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Generation Y: Kunst und Designer-Sneaker: Das sind die neuen Statussymbole der Millennials

Millennials kaufen lieber Kunst statt Autos, sagt eine neue Studie. Die Nachfolger der Babyboom-Generation setzen auf Nachhaltigkeit und gezielten Konsum.

Millennials Kunst Geld

Bling Bling ist out: Die Generation Y hat neue Statussymbole

Getty Images

Millennials haben nicht unbedingt den besten Ruf. Die sogenannte Generation Y, geboren zwischen den 1980er Jahren und den frühen 200er Jahren, gilt als internetaffin, entscheidungsunwillig und konsumscheu. Vertreter dieser Generation leben nicht den Vorstadttraum ihrer Eltern mit Haus, Auto und Sparkonto und konsumieren weniger. Beziehungsweise sie konsumieren anders als Generationen vor ihnen, wie nun eine Studie der Schweizer Bank UBS herausfand: Immer mehr junge Menschen zwischen 22 und 37 Jahren geben demnach Geld für Kunst aus. In den vergangenen zwei Jahren machten sie damit fast die Hälfte aller Kunstkäufer aus, die regelmäßig eine Million Dollar oder mehr für Kunstwerke investieren.

Kunst statt Auto

Die Studie unter dem Namen "Art Basel and UBS Global Art Market Report" wurde in Deutschland, Großbritannien, Japan, Hongkong und Singapur durchgeführt. "Für eine Generation, die vielleicht nie ein Auto besitzt, ist ihr Appetit auf Kunstkauf ermutigend", sagte UBS Group Chief Marketing Officer Johan Jervøe der Nachrichtenagentur Reuters. Deutlich wird auch, dass die jungen Käufer vor allem das Internet nutzen: Ein Großteil der Befragten gab an, Social-Media-Plattformen wie Instagram bei der Suche und beim Kauf von Kunst zu nutzen.

Wem Kunst als Statussymbol zu langweilig ist, der kann sich auch auf anderen Gebieten austoben. Denn klassische Statussymbole von Goldketten bis zum dicken Auto sind für wohlhabende Millennials längst out. Wer etwas auf sich hält, investiert in Fashion, Wasserflaschen oder Kühltaschen. 

Gezielter Konsum

Teure (und mittlerweile gern auch hässliche) Sneaker sind vor allem in der Techbranche Zeichen für eine Mischung aus Lässigkeit, Kreativität und Exklusivität. Und nicht nur Wertgegenstände sind ein Symbol für Besitz: "Fitness und Gesundheit sind besonders wichtig für Millennials", so Tülin Erdem, Marketing-Professorin der NYU, gegenüber dem Magazin "The Atlantic". Ausdrücken kann man das Ganze dann mit einer Mitgliedschaft in einem teuren Fitnessstudio, einer teuren Trend-Wasserflasche oder einer umweltfreundlichen Kühlbox.

Doch auch der Durchschnitts-Millennial kauft lieber dauerhafte und hochwertige Produkte. Laut dem Konsumbarometer von Consors Finanz, die im Herbst rund 17.000 Europäer befragte, setzen die Nachfolger der Babyboomgeneration auf gezielten Konsum. Statt eines eigenen Autos beteiligen sich immer mehr an Carsharing. Und auch bei Kleidung gilt: Weniger, aber dafür besser.

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lau