Eichhörnchen und Marienkäfer sind besonders beliebt; Spinnen, Krähen und Nacktschnecken stehen auf der Skala ganz weit unten: Eine Studie der Technischen Universität München (TUM), der Universität Jena und der Technischen Universität Wien zeigt, wie ungleich Stadtmenschen ihre Zuneigung zu Wildtieren verteilen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Umgang mit einzelnen Kreaturen, sondern beeinflusst auch unser Bild von der Natur als Ganzes.
Bei der Bewertung spielen weniger der direkte Kontakt und das eigene Erlebnis mit den Tieren, sondern vielmehr kulturelle Erfahrungen eine Rolle. Frösche sind in Märchen beispielsweise verzauberte Könige, eine Schlange dagegen bringt in der Bibel Adam und Eva auf schlechte Gedanken. Wölfe wiederum fressen in den Geschichten der Gebrüder Grimm Geißlein und Großmütter, Rehe aber gelten seit dem Kinderfilm „Bambi“ als süß und niedlich.
Woran es häufig mangelt, ist faktisches Wissen. Denn auch die verachteten Geschöpfe sind ein wichtiger Teil unserer Welt – und die vermeintlich guten Kreaturen sind nicht immer so nett, wie vermutet. In dieser Bildergalerie zeigen wir Ihnen die bislang wenig beachteten Seiten unterschiedlicher Tiere.