Gesundheitliche Gründe
Jan van Aken gibt sein Amt als Linken-Chef ab

Jan van Aken im März 2026
Jan van Aken im März 2026: kein Grund zu größerer Sorge
© Christian Spicker
Überraschung bei den Linken: Jan van Aken wird sein Amt als Parteivorsitzender im Juni zur Verfügung stellen. Als Grund nannte der Politiker gesundheitliche Gründe.

Jan van Aken gibt sein Amt als Co-Vorsitzender der Linken im Juni aus gesundheitlichen Gründen ab. Das teilte van Aken in Berlin mit. Ursprünglich wollte sich der 64-Jährige gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner beim Parteitag in Potsdam zur Wiederwahl stellen.

„Anders als bislang geplant, kann ich leider im Juni auf dem Bundesparteitag der Linken nicht wieder als Parteivorsitzender antreten“, teilte er jetzt mit. „Aus gesundheitlichen Gründen muss ich mein Amt im Juni niederlegen.“

Jan van Aken will Partei weiter zur Verfügung stehen

Es sei keine lebensbedrohliche Krankheit, und es bestehe kein Grund zu größerer Sorge. „Trotzdem muss ich auf mich aufpassen. Das tue ich hiermit.“ Er werde nicht komplett ausfallen, sondern das Mandat im Bundestag bis zum Ende der Legislatur ausüben. Er war über die Hamburger Landesliste in das Parlament eingezogen. Auch der Partei werde er weiter zur Verfügung stehen. Bis zum Parteitag bleibe er an der Seite von Schwerdtner im Vorsitz.

Beide waren im Oktober 2024 als Doppelspitze gewählt worden. Damals steckte die Partei mit Umfragewerten von nur noch zwei bis drei Prozent in einer tiefen Krise. Dem Duo gelang jedoch für die Partei die Wende. Bei der Bundestagswahl 2025 zog die Linke mit 8,8 Prozent wieder ins Parlament ein.

Van Aken: Partei ist auf gutem Weg

„Mir fällt dieser Schritt sehr schwer, weil ich es immer anders geplant hatte“, erklärte van Aken weiter und dankte Schwerdtner für die Zusammenarbeit. „Ich finde, die Partei ist auf einem guten Weg.“ Die Linke habe bei allen vier Wahlen in diesem Jahr deutlich zugelegt. Anders als von der Partei erhofft, scheiterte sie jedoch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an der Fünf-Prozent-Hürde.

Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert und um weitere Informationen ergänzt.

DPA
tis

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