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Meistertitel statt Bachelor?: Handwerk ist sexy: Warum die Ausbildung sinnvoller sein kann als ein Studium

Fast 2,9 Millionen Studierende gibt es zurzeit in Deutschland - ein neuer Rekord. Wenn das Studium der Barack Obama der Berufsausbildung ist, ist das Handwerk dagegen der ... Donald Trump? 

Von Marie Groß

Zwei Handwerker und eine Handwerkerin besprechen etwas über Tablet gebeugt, in Werkstatt.

Über 80 Prozent der Azubis im Handwerk sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrer Ausbildung (Symbolbild)

Getty Images

Was macht das Studium eigentlich so viel attraktiver als eine Ausbildung im Handwerk? Klar, viele denken sich vermutlich: "Wenn ich Abi mache, muss ich auch studieren." Für viele ist das aber leichter gesagt als getan, denn etwa 30 Prozent der Studierenden brechen ihr Bachelorstudium ab. Wir haben uns angeschaut, wie gut ihr im Handwerk tatsächlich aufgehoben wärt.

Wie ist das Angebot zu Ausbildungsplätzen im Handwerk und wie hat es sich entwickelt?

Oliver Thieß von der Handwerkskammer Hamburg (HWK Hamburg) berichtet, dass über 80 Prozent der Azubis im Handwerk zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrer Ausbildung seien. Ob für Studierende die gleichen Werte gelten? Das spricht sich natürlich rum: in den letzten drei Jahren stieg die Zahl derer, die sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, um 2,6 Prozent. Trotzdem wird das Angebot nicht knapp: 2017 blieben 15.000 Stellen unbesetzt - und das über 130 verschiedene Handwerksberufe hinweg. Wie cool einige davon sind, könnt ihr euch sogar auf Instagram anschauen.

Handwerk: Das sind die beliebtesten Berufe

Wir haben nachgeforscht, um euch bei euren Zukunftsentscheidungen unter die Arme greifen zu können.

Was sind die beliebtesten Handwerksberufe? Welche liegen derzeit im Trend und welche werden zukünftig eher von der Bildfläche verschwinden?

Auch im Handwerk gibt es Trend-Berufe und solche, die fast keiner mehr kennt. Im Trend liegen laut Oliver Thieß vor allem der Beruf des Kälteanlagenbauers, des Augenoptikers oder auch die Bauberufe. Weniger gefragt seien heutzutage Pinselmacher, Wachszieher und Böttcher, wofür auch kaum noch Ausbildungsplätze angeboten werden, so der ZDH. Die bekanntesten Handwerksberufe sind meist auch die, die sich um Nachwuchs am wenigsten Sorgen machen müssen. Dazu gehören Kfz-Mechatroniker, Elektroniker, Friseure und Tischler.

Wie verhält es sich mit "Männer-" und "Frauenberufen"?

Berufe werden dann als "Männerberufe" bezeichnet, wenn sie einen Männeranteil von über 80 Prozent haben. Umgekehrt gilt dasselbe für Frauenberufe. Laut BIBB steige der Frauenanteil in 80 von 105 Männerberufen. Diese Steigerungen seien aber eher niedrig. Der Männeranteil in Frauenberufen erhöhe sich lediglich bei den Friseuren, so Oliver Thieß.

Wie finde ich einen Handwerksberuf bzw. einen Betrieb, der wirklich zu mir passt?

Berufe, die zu euren Interessen passen, findet ihr zum Beispiel mit dem "Berufe-Checker" von "Das Handwerk". Besonders betont wird auch die Bedeutung von Praktika, die nahezu alle Ausbildungsbetriebe anbieten und die manchmal sogar Pflicht sind, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Dadurch kann man nicht nur den Beruf, sondern auch den Betrieb kennenlernen, denn natürlich ist auch das Zwischenmenschliche entscheidend für eine erfolgreiche Ausbildung. Oliver Thieß empfiehlt, schon im Praktikum darauf zu achten, dass die persönlichen Interessen mit den betrieblichen Werten übereinstimmen: "Wenn man als Elektroniker eigentlich gern Teil der Energiewende sein möchte, muss man beispielsweise darauf achten, dass der Betrieb auch Solaranlagen bei den Kunden aufbaut, wartet und repariert.“ Praktikums- und Lehrstellen in eurer Umgebung findet ihr zum Beispiel mit dem Lehrstellen-Radar.

Stellt die Digitalisierung eine Gefahr für das Handwerk dar?

Auch im Handwerk werden teilweise Arbeitskräfte durch Technik ersetzt. Angst vor der Digitalisierung müsse man aber trotzdem nicht haben. Größtenteils ermögliche sie die Weiterentwicklung vieler Berufe. Der ZDH erklärt uns das anhand der Seiler: Anstatt weiterhin nur Seile und Taue zu produzieren, machen sie nun auch hauchdünne Seile für Medizintechnik und Raumfahrt.

Verdient man mit einem Bachelor später mehr als Handwerker?

Die Experten können mit einigen dieser Vorurteile aufräumen. Das durchschnittliche Lebensarbeitseinkommen eines Handwerksmeisters sei ebenso hoch wie das des Bachelorabsolventen (ca. 2 Mio. Euro), verrät uns der ZDH. Das Arbeitslosenrisiko sei mit 2,1 Prozent zusätzlich niedriger. Einen Meistertitel zu machen, empfiehlt sich aber auch, um im Ausland Fuß fassen zu können, da er international hoch angesehen ist. Das Angebot an Fort- und Weiterbildungen zu nutzen, ist ebenfalls ausschlaggebend für den Erfolg und somit auch für das Einkommen. Am wichtigsten ist die persönliche Motivation. Wenn du kreativ und selbstbestimmt arbeiten willst, scheinst du im Handwerk genau richtig zu sein. Laut dem ZDH bieten sie hervorragende Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen: "87.968 Betriebe wurden 2017 gegründet und bilden Werkstätten für Selbstverwirklichung und Innovationen.“

Was qualifiziert mich für einen Ausbildungsplatz? 

Auch wegen "Überqualifikation“ muss man sich im Handwerk keine Sorgen machen. "2018 hatten über 20 Prozent unserer Azubis das Fachabitur oder das allgemeine Abitur.“, so Oliver Thieß. Die Noten seien für einen Ausbildungsplatz aber eher zweitrangig. In erster Linie gehe es um die Motivation der Bewerber, um ihr Interesse an Theorie und Praxis des Berufs und natürlich um ein gewisses Maß an gängigen Umgangsformen. Vorkenntnisse seien keine Voraussetzungen, können aber vorteilhaft sein.

Wie sichere ich mich am besten ab, wenn ich mich für einen Handwerksberuf entscheide?

Absichern könnt ihr euch im Handwerk am allerbesten durch Fort- und Weiterbildungen als Meister oder Betriebswirt. Ein Betriebswechsel und der Weg in die Selbstständigkeit wird dadurch geebnet. Welche Versicherungen vorteilhaft sind, hängt vom jeweiligen Beruf ab. Dazu könnt ihr euch zum Beispiel bei der Handwerkskammer informieren.

Kleiner Junge grübelt über Rätsel
mgr
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(