Der Kadaver des Wals in Dänemark drohte aufgrund von Fäulnisgasen zu platzen. Nun wird er obduziert. Die Entwicklung im stern-Newsblog.
Seit Anfang März irrte ein Buckelwal vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete dabei mehrmals – erst in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand – daher der Name „Timmy“ – und schließlich am 31. März endgültig vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht (Mecklenburg-Vorpommern). Von dort startete eine groß angelegte Rettungsaktion.
Buckelwal „Timmy“ ist tot
Der Buckelwal wurde in einer Transport-Barge Richtung Nordsee gebracht. Am 2. Mai wurde „Timmy“ freigelassen. Genau zwei Wochen später stand fest: Das Tier ist tot. Nun wird das Tier obduziert.
Alle Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Rune Weichert
Traurige Wal-Geschichte nähert sich dem Ende
Die traurige Geschichte von Buckelwal „Timmy“ nähert sich dem Ende. Mit dem Abtransport seiner Überreste dauert es allerdings noch. Sie sollen voraussichtlich kommende Woche abstransportiert werden. Das sagt Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung der Nachrichtenagentur DPA. Ein Abtransport der Container am Wochenende mache aufgrund eingeschränkter Öffnungszeiten der zuständigen Unternehmen wenig Sinn, heißt es.
Der Kadaver werde im Zuge der Obduktion in kleine Teile zerlegt, die dann in die vorbereiteten Container kommen, sagt Abildstrøm. Dann würden die Überreste aufs Festland gebracht und vernichtet.
Noch vor Beginn der Obduktion hatte eine Sprecherin des Fährunternehmens Anholt Greena der DPA gesagt, der für heute oder morgen geplante Abtransport von der Insel sei auf unbestimmte Zeit verschoben.
Einheimische wünschen sich, dass der Wal möglichst bald verschwindet. Sie fürchten, er könnte Badegäste an dem beliebten Strand abschrecken.
Um die Verwertung von Wal-Kadavern kümmert sich in der Regel ein Verwertungsunternehmen wie Daka Dänemark. In einer Fabrik werden Überreste der Wale in einzelne Bestandteile getrennt, wie ein Sprecher zuletzt erklärte. Bislang habe das Unternehmen aber noch keinen Auftrag für die Verwertung des Kadavers erhalten, hieß es am Mittwoch.
Der Kadaver werde im Zuge der Obduktion in kleine Teile zerlegt, die dann in die vorbereiteten Container kommen, sagt Abildstrøm. Dann würden die Überreste aufs Festland gebracht und vernichtet.
Noch vor Beginn der Obduktion hatte eine Sprecherin des Fährunternehmens Anholt Greena der DPA gesagt, der für heute oder morgen geplante Abtransport von der Insel sei auf unbestimmte Zeit verschoben.
Einheimische wünschen sich, dass der Wal möglichst bald verschwindet. Sie fürchten, er könnte Badegäste an dem beliebten Strand abschrecken.
Um die Verwertung von Wal-Kadavern kümmert sich in der Regel ein Verwertungsunternehmen wie Daka Dänemark. In einer Fabrik werden Überreste der Wale in einzelne Bestandteile getrennt, wie ein Sprecher zuletzt erklärte. Bislang habe das Unternehmen aber noch keinen Auftrag für die Verwertung des Kadavers erhalten, hieß es am Mittwoch.
Die Obduktion des Wals am Strand der dänischen Insel Anholt schreitet voran. Kai Moorschlatt / DPA
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Kai Müller
Die Obduktion des gestrandeten Wals hat begonnen. Almut Neumeister, Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, ordnet ein, welche Gefahren dabei drohen (stern+):
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Rune Weichert
Dem toten Tier wird nun Haut abgetrennt, wie auf Bildern von News5 zu sehen ist.
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Rune Weichert
Der tote Wal wurde auch vermessen.
