Das Auswärtige Amt wollte auf Anfrage zunächt nicht präzisieren, worauf sich die Drohungen bezogen hätten. Möglicherweise hat die Einbestellung mit einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums von vergangener Woche zu tun: Das Ministerium drohte darin, Unternehmen in Europa ins Visier zu nehmen, die Verbindungen zur Ukraine haben.
Genannt werden auch drei deutsche Firmen, unter anderem Davinci Avia - ein Tochterunternehmen des ebenfalls gelisteten niederländischen Rüstungskonzerns Destinus, der Motorenhersteller und Rüstungszulieferer 3W Professional in Hanau und das Münchner Luftfrachtunternehmen Airlogistics Germany.
Das russische Ministerium verweist in einer Nachricht im Online-Netzwerk Telegram auf Pläne der Ukraine, gemeinsam mit europäischen Partnern die Drohnenproduktion auszubauen. Es wertete die Pläne als "mutwilligen Schritt, der zu einer scharfen Eskalation der militärischen und politischen Situation auf dem gesamten europäischen Kontinent" führe. Die europäische Rüstungsunterstützung für die Ukraine werde die Länder "zunehmend in den Krieg mit Russland hineinziehen".