auf ihr Bauchgefühl zu verlassen. Nicht basierend darauf, was sie attraktiv finden, sondern auf dieses Gefühl, das man auch hat, wenn man ein Paar auf der Straße sieht und denkt: "Die passen gut zusammen!" Und dann guckten wir uns die Ergebnisse an und meldeten ihnen unser Feedback zurück. Das haben wir eineinhalb Jahre lang so gemacht, bis wir genug Daten gesammelt hatten, um einen Algorithmus zu schreiben.

Aber werden Interessen und Hobbies da auch in Erwägung gezogen?

Das Bild macht 95 Prozent aus. Wir haben ein Beurteilungs-Feature, wo wir unsere User bitten Bilder – und nur Bilder – zu beurteilen. Die Ergebnisse daraus nutzen wir, um das Matching zu verbessern.

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Wenn ich da viele blonde Männer gut bewerte, werde ich dann mit vielen blonden Männern gematcht?

Ganz so einfach ist es nicht. Wir machen eine Clusteranalyse, die vor allem auf Menschen basiert, bei denen die Meinungen sehr geteilt sind. Stell dir vor, wir haben zwei unterschiedliche Frauen und somit zwei unterschiedliche Bilder. Sie haben beide den Durchschnittsscore von 2.5 von Fünf. Aber eine von ihnen hat jede Menge Zweien und Dreien bekommen und die andere jede Menge Einsen und Fünfen. Dann ist eine von ihnen der Durchschnitt und die andere polarisiert. Diejenige, die dem Durchschnitt entspricht, interessiert uns nicht. Die Leute, die uns interessieren, sind die, die die Meinung spalten. Denn die gehören vermutlich einem bestimmten Typ an. Entweder liebt man sie oder man hasst sie, was vermutlich bedeutet, dass sie beispielsweise – und entschuldige die Stereotypisierung – ein Hipster oder ein Goth sind.

Wenn du dieser Person eine Fünf gegeben hast, bedeutet das, dass du den gleichen Typ hast, wie alle anderen, die dieser Person eine Fünf gegeben haben. Natürlich gibt es da noch tausend weitere Ausklammerungen, aber die Chancen stehen auf jeden Fall besser. Und dabei geht es nicht nur um Äußerlichkeiten. Vielleicht hast du dein Foto im Grand Canyon gemacht, was bedeutet, dass du gerne reist und das mochten Menschen.

Und wie funktioniert das, wenn man zum Beispiel wie bei Tinder nach rechts und links wischt, anstatt Bilder zu bewerten?

Hast du "The Social Network" gesehen? Am Anfang schreiben sie einen Algorithmus ins Fenster. Das ist der "Elo-Score-Algorithmus". Der wurde eigentlich mal erfunden, um Schachspieler bewerten zu können. Wenn du einen wirklich guten Schachspieler geschlagen hast, ist dein Score automatisch schneller besser geworden. Es ist ein sehr alter Algorithmus, der sehr gut funktioniert, weshalb Tinder ihn auch benutzt. Wenn dich also beispielsweise eine Sieben nach rechts wischt, wird dein Score schneller besser werden, als wenn du ein Like von einer Drei bekommst. Und wenn eine Zehn dich mag, wird dein Score durch die Decke gehen.

Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?