Die führende Rolle der Vereinten Nationen müsse gestärkt werden, "ohne die UNO würden wir zurückkommen zu einem Recht des Stärkeren, wir hätten keine multilaterale Grundlage mehr", sagte der chinesische Außenminister weiter. Alle Länder müssten jedoch "die gleichen Regeln beachten", die in der UN-Charta festgehalten seien. "Das gilt für große Länder, kleine und mittlere", unterstrich er.
Zwar sei es richtig, dass "manche Länder eine Führungsrolle übernehmen bei der Einhaltung dieser Regeln", aber "es kann nicht sein, dass andere ihren Willen aufzwingen". Das globale System müsse "aktualisiert werden, damit die Rechte aller beachtet werden können", forderte Wang.
US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Monat beim Weltwirtschaftsforum in Davos einen von ihm geleiteten "Friedensrat" in Konkurrenz zu der von ihm geschmähten UNO lanciert. 19 weitere Staaten unterzeichneten das Gründungsdokument, darunter Argentinien und Ungarn. Mehrere eingeladene Staaten nahmen nicht teil - darunter auch Deutschland.