Chamenei forderte zudem die Länder der Golfregion und im Nahen Osten auf, die US-Militärstützpunkte zu schließen. Angesichts der vor rund zwei Wochen begonnenen US-israelischen Angriffe schwor er Rache für die Opfer des Krieges in seinem Land. Rache habe Priorität, bis sie "vollständig erreicht" worden sei, betonte er. Dabei dankte er auch der "Widerstandsfront" im Jemen, Libanon und Irak.
Dass sich der 56-jährige Modschtaba Chamenei seit seiner Ernennung am Sonntag nicht öffentlich geäußert hatte, hatte in den vergangenen Tagen Spekulationen über seinen Verbleib ausgelöst. Der iranische Botschafter in Zypern hatte gesagt, vermutlich sei Modschtaba Chamenei bei dem Angriff auf seinen Vater verletzt worden.
Modschtaba Chamenei war am 8. März als Nachfolger seines Vaters Ali Chamenei zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt worden. Sein Vater war am 28. Februar, dem ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran, bei einem israelischen Luftangriff auf Teheran getötet worden. Auch dessen Mutter und seine Ehefrau wurden bei dem Angriff getötet.