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"World War Zero": DiCaprio, Schwarzenegger und Co. gründen Klima-Squad gegen Donald Trump

Schon vor dem Start der Weltklimakonferenz im Dezember hat die US-Regierung angekündigt, aus dem Weltklimaabkommen auszusteigen. Doch nun formiert sich namhafter Widerstand gegen die Klimapolitik von Präsident Donald Trump.

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Leonardo DiCaprio und Arnold Schwarzenegger (v.l.) sind Teil der von Ex-Außenminister John Kerry gegründeten Klimakoalition

Drastische Vorkommnisse erfordern drastische (Maß-)Na(h)men – das dachten sich wohl auch die Gründer von "World War Zero": Was klingt wie ein neuer Blockbuster, hat aber einen durchaus ernsten Hintergrund, handelt es sich hierbei doch um ein Bündnis für den Klimaschutz und gegen US-Präsident Donald Trump. Hinter dem Projekt stehen nämlich US-Politiker, prominente Schauspieler und Militärs, von Leonardo DiCaprio über Arnold Schwarzenegger bis zu Bill Clinton. Sie wollen sich nach eigenen Angaben für den Kampf gegen den Klimawandel einsetzen und die USA wieder zum Vorreiter in der Klimafrage machen.

Was will "World War Zero"?

Der Grund: Im November hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump nach zahlreichen Ankündigungen ernst gemacht und den Prozess zum Austritt aus dem Klimaabkommen von Paris in Gang gesetzt. Als eine der größten westlichen Industrienationen entzieht sich die USA damit den internationalen Klimazielen von Paris, die Erderwärmung auf zwei oder sogar 1,5 Grad zu reduzieren. Wie ernst es dem Präsidenten mit seiner Ankündigung ist, zeigt die Weltklimakonferenz, die am 2. Dezember in Madrid beginnt: Dort wird nur noch eine Kongress-Delegation aus den USA teilnehmen und nicht Trump selbst.

Doch nicht nur in Europa wird Widerstand gegen Trumps Klimapolitik laut. Nach Berichten der "New York Times" formiert sich schon seit Monaten rund um Ex-Außenminister John Kerry ein Bündnis aus Hollywoodgrößen, ehemaligen Staatsmännern und Militärs, die sich dem Kampf gegen den Klimawandel verschrieben haben. Neu hinzugestoßen seien in den vergangenen Wochen nun auch die ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und Jimmy Carter. Zu den insgesamt 60 Gründungsmitglieder sollen unter anderem auch Schauspieler Ashton Kutscher oder Ex-Außenpolitikerin Susan Rice zählen.

Mit dem Namen "World War Zero" wollen die Initiatoren auf die nationalen Sicherheitsrisiken, die aus der Klimakrise entstehen könnten, hinweisen und eine "Mobilisierung wie in Kriegszeiten" gegen CO2-Emissionen erreichen. Das Startbudget dazu liegt laut Initiator Jim Kerry bei 500.000 US-Dollar. Geplant sei, ab Januar sogenannte Town-Hall-Meetings in verschiedenen US-Bundesstaaten abzuhalten: "Wir werden versuchen, Millionen von Menschen zu erreichen, um eine Armee zu mobilisieren, die Maßnahmen gegen den Klimawandel fordern wird, die ausreichen, um die Herausforderung zu bewältigen", so Kerry.

Wie reagiert Trump?

Arnold Schwarzenegger hatte die Position der US-Regierung zuletzt als "Schwachsinn" bezeichnet: "Amerika hat noch nie in seiner Geschichte gesagt: 'Lass ein anderes Land zuerst etwas tun.' Wir sollten führen", forderte der Schauspieler und Politiker.

Das Weiße Haus hält sich bisher mit Reaktionen zurück. Angesprochen auf die neue Gruppierung kritisierte Sprecherin Sarah Matthews den Versuch, eine Senkung der Emissionen zu erzwingen, mit dem Argument, dass "die größten Emittenten, China und Indien, nicht dasselbe tun werden."

Wissenschaftler der Vereinten Nationen haben errechnet, dass die Welt die CO2-Emissionen bis 20130 halbieren und bis 2050 komplett beseitigen müsste, um die Erderwärmung sicher zu verringern. Für die USA hieße das, alle fossilen Brennstoffe so schnell wie möglich auslaufen zu lassen.

lau