Barrot äußerte sich kurz vor einem Gespräch der Außenminister der Arktis-Insel und Dänemarks mit der US-Regierung am Mittwoch in Washington. Der französische Außenminister bekräftigte, dass die arktische Insel nicht zum Verkauf stehe.
"Grönland will weder den USA gehören noch von den USA regiert oder in die USA eingegliedert werden", sagte Barrot. Eine potenzielle Übernahme Grönlands durch Gewalt sei eine "höchst befremdlich" Vorstellung, denn dies hieße, dass ein Nato-Mitglied ein anderes Nato-Mitglied angreife.
"Das ist Unsinn und widerspricht zudem den Interessen der USA", sagte Barrot. Grönland habe sich für Dänemark, die Nato und die EU entschieden. "Die Erpressungsversuche müssen aufhören", forderte er.
Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder den Besitzanspruch der USA auf Grönland erhoben. Er begründete dies mit US-Sicherheitsinteressen in der Arktis; rund um Grönland seien zu viele russische und chinesische Schiffe unterwegs. Auch die Anwendung militärischer Gewalt schloss er nicht aus.
Trotz seiner Zugehörigkeit zum Königreich Dänemark ist Grönland weitgehend autonom. Dänemark gehört wie die USA zur Nato und ist außerdem Mitglied der Europäischen Union. Dänemark und andere EU- und Nato-Länder hatten empört auf Trumps Drohungen reagiert.