Klimaanlagen-Probleme im ICE
Bahngewerkschaft sieht Mitschuld der Politik

Angesichts der Klimaanlagen-Probleme in ICE-Zügen der Deutschen Bahn hat die Bahngewerkschaft Transnet den Bund aufgefordert, dem Staatskonzern mehr Geld für Investitionen zu belassen.

Angesichts der Klimaanlagen-Probleme in ICE-Zügen der Deutschen Bahn hat die Bahngewerkschaft Transnet den Bund aufgefordert, dem Staatskonzern mehr Geld für Investitionen zu belassen. "Der Bund macht einen großen Fehler, wenn er der Bahn eine jährliche Rendite von 500 Millionen Euro abpresst", sagte Transnet-Vorstand Reiner Bieck der "Berliner Zeitung" vom Freitag. Die Bahn brauche das Geld für Investitionen, wie die Fuhrpark-Probleme im Winter und Sommer zeigten. Zudem sollte das Unternehmen weiteres Personal einstellen, um die "zu Recht empörten Reisenden" zu betreuen, forderte er.

Die Deutsche Bahn wurde 1994 privatisiert, die Anteile gehören bislang aber zu 100 Prozent dem Bund. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition in Berlin plant im Zuge ihrer Sparbemühungen, den Konzern zu einer jährlichen Dividendenzahlung von 500 Millionen Euro aus seinem Gewinn zu verpflichten. Auch Bahnchef Rüdiger Grube hatte die Pläne vor kurzem kritisiert und eine flexiblere Regelung je nach Geschäftsentwicklung gefordert.

AFP
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