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+++ Ticker +++

News von heute: Mutmaßlicher Straftäter bei Kontrolle von Polizei erschossen

373 Punkte in Flensburg: Autofahrer bei illegaler Spritztour auf frischer Tat von Polizei ertappt +++ Republikaner gewinnt Nachwahl in North Carolina +++ Nordkorea testet "extragroßes Mehrfach-Raketenwerfer-System" +++ Die News von heute im stern-Ticker: 

Bei einer Fahrzeugkontrolle ist auf dem Berliner Ring ein Mann durch Schüsse von Beamten tödlich verletzt worden

Bei einer Fahrzeugkontrolle durch die Polizei ist auf dem Berliner Ring ein Mann durch Schüsse von Beamten tödlich verletzt worden

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mutmaßlicher Straftäter bei Kontrolle von Polizei erschossen (19.41 Uhr)
  • 373 Punkte in Flensburg: Uneinsichtiger Fahrer muss mit Haft rechnen (17.10 Uhr)
  • Verletzte bei Messerstecherei in Florida - Verdächtiger gefasst (17.04 Uhr)
  • NPD-Mann wurde bereits zuvor einstimmig in ein Gemeindeamt gewählt (11.57 Uhr)
  • Anti-Terror-Razzia in Norddeutschland (8.38 Uhr)
  • Verurteilter Mörder in Texas hingerichtet (4.45 Uhr)


Die News des Tages im stern-Ticker: 

+++ 22.13 Uhr: US-Regierung plant Verbot von aromatisierten E-Zigaretten ++++

Die US-Regierung plant ein landesweites Verbot von E-Zigaretten mit Aromastoffen. Entsprechende Vorschriften seien in Arbeit, sagte Gesundheitsminister Alex Azar in Washington. Die US-Gesundheitsbehörden sind alarmiert über eine Welle von schweren Lungenerkrankungen, bei denen ein Zusammenhang mit E-Zigaretten vermutet wird. Mehr als 450 Fälle sind bislang bekannt, sechs der betroffenen Patienten starben. Viele der Erkrankten sind junge Leute.    

Die Betroffenen leiden unter Symptomen wie Atemproblemen und Brustschmerz, viele mussten künstlich beatmet werden. Mehrere Jugendliche liegen im künstlichen Koma, einer von ihnen braucht nach Angaben seiner Ärzte voraussichtlich eine Lungentransplantation. Auch Präsident Donald Trump nahm sich des Themas an: Seine Frau Melania und er seien als Eltern beunruhigt über die Erkrankungswelle im Zusammenhang mit E-Zigaretten, sagte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit Azar im Oval Office. "Menschen sterben durch das Rauchen von E-Zigaretten."     

Allerdings werden die Ursachen der Welle von Lungenerkrankungen derzeit noch untersucht. Azar erläuterte, das geplante Verbot solle für sämtliche E-Zigaretten gelten mit Ausnahme von solchen mit Tabakgeschmack. Später ergänzte Azar im Kurzmitteilungsdienst Twitter, das Verbot könne auch auf E-Zigaretten mit Tabakgeschmack ausgedehnt werden, falls sich herausstellen sollte, dass Jugendliche nach dem Verbot aromatisierter Produkte auf diese auswichen. 

+++ 22.03 Uhr: Leiche in Hannover gefunden - Polizei geht von Tötungsdelikt aus +++

Der Fund eines Leichnams in einer Wohnung gibt der Polizei in Hannover Rätsel auf. "Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Kriminalpolizei vom Verdacht eines Tötungsdeliktes aus", teilte die Polizeidirektion in Hannover mit. Der Leichnam sei bei Ermittlungen in einem Vermisstenfall entdeckt worden. Bei der Überprüfung der Wohnung einer seit Ende August vermissten 61-Jährigen hätten sich "eindeutige Hinweise" auf einen Leichnam in den Räumlichkeiten ergeben. In einem den Angaben zufolge nicht offen einsehbaren "Verschlag" hätten die Kriminalbeamten dann die Leiche entdeckt.

"Momentan können weder gesicherte Angaben zum Geschlecht noch zur Identität der gefundenen Person gemacht werden", hieß es. Um möglichst wenige Spuren zu vernichten, sei der Leichnam von der Feuerwehr über das geöffnete Dach des Hauses im Stadtteil Ahlem geborgen worden. Zur Obduktion sei die Leiche dann in die Rechtsmedizin gebracht worden. Wann die Obduktion stattfinden sollte, blieb zunächst unklar. Zu Hintergründen wurde nichts bekannt.

