Trump hatte sich zuletzt verärgert darüber gezeigt hatte, dass sich die Nato-Partner nicht an einem militärischen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus beteiligen wollen. Merz räumte am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rheinland-Pfalz ein, dass Trump "im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen" sei.
In seiner Regierungserklärung am Mittwoch hatte sich der Kanzler erneut von der US-israelischen Entscheidung zu einem Angriff auf den Iran distanziert. "Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er gegenwärtig gegangen ist", sagte Merz. Er bekräftigte auch seine Skepsis, was die Kriegsziele der USA und Israels angeht.
Zugleich betonte Merz sein Interesse an einer engen Beziehung zu den USA. "Wir wollen nicht, dass dieser Krieg zur Belastung für die transatlantische Partnerschaft wird", sagte der Kanzler in seiner Regierungserklärung. "Diese Partnerschaft wollen wir, und wir brauchen sie."