Geburtstag und Jubiläum
Trump laufen die Musiker für seine Riesenparty weg – nun hat er einen neuen Plan

Bei öffentlichen Auftritten schläft Donald Trump ein, er ist impulsiv und hat körperliche Leiden. Längst wird diskutiert, ob der US-Präsident die gesamte Amtszeit durchsteht
Bei öffentlichen Auftritten schläft Donald Trump ein, er ist impulsiv und hat körperliche Leiden. Längst wird diskutiert, ob der US-Präsident die gesamte Amtszeit durchsteht
© Aaron Schwartz / Imago Images

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Mit einem riesigen Event wollte Donald Trump die USA und sich selbst feiern. Doch viele Künstler sagen ab. Nun hat er eine Alternative, die größer sei als Elvis: sich selbst.

Es ist der Traum eines Trump-Fans und der Albtraum seiner Gegner: Innerhalb von drei Wochen feiern die USA ihr 250-jähriges Bestehen – und der Präsident seinen 80. Geburtstag. Die Partylaune dürfte Trump in den vergangenen Wochen aber etwas getrübt worden sein: Zahlreiche Musiker haben es sich anders überlegt. Jetzt schlägt er mit einem neuen Plan zurück.

In einem Post auf seiner Plattform Truth Social gibt er sich kämpferisch. „Ich habe mitbekommen, dass manche Künstler Muffensausen bekommen, am Mittwoch aufzutreten“, schreibt Trump. „Also überlege ich, die größte Sehenswürdigkeit der Welt zu liefern.“ Gemeint ist natürlich, wie könnte es anders sein: er selbst. Dabei überschüttet er sich mit Superlativen. Er sei der größte Präsident aller Zeiten, würde größere Zuschauermengen anziehen als „Elvis in seiner Hochzeit“, prahlt Trump.

Donald Trump setzt auf sich selbst

Eigentlich hatten das Weiße Haus und die Initiative „Freedom 250“ eine ganze Reihe von Musikern angekündigt, die auf der vom 25. Juni bis zum 10. Juli stattfindenden Great American State Fair zu Ehren Trumps und der USA auftreten sollten. Doch offenbar wussten viele der angefragten Künstler nicht, worauf sie sich eingelassen hatten. Einer nach dem anderen sagte ab: Von Rapper Young MC, Country-Sängerin Martina McBride und zuletzt Poison-Sänger Bret Michaels verkündeten sie, doch nicht teilnehmen zu wollen. „Das ist nicht die lagerübergreifende Veranstaltung, für die mir gegenüber geworben wurde“, erklärte Michaels am Freitag.

Trump geht mit den Absagen so um, wie man es von ihm kennt: Er geht auf Angriff. „Ich werde den Platz dieser überbezahlten, drittklassigen ‚Künstler‘ einnehmen und in einer großen Rede Amerika so zusammenbringen, wie ich es seit meinem Amtsantritt getan habe“, verkündet der Präsident in seinem Post. „Ich möchte nicht, dass diese sogenannten Künstler viel zu viel Geld bezahlt bekommen, wenn sie dabei nicht glücklich sind. Ich will nur glückliche, smarte und erfolgreiche Leute um mich haben. Leute, die wissen, wie man GEWINNT.“ Daher seien nur Patrioten eingeladen, betont er.

Trumps Umgang mit dem 250. Jubiläum war von seinen politischen Gegnern umfangreich kritisiert worden. Den Höhepunkt soll ein Mixed-Martial-Arts-Kampf auf dem Rasen vor dem Weißen Haus bilden. Obwohl die Veranstalter betonen, eine parteiübergreifende Feier zu planen, haben die Gäste und Events einen klar konservativen Einschlag. 

Quellen: Truth Social, CNBC

mma

PRODUKTE & TIPPS

Kaufkosmos