+++ 21.55 Uhr: Leiter von überfülltem Flüchtlingslager auf Lesbos gibt auf +++

Der Leiter des wegen chronischer Überfüllung und unhygienischen Bedingungen umstrittenen Flüchtlingslagers auf der griechischen Insel Lesbos wirft hin: Er gehe "erhobenen Hauptes", sagte Yannis Balpakakis der griechischen Nachrichtenagentur ANA. Er habe "unter schwierigen Umständen getan, was getan werden musste" und sei nun "müde". Das Lager Moria auf Lesbos steht seit Jahren in der Kritik, da es chronisch überfüllt ist. Nach der Ankunft von 3000 neuen Flüchtlingen im August hatte sich die ohnehin schwierige hygienische Situation in dem Zeltlager weiter verschlechtert. Ende August lebten nach UN-Angaben fast 11.000 Menschen in dem Lager, das eigentlich nur für 3000 ausgelegt ist.

+++ 21.24 Uhr: Polizei in Mexiko soll gezielte Tötungen als Schießerei getarnt haben +++

Eine angebliche Schießerei zwischen Gangstern und der Polizei mit acht toten Kriminellen in Mexiko soll von den Sicherheitskräften vorgetäuscht worden sein. In dem Fall werde ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Tamaulipas mit. Im Fernsehen waren Videos von Zeugenaussagen und aus Sicherheitskameras gezeigt worden, die von der lokalen Menschenrechtsorganisation CDHNL in Nuevo Laredo stammten. Diese widersprachen der offiziellen Version des Vorfalls vom vergangenen Donnerstag in der Stadt an der US-Grenze.

CDHNL warf der Polizei von Tamaulipas vor, die fünf Männer und drei Frauen aus ihren Wohnungen entführt, als angebliche Mitglieder einer kriminellen Bande in Militäruniformen gekleidet und gezielt getötet zu haben. Anschließend sollen die Sicherheitskräfte den Tatort manipuliert haben, so dass es so aussah, als seien die Opfer bei einer Schießerei mit der Polizei getötet worden. Diese hatte damals mitgeteilt, Beamte seien von mutmaßlichen Angehörigen der sogenannten Höllentruppe des Nordost-Kartells angegriffen worden. Mexikanischen Sicherheitskräften war bereits in der Vergangenheit vorgeworfen worden, im Rahmen des Kampfes gegen die organisierte Kriminalität außergerichtliche Hinrichtungen begangen zu haben. 

Video: Kramp-Karrenbauer will mehr Geld für die Bundeswehr

+++ 20.51 Uhr: US-Regierung genehmigt milliardenschweren Kampfjet-Verkauf an Polen +++

Das amerikanische Außenministerium hat den geplanten Verkauf von 32 neuen US-Kampfjets an Polen genehmigt. Der Rüstungsdeal soll sich voraussichtlich auf rund 6,5 Milliarden US-Dollar (rund 5,9 Milliarden Euro) belaufen, wie das Verteidigungsministerium in Washington mitteilte. Der Kongress sei am Dienstag über den geplanten Verkauf der Tarnkappenflugzeuge vom Typ F-35 unterrichtet worden. 

Die polnische Regierung will die Armee des Landes in den kommenden Jahren modernisieren und hatte Investitionen in Milliardenhöhe angekündigt. Beim Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence vergangene Woche hatte der polnische Staatspräsident Andrzej Duda auch Interesse an neuen amerikanischen Hubschraubern geäußert.

+++ 20.38 Uhr: Noch 2500 Vermisste nach Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas +++

Anderthalb Wochen nach dem Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas werden noch 2500 Menschen vermisst. Das teilten die Rettungsdienste der Inselgruppe mit. Der Wirbelsturm war am 1. September über die Bahamas hinweggefegt, die Zahl der Todesopfer wurde zuletzt mit 50 angegeben.

+++ 19.41 Uhr: Mutmaßlicher Straftäter bei Kontrolle von Polizei erschossen +++

Bei einer Fahrzeugkontrolle ist auf dem Berliner Ring ein Mann von der Polizei erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Beamten das Fahrzeug gegen 15.30 Uhr an der Anschlussstelle Hellersdorf auf der A10 nordöstlich von Berlin gestoppt. Die polnischen Kennzeichen des Wagens waren wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes im Nachbarland zur Fahndung ausgeschrieben.

Nach ersten Erkenntnissen richtete der Fahrer eine Waffe auf die Polizisten, wie die Behörde mitteilte. Die Beamten schossen demnach mehrfach auf den Mann und verletzten ihn dabei tödlich. Die Ermittlungen zur zweifelsfreien Identität des Mannes liefen am Abend noch.

Nach Angaben der polnischen Polizei hatte der bewaffnete Mann am selben Tag gegen 13.00 Uhr eine Wäscherei in Gorzow in der polnischen Woiwodschaft Lebus, etwa 80 Kilometer nordöstlich von Frankfurt (Oder) betreten. Dort feuerte er einen oder mehrere Schüsse auf eine 26-jährige Ukrainerin ab. Sie starb. Wegen der Fahndung habe man alle umliegenden Polizeiwachen informiert, darunter auch die deutsche Seite.

Kriminaltechniker waren an der Autobahn vor Ort und untersuchten den Wagen des mutmaßlichen Straftäters, der allein in dem Fahrzeug gesessen haben soll. Zum Alter des Mannes konnte die deutsche Polizei noch keine Angaben machen. Auch nicht, seit wann er im Nachbarland zur Fahndung ausgeschrieben war und wen er wann erschossen haben soll. Ob der Mann auch geschossen habe, sei Gegenstand der Ermittlungen. In dem Funkwagen, der das Auto des mutmaßlichen Straftäters gestoppt hatte, waren zwei Beamte. Die Ermittler suchen auch Zeugen des Vorfalls an der Autobahnanschlussstelle.

+++ 19.28 Uhr: Hunderttausende demonstrieren in Barcelona für Unabhängigkeit Kataloniens +++

Zwei Jahre nach der gescheiterten Abspaltung von Spanien sind in Barcelona hunderttausende Menschen für die Unabhängigkeit Kataloniens auf die Straße gegangen. Laut Polizei beteiligten sich rund 600.000 Menschen an Protesten anlässlich des katalanischen Nationalfeiertags Diada - 400.000 weniger als noch vor einem Jahr. Das seit 2006 bestehende Statut Kataloniens sichert der wohlhabenden Region im Nordosten Spaniens mit ihren 7,5 Millionen Einwohnern bereits jetzt eine Art Autonomie zu. Den in Barcelona regierenden Unabhängigkeitsbefürwortern geht dies nicht weit genug, sie fordern einen Volksentscheid über die Loslösung von Spanien.    

Der jahrelange Streit um den Status Kataloniens war vor zwei Jahren eskaliert. Nach einem von Madrid nicht genehmigten Referendum hatte das katalanische Parlament einseitig die Unabhängigkeit Kataloniens ausgerufen. Die spanische Zentralregierung setzte die Regionalregierung daraufhin ab. Mehrere katalanische Unabhängigkeitsbefürworter wurden inhaftiert, der ehemalige Regionalpräsident Carles Puigdemont und mehrere seiner Kabinettsmitglieder flohen ins Ausland.

+++ 19.06 Uhr: Erstmals Wasserdampf in Atmosphäre von bewohnbarem Planeten entdeckt +++

Astronomen haben zum ersten Mal Wasserdampf in der Atmosphäre eines theoretisch bewohnbaren Planeten entdeckt. Die am Mittwoch in der Fachzeitschrift "Nature Astronomy" veröffentlichte Entdeckung könnte ein neuer Meilenstein bei der Suche nach Zeichen von Leben außerhalb unseres Sonnensystems sein. Sie bedeutet aber nicht, dass es tatsächlich Leben auf dem 110 Lichtjahre entfernten Exoplaneten K2-18b gibt.

9/11-Gedenken: Trauer in New York: Menschen erinnern an die Opfer des 11. September

+++ 18.26 Uhr: China will auf seine Tiefkühl-Schweinefleischreserven zurückgreifen +++

In China sorgt sich die Führung kurz vor dem 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik um den stark gestiegenen Preis für Schweinefleisch. Die mächtige Entwicklungs-und Reformkommission erklärte, sie sei zuversichtlich, den Preis stabil halten zu können. Derzeit werde erwogen, auf die Tiefkühl-Reserven zurückzugreifen, sagte Kommissionsvertreter Peng Shaozhong in Peking. Damit sei die Versorgung während des Feiertags am 1. Oktober und des Neujahrsfestes im Januar "garantiert".     

Der Preis für das beliebte Schweinefleisch war im August im Vorjahresvergleich um knapp 47 Prozent gestiegen. Grund ist die Afrikanische Schweinepest in China, die sich seit August 2018 ausbreitet. Im ersten Halbjahr 2019 schrumpfte der Bestand nach Regierungsangaben um 15 Prozent im Vorjahresvergleich auf knapp 347 Millionen Schweine. Fast 1,2 Millionen Tiere wurden vorsorglich getötet.      

+++ 17.42 Uhr: Parlamentsauflösung als Startschuss für Wahlkampf in Kanada +++

Mit der Auflösung des Parlaments hat der kanadische Premierminister Justin Trudeau den Startschuss für den Wahlkampf gegeben. Der Regierungschef bat der Tradition gemäß die britische Generalgouverneurin Julie Payette um die Parlamentsauflösung. Die Parlamentswahl findet am 21. Oktober statt, der 47-jährige Trudeau tritt erneut an.    

Trudeaus Aussichten werden durch eine Affäre um politische Einflussnahme und Korruption getrübt. Die Ethikkommission des Parlaments hatte den liberalen Regierungschef im vergangenen Monat gerügt und ihm vorgeworfen, in der Affäre um den Baukonzern SNC-Lavalin Einfluss auf die Ermittlungen genommen zu haben. Trudeau und seine Vertrauten übten demnach auf unzulässige Weise Druck auf die damalige Justizministerin Jody Wilson-Raybould aus, um SNC-Lavalin vor Strafverfolgung zu schützen. Der Skandal um den Baukonzern hatte Trudeaus Regierung im Frühjahr in eine Krise gestürzt. Justizministerin Wilson-Raybould, Haushaltsministerin Jane Philpott und zwei ranghohe Parteivertreter aus Trudeaus Umfeld traten zurück. 

+++ 17.38 Uhr: Trump kündigt weitere massive Angriffe gegen Taliban an +++

US-Präsident Donald Trump hat weitere massive Militäroperationen in Afghanistan gegen die radikalislamischen Taliban angekündigt. In den vergangenen vier Tagen hätten die US-Truppen härter gegen diesen Feind zugeschlagen als jemals zuvor, "und dies wird weitergehen", sagte Trump am Mittwoch während einer Gedenkzeremonie am Pentagon zum 18. Jahrestag der Terroranschläge des 11. September.

Trump hatte bereits zuvor die seit rund einem Jahr mit den Taliban geführten Friedensgespräche für "tot" erklärt. Ein für das vergangene Wochenende geplantes Treffen mit Taliban-Vertretern in Camp David, dem Landsitz der US-Präsidenten, sagte er nach eigenen Angaben kurzfristig ab. Als Begründung nannte Trump einen Taliban-Anschlag in Kabul, zu dessen Todesopfern ein US-Soldat zählte. Die Planungen für das Treffen mit den Taliban in Camp David waren bis zu Trumps am Wochenende öffentlich verkündeter Absage nicht bekannt gewesen. Dass das Treffen an diesem Ort und ausgerechnet wenige Tage vor dem Jahrestag der 9/11-Anschläge hatte stattfinden sollen, wurde in den USA von Vertretern unterschiedlicher politischer Lager heftig kritisiert.

+++ 17.20 Uhr: Urteil im Fall Lügde: Prozess-Beteiligte planen keine Revision +++

Im Fall des Urteils im Missbrauchsfall Lügde plant die Staatsanwaltschaft Detmold, das Urteil zu akzeptieren. "Wir planen, keine Revision einzulegen", sagte Oberstaatsanwalt Ralf Vetter am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das "Westfalen-Blatt" hatte zuvor berichtet. 

Der Zeitung zufolge will auch Andreas V. das Urteil akzeptieren. Nach Angaben seines Anwaltes Johannes Salmen gegenüber dem "Westfalen-Blatt" habe er dies am Mittwoch in der Haftanstalt erklärt. Bereits kurz nach der Urteilsverkündung am Donnerstag hatte der Anwalt des zweiten Verurteilten einen Revisionsverzicht angekündigt. Die Frist für das Einlegen einer Revision läuft allerdings erst am Donnerstag um 23.59 Uhr ab. Bis dahin haben alle Prozessbeteiligten noch Zeit, sich endgültig festzulegen. Bei einer Revision würde der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das Urteil auf Rechtsfehler überprüfen. Würde er fündig, müsste das Verfahren neu aufgerollt werden. 

+++ 17.10 Uhr: 373 Punkte in Flensburg: Uneinsichtiger Fahrer muss mit Haft rechnen +++

Nach einer erneuten Spritztour ohne gültigen Führerschein muss ein Autofahrer mit bereits 373 Punkten in Flensburg mit einem Prozess und wohl auch mit einer Haftstrafe rechnen. Die Polizei stelle für die Staatsanwaltschaft derzeit eine Akte zusammen, sagte ein Behördensprecher in Neustadt an der Weinstraße am Mittwoch. Die Polizei der pfälzischen Stadt konnte dem 37-Jährigen nach eigenen Angaben bisher mehr als 150 rechtswidrige Fahrten nachweisen – "für jede gab es zwei Punkte." Zudem soll sich der Mann aus Speyer mit einem ungültigen italienischen Führerschein erfolgreich um eine Stelle als Berufsfahrer beworben haben. 

Die Polizei ließ das Auto von einem Abschleppunternehmen abtransportieren

Die Polizei ließ das Auto von einem Abschleppunternehmen abtransportieren

DPA

Die Polizei habe den Mann am Dienstag auf frischer Tat in einem SUV ertappt und den etwa 35.000 Euro teuren Wagen beschlagnahmt. "Durch seine vielen Fahrten ohne Fahrerlaubnis hat er in der Flensburger Verkehrssünderkartei bereits 373 Punkte angesammelt", sagte ein Polizeisprecher. Eine frühere Bewährungsstrafe habe den Mann wohl nicht abschrecken können - nun müsse er vermutlich ins Gefängnis.

Zu den 373 Punkten teilte das Kraftfahrt-Bundesamt auf Anfrage mit, rein rechnerisch könnten die Häufigkeit eines Verstoßes und die dafür vorgesehenen Schritte zu einem erhöhten Punktwert führen. Die entsprechenden Maßnahmen würden von den lokalen Behörden ergriffen.

+++ 17.04 Uhr: Verletzte bei Messerstecherei in Florida - Verdächtiger gefasst +++

Bei einer Messerstecherei in einem Industriegebiet in Florida sind mehrere Menschen verletzt worden. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, teilte die Polizei am Mittwoch auf Facebook mit und sprach von mehreren Opfern, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Sechs Menschen seien in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete der TV-Sender CNN unter Berufung auf einen Klinik-Sprecher. Die Messerstecherei ereignete sich laut Polizei bei einem Großhändler für Holzbauteile. In lokalen Medien gab es Spekulationen, dass es sich bei dem Angreifer um einen ehemaligen Angestellten der Firma handele.

+++ 16.59 Uhr: Polizei ermittelt nach giftgrüner Flussfärbung in Zürich +++

Nach der plötzlich giftgrünen Färbung des Flusses Limmat in Zürich ermittelt die Polizei gegen unbekannt. Es soll sich um eine Aktion von Klimaaktivisten handeln, aber die Polizei hatte bis Mittwoch keine verdächtigen Personen identifiziert, wie ein Polizeisprecher sagte. Unter anderem werde geprüft, ob die Verursacher für den Polizeieinsatz zur Kasse gebeten werden können. 

Klimaaktivisten hatten sich am Dienstagnachmittag im Stadtzentrum in dem plötzlich giftgrünen Fluss treiben lassen. Am Ufer sprachen sie mit Passanten über Klimaprobleme. Nach etwa einer halben Stunde war der Farbeffekt verschwunden. Die Gruppe Extinction Rebellion Zürich veröffentlichte auf Facebook einen Film der Aktion: "Rebellieren oder Untergehen". In einem zweiten Beitrag schrieb die Gruppe: "Limmat ist grün, das ist keine Übung! Unser Wasser ist in Gefahr!" Ein klares Bekenntnis zu der Aktion enthielten beide Beiträge jedoch nicht.

+++ 16.56 Uhr: Pariser Justiz hört drei Frauen im Fall Epstein an +++

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein hat die französische Justiz drei Frauen angehