Vielen Tier- und Pflanzenarten in Deutschland geht es nicht gut. Die industrielle Landwirtschaft und Nutzwälder rauben ihnen Lebensräume; oftmals wurden sie auch über viele Jahrzehnte bejagt oder durch Pestizide dezimiert. Doch europäische und deutsche Artenschutzprogramme schützen verbliebene Populationen und den Raum für neue. Ein besonders erfolgreiches Beispiel für gelungenen Artenschutz ist der Wolf, der sich innerhalb von 25 Jahren in einigen Teilen des Landes wieder erfolgreich etabliert hat. „Wir sollten solche Erfolge mehr feiern, statt uns Sorgen um mögliche Konflikte zu machen“, sagt der Biologe, Wolfskenner und Buchautor Axel Gomille („Deutschlands wilde Wölfe“).
Auch die einst selten gewordenen Kraniche ziehen heute wieder ganz selbstverständlich ihre Kreise am Himmel über uns. Ebenso Seeadler, die hierzulande fast ausgestorben waren. Erfolge verzeichnet der Artenschutz auch bei manchen Insekten-, Reptilien- und Pflanzenspezies. Nicht gut steht es weiterhin um viele heimische Amphibien. Ihnen fehlt es oft an geeigneten Gewässern, um Nachwuchs zu bekommen.
Manchmal scheitert die Wiederansiedlung auch an den Menschen vor Ort. Das Wisent, auch Europäischer Bison genannt, war unter anderem im Rothaargebirge (NRW) wieder heimisch geworden. Doch nachdem es öfter Waldarbeitern in die Quere kam, wurden die ursprünglich frei laufenden Tiere zunächst mit Zäunen eingehegt und schließlich im vergangenen Jahr in den Kaukasus umgesiedelt.
Welche Spezies nun wieder häufiger zu finden sind, zeigt die folgende Galerie.