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Zwei Worte und Ruhe "OK, Boomer!" – 25-jährige Grünen-Politikerin weist Zwischenrufer schlagfertig in die Schranken

Die neuseeländische Grünen-Politikerin Chlöe Swarbrick sorgt für Begeisterung im Netz. Während einer Rede im Parlament zum Thema Klimawandel tut die 25-Jährige den Zwischenruf eines Kollegen mit der Floskel "OK, Boomer" ab.


"Meine Generation und die Generationen danach haben diesen Luxus nicht. Im Jahr 2050 werde ich 56 Jahre alt sein." *Zwischenruf* "Derzeit ist das Durchschnittsalter des Parlaments 49 Jahre. OK, Boomer."


Doch was hat es damit auf sich?


Bei "OK, Boomer" handelt es sich um einen Kampfslogan der Millennials und der Generation Z – also der nach 1980 Geborenen.


Er richtet sich gegen die Generation der Babyboomer und wird verwendet, um Aussagen, die als ignorant, veraltet oder als rückständig empfunden werden respektlos abzutun.


Die Top-Definition des Online-Slang-Wörterbuches "Urban Dictionary" lautet:


"OK, Boomer: Wenn ein Babyboomer Schwachsinn redet und du ihm nicht im Ansatz erklären kannst, warum er sich irrt, weil du dafür Jahrzehnte an Fehlinformationen und Ignoranz niederreißen müsstest – also wischt du es mit einem Okay beiseite." – lulaloops, Urban Dictionary


Mit anderen Worten bedeutet der Zwei-Wort-Satz: "Okay, Opa. Quatsch ruhig weiter."


Auf Twitter scheiden sich die Geister an der Floskel.
Manche Nutzer empfinden sie als Altersdiskriminierung. Andere hingegen feiern die damit verbundene Aufmüpfigkeit.


Bei der Diskussion um den Kampfslogan der jüngeren Generationen darf man nicht vergessen: Auch ältere Semester gehen nicht immer höflich und respektvoll mit der Jugend um.


Ein Beispiel: Nach 1990 Geborene werden von älteren Jahrgängen, besonders im englischsprachigen Raum, häufig als "Snowflakes" (Übersetzung: Schneeflocken) bezeichnet, da sie als übersensibel und auf politische Korrektheit bedacht gelten.


Offenbar gilt im Fall von "OK, Boomer" für beide Seiten das Sprichwort: Wer austeilt, der muss auch einstecken können.
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Die neuseeländische Grünen-Politikerin Chlöe Swarbrick sorgt für Begeisterung im Netz. Während einer Rede im Parlament zum Thema Klimawandel tut die 25-Jährige den Zwischenruf eines Kollegen mit der Floskel "OK, Boomer" ab.

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