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Er hat immer noch nicht genug: Nach der Vollkatastrophe beim ersten Mal: Ja Rule plant ein zweites Fyre Festival

Es hätte schlechter nicht laufen können: Das Fyre Festival, welches Besuchern Luxus und großartige Musik versprach, stellte sich als glorifiziertes Zeltlager ohne Stars heraus. Und doch scheint Ja Rule eine Neuauflage organisieren zu wollen.

Fyre Festival Organisatoren Ja Rule und Billy McFarland

Die Fyre-Festival-Organisatoren Ja Rule und Billy McFarland

Picture Alliance

"Fyre Festival" ist inzwischen beinahe zum geflügelten Wort für alle Arten von Betrug und Schwindel geworden. Denn was Rapper Ja Rule und Unternehmer Billy McFarland im Jahre 2017 abzogen, ist dramatisch und verrückt genug, um inzwischen zwei Dokumentationen nach sich gezogen zu haben – zuletzt die sehr erfolgreiche Doku "Fyre" auf Netflix.

Was sie geplant und vermarktet hatten, war ein luxuriöses Musikfestival auf den Bahamas. Genauer: Auf der Insel "Norman's Cay", der angeblich früheren Privatinsel von Drogenboss Pablo Escobar. Was die Gäste bekamen, waren nasse Matratzen, Zelte und Sandwiches aus Styropor-Boxen auf einer Insel, die überhaupt gar nichts mit Escobar zu tun hatte. Zwar war der Plan zunächst gewesen, das Event auf einer Insel abzuhalten, die einst einem Handlanger Escobars aus dem Medellín-Kartell gehört hatte, aber die Erlaubnis hierfür wurde McFarland entzogen, nachdem er den Vertrag brach und nicht nur über die Escobar-Verbindung sprach, sondern sie auch noch ausschmückte.

Ja Rule plant zweites Fyre Festival – trotz Vollkatastrophe beim ersten Mal

Während das angebliche Line-Up etwa 30 Acts angekündigt hatte, in etwa Pusha T, Blink-182 und Major Lazer, sollte der einzige Act, der schlussendlich die Bühne betrat, eine lokale Band von den Bahamas sein. Kurzum: Das "Festival", das am Ende keines war und nach nur einer Nacht abgebrochen werden musste, war eine Vollkatastrophe. Jede Menge Schulden und zahlreiche Klagen im Anschluss inklusive. Billy McFarland musste sogar hinter Gitter. 

Und doch scheint Mit-Organisator Ja Rule noch nicht genug zu haben. In einem kurzen Interview, welches er dem US-Klatschblatt "TMZ" am Flughafen in LA gab, deutet der Rapper an, bereits Pläne für eine Neuauflage des Festivals, welches er selbst "das ikonischste Festival, das es nie gab" nennt, zu haben: "Ich habe Pläne, das ikonische Musikfestival zu kreieren, aber das habt ihr nicht von mir."

Und tatsächlich ist vorstellbar, dass ein solches Event trotz des katastrophalen ersten Versuchs ein Erfolg werden könnte.  Immerhin ist das "Fyre Festival" inzwischen fast jedem Menschen ein Begriff, der nicht in den letzten paar Jahren unter einem Stein gelebt hat. Bleibt nur zu hoffen, dass Ja Rule sich dieses Mal etwas professionellere Hilfe besorgt.

Auch für die Models und Influencerinnen wie Kendall Jenner, Hailey Baldwin und Emily Ratajkowski, die das Festival damals gegen Bezahlung auf Instagram und in einem Promo-Video beworben hatten, könnte die ganze Sache nun noch brenzlig werden. Ein Richter hat kürzlich entschieden, dass sie vor Gericht offenlegen müssen, was mit dem Geld passierte, welches sie für die Promo bekommen hatten. Besonders im Falle Jenners wird das spannend. Denn sie hat den Post einst nicht als Werbung gekennzeichnet hatte – trotz einer angeblichen Zahlung von 250.000 Dollar.

Fyre

Quellen: Billboard / BILD / TMZ 

jgs