Starmer sieht sich nach dem Debakel der Labour Party bei den Kommunal- und Regionalwahlen mit Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen konfrontiert. Der Regierungschef schließt einen Rückzug aber bislang aus. Am Wochenende hatte bereits der kurz zuvor zurückgetretene Gesundheitsminister Wes Streeting angekündigt, als möglicher Nachfolger des angeschlagenen Partei- und Regierungschefs zu kandidieren. Wer Vorsitzender der regierenden Labour-Partei wird, die im Parlament eine deutliche Mehrheit hat, wird automatisch Premierminister.
Burnham, der dem linken Flügel von Labour angehört, ist derzeit der beliebteste britische Politiker über alle Parteigrenzen hinweg. Bevor er Bürgermeister der Metropolregion Manchester wurde, war er von 2001 bis 2017 Abgeordneter und zeitweilig auch Minister. Er hat bereits mit dem Wahlkampf im unweit von Manchester gelegenen Makerfield begonnen, trifft dort indes auf starke Konkurrenz von der Partei Reform UK.
Zwar hatte Labour die Parlamentswahl dort 2024 knapp gewonnen, bei den jüngsten Regionalwahlen am 7. Mai gewannen die Rechtspopulisten aber jeden einzelnen Bezirk in dem Wahlkreis. Gegen Burnham tritt für die einwanderungsfeindliche Reform-UK-Partei Robert Kenyon an, ein Klempner aus der Region.
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