Statistisches Bundesamt
Hautkrebs-Fälle haben sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt

Hautkrebs Scan
Gibt es ein Hautkrebs-Screening bald nur noch für Risikogruppen?
© Eva Manhart/APA / DPA

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Die Zahl der Hautkrebs-Fälle steigt stetig. Allerdings werden durch regelmäßige Screenings auch mehr Fälle erkannt. Auch bei den Todesfällen ist die Tendenz weiter steigend.

Die Zahl der Hautkrebs-Patienten in deutschen Krankenhäusern hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamts. 2024 waren es 120.100 stationär mit Hautkrebs behandelte Patienten und damit 95 Prozent mehr als noch 2004. 

Ein Grund ist die alternde Bevölkerung: Das Hautkrebsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an. Mutmaßlich werden heute aufgrund großflächigerer Screening-Angebote zudem deutlich mehr Fälle überhaupt erkannt.

Hautkrebs-Tote über dem Durchschnitt

Auch die Zahl der Todesfälle durch Hautkrebs hat zugenommen: 4600 Menschen starben 2024 an Hautkrebs, das waren dem Statistischen Bundesamt zufolge 65 Prozent mehr als noch 20 Jahre zuvor. Hautkrebs liegt damit über dem Durchschnitt: Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Krebstoten in Deutschland insgesamt um rund zehn Prozent. Mehr als die Hälfte der 2024 an Hautkrebs Gestorbenen war 80 Jahre oder älter (knapp 53 Prozent). 

Vor allem die Fälle von hellem Hautkrebs haben in den Krankenhäusern zugenommen: Sie haben sich der Statistik zufolge in dem 20-Jahres-Zeitraum um 117 Prozent gesteigert. Bei schwarzem Hautkrebs waren es rund 42 Prozent mehr Fälle. 

Laut dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ist der wichtigste Risikofaktor für fast alle Hautkrebsarten UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung). Konsequenter Sonnenschutz – unter anderem durch Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor – wird deshalb dringend empfohlen.

DPA
nik

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