Linkspartei gegen Überlegungen für Rente mit 70

Ines Schwerdtner
Ines Schwerdtner
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Die Linkspartei lehnt Überlegungen für eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre strikt ab. "Das ist eine Rentenkürzung durch die Hintertür", warnte Parteichefin Ines Schwerdtner am Montag in Berlin. Sie bezog sich auf Forderungen aus der CDU/CSU, über die auch im Rahmen der Rentenkommission der Bundesregierung beraten werden soll.

Dies würde bedeuten, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer "länger dafür arbeiten müssen, um die gleiche Rente zu erhalten wie jetzt mit 67 Jahren", warnte Schwerdtner. Auch seien solche Forderungen "absolut realitätsfern". "Viele können nicht länger arbeiten", sagte die Linken-Vorsitzende.

Schwerdtner begrüßte hingeben, dass in der Reformkommission der Regierung geprüft werden solle, ob auch Beamtinnen und Beamte, Selbständige und Abgeordnete in die Rentenversicherung einzahlen könnten. "Damit würde die Rentenversicherung auf breitere Beine gestellt", sagte sie. Schwerdtner bekräftige auch die Forderung der Linken, den Arbeitgeberanteil am Rentenbeitrag von 50 Prozent auf 60 Prozent zu erhöhen.

AFP

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