Kai Moorschlatt/DPA
Kai Moorschlatt/DPA
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Rune Weichert
Auch die Knochen des Tieres werden laut der Expertin entnommen - und kommen dann zumindest teils in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. „Wir werden nicht das gesamte Skelett des Wals konservieren, sondern nur bestimmte Knochen“, erklärt Thøstesen. Dazu gehören etwa Flossenknochen oder Beckenknochen.
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Rune Weichert
Laut einer an der Obduktion von dem Buckelwal beteiligten Expertin sind Untersuchungen wie diese für die Forschung besonders wertvoll. Es könne zwar schwierig sein, die Todesursache festzustellen, sagt die dänische Forscherin Charlotte Bie Thøstesen vor Reportern am Strand der Urlaubsinsel Anholt. Das Ziel sei es dennoch, „so viele Informationen wie möglich über diesen gestrandeten Buckelwal zu sammeln“.
Denn: Bei Buckelwalen handelt es sich laut Thøstesen um Tiere, die nur schwer in ihrem natürlichen Lebensraum im Meer erforscht werden können. „Wenn wir hier also in Dänemark gestrandete Wale finden, nutzen wir sie, um Erkenntnisse über die wildlebenden Tiere zu gewinnen“, erklärt die Biologin, die die naturhistorische Abteilung am Museum Vest im dänischen Esbjerg leitet.
Denn: Bei Buckelwalen handelt es sich laut Thøstesen um Tiere, die nur schwer in ihrem natürlichen Lebensraum im Meer erforscht werden können. „Wenn wir hier also in Dänemark gestrandete Wale finden, nutzen wir sie, um Erkenntnisse über die wildlebenden Tiere zu gewinnen“, erklärt die Biologin, die die naturhistorische Abteilung am Museum Vest im dänischen Esbjerg leitet.
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Rune Weichert
Die Schwanzflosse, die Fluke, wurde nun von einer Baggerschaufel bewegt. Zwei Mitarbeiter in weißen Schutzanzügen schneiden daran.
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Rune Weichert
Es wird auf Anholt auch langsam dunkel. Auf den Livebildern ist nur noch der Walkadaver zu sehen, daneben eine große Blutlache. Eine der Mitarbeiterinnen schneidet noch am Tier, andere stehen neben dem Buckelwal.
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Rune Weichert
Der abgetrennte Flipper wird nun von einem Bagger angehoben und abtransportiert.
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Rune Weichert
Nun ist eine der Flipper, der Seiten- bzw. Brustflossen des Wals, vollständig abgetrennt, wie die Livebilder zeigen.
(Hinweis: Auf den Bildern sind Blut und Innereien zu sehen.)
(Hinweis: Auf den Bildern sind Blut und Innereien zu sehen.)
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Rune Weichert
Dieses Foto zeigt die Arbeiten zur Obduktion an dem toten Buckelwal.
Kai Moorschlatt/DPA
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Rune Weichert
Wie die Livebilder von News5 zeigen, wurden auch vorne vom Maul des toten Wals Stücke herausgeschnitten.
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Rune Weichert
Mit einem Bagger wird eine der Flipper bewegt. Offenbar soll es dem Obduktionsteam so erleichtert werden, diese komplett vom toten Wal abzutrennen. Möglicherweise werden von dort aber auch Gewebeproben entnommen. Es ist nicht ganz ersichtlich, was dort genau vorgenommen wird.
Hinweis: Zuvor hieß es, die Fluke wurde bewegt. Dies wurde im Blog korrigiert.
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Rune Weichert
Jetzt ist auf den Livebildern von News5 zu sehen, wie ein Flipper des Wals abgetrennt werden.
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Rune Weichert
Warum die Opduktion? Die Experten wollen herausfinden, woran der Buckelwal, der seit Wochen Schlagzeilen macht, gestorben ist. Abschließend geklärt werden soll auch, ob der Wal mit dem Jungennamen „Timmy“ – wie bereits vermutet – eigentlich ein Weibchen ist. Unter anderem sind auch die Entnahme von Hautproben für einen DNA-Test geplant. Anberaumt dafür sind etwa sechs Stunden.
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DPA