Die Polizei hatte zuletzt im Februar die Bevölkerung um Hinweise zu der 2001 im Godelheimer See gefundenen Toten gebeten. In der Folge meldete sich eine ehemalige Schülerin einer Krankengymnastikschule in Höxter, die sich an das Verschwinden einer Mitschülerin im Jahr 1988 erinnerte.
Die Polizei glich daraufhin Daten mit einem ähnlichen Vermisstenfall ab, in dem bereits eine Speichelprobe des Bruders der vermissten Frau vorlag. Der genetische Abgleich ergab deutliche Ähnlichkeiten, so dass die Identität der Toten geklärt werden konnte.
Die 25-jährige Krankengymnastikschülerin hatte vor ihrem Verschwinden eine kurze Notiz hinterlassen, die heute als Abschiedsbrief gewertet wird. Nach Prüfung des Falls gehen die Ermittler inzwischen nicht mehr von einem Verbrechen aus. Vielmehr sprechen die Umstände nach Polizeiangaben für einen Suizid.
Ausbildungstaucher hatten im Mai 2001 am Grund des Godelheimer Sees zufällig Teile eines stark verwesten, weiblichen Leichnams entdeckt. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen fanden Polizeitaucher nur Becken- und Beinknochen, während Kopf und Oberkörper verschwunden blieben. Die Ermittler gingen zunächst von einem Verbrechen aus.