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Oscar für besten Film geht an "The Artist"


Der Schwarz-Weiß-Film "The Artist" ist mit dem Oscar für den besten Film des Jahres ausgezeichnet worden.

Der Schwarz-Weiß-Film "The Artist" ist mit dem Oscar für den besten Film des Jahres ausgezeichnet worden. Der Streifen des französischen Filmemachers Michel Hazanavicius erhielt die Trophäe bei der Oscar-Gala in Los Angeles. Hazanavicius wurde zuvor bereits mit dem Oscar für die beste Regie geehrt. Insgesamt holte der in zehn Kategorien nominierte Streifen fünf Oscars. Der französische Schauspieler Jean Dujardin und seine US-Kollegin Meryl Streep wurden als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet. Die deutschen Oscar-Hoffnungen erfüllten sich nicht.

In der Kategorie des besten Films setzte sich "The Artist" gegen acht Mitbewerber durch: die Kinderbuch-Verfilmung "Hugo Cabret", den Sportfilm "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball", das Pferde-Epos "Gefährten" ("War Horse"), "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten", die Südstaaten-Geschichte "The Help", den Woody-Allen-Film "Midnight in Paris", das Drama "The Tree of Life" sowie "Extrem laut und unglaublich nah", der die Terroranschläge vom 11. September aus der Perspektive eines kleinen Jungen verarbeitet.

Hazanavicius setzte sich in der Sparte beste Regie unter anderem gegen die Regie-Veteranen Martin Scorsese ("Hugo Cabret") und Woody Allen ("Midnight in Paris") durch. "Ich bin im Moment der glücklichste Regisseur der Welt", sagte er in seiner Dankesrede. Hazanavicius ist nach Roman Polanski erst der zweite französische Filmemacher, der mit dem Regie-Oscar ausgezeichnet wurde. Polanski gewann die Trophäe 2003 für das Holocaust-Drama "Der Pianist".

Dujardin erhielt den begehrten Filmpreis für seine Verkörperung des Stummfilmstars George Valentin in "The Artist". Streep wurde für ihre Darstellung der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher in "Die eiserne Lady" geehrt.

"Wenn George Valentin reden könnte, würde er sagen: Verdammt, genial, danke, großartig", sagte Dujardin und dankte Regisseur Michel Hazanavicius für "dieses unglaubliche Geschenk". Dujardin gewann als erster Franzose einen Oscar für die beste Hauptrolle. Er setzte sich unter anderem gegen die Hollywood-Beaus Brad Pitt ("Die Kunst zu gewinnen - Moneyball) und George Clooney ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten") durch. Außerdem waren Demián Bichir ("A Better Life") und Gary Oldman ("Tinker Tailor Soldier Spy") nominiert.

Für Streep ist es bereits der dritte Oscar. Die Grande Dame Hollywoods setzte sich gegen Viola Davis ("The Help"), Glenn Close ("Albert Nobbs"), Michelle Williams ("My Week with Marilyn") sowie Rooney Mara ("Verblendung") durch.

Der Oscar für die beste Regieleistung des Jahres geht an den französischen Regisseur Michel Hazanavicius für seinen Schwarz-Weiß-Stummfilm "The Artist". Der 44-jährige

Das iranische Ehe-Drama "A Separation" wurde als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Regisseur Asghar Farhadi widmete den Oscar den Menschen im Iran. Mit Blick auf den eskalierenden Atomstreit zwischen Teheran und dem Westen sagte der Filmemacher, die Iraner seien "ein Volk, das alle Kulturen und Zivilisationen respektiert und Feinseligkeit und Ressentiments verachtet".

Der kanadische Schauspieler Christopher Plummer gewann den Oscar als bester Nebendarsteller. Der 82-Jährige wurde für seine Rolle in "Beginners" ausgezeichnet. Darin spielt er einen alternden Homosexuellen, der sich erstmals offen zu seiner sexuellen Orientierung bekennt.

Als beste Nebendarstellerin wurde die US-Schauspielerin Octavia Spencer für ihre Rolle in dem Südstaaten-Drama "The Help" ausgezeichnet. Spencer setzte sich unter anderem gegen Jessica Chastain durch, die ebenfalls für eine Nebenrolle in "The Help" nominiert war.

Der Kurzfilm "Raju" der deutschen Nachwuchs-Filmemacher Max Zähle und Stefan Gieren ging leer aus. Als bester Kurzfilm wurde dagegen die irisch-britische Produktion "The Shore" ausgezeichnet, die vom Wiedersehen zweier Jugendfreunde handelt. Zuvor hatte bereits der als bester Dokumentarfilm nominierte Streifen "Pina" von Wim Wenders keinen Oscar erhalten.

Die Berlinerin Lisy Christl, die für ihre Kostüme in Roland Emmerichs Shakespeare-Film "Anonymus" nominiert war, wurde ebenfalls nicht ausgezeichnet.

AFP AFP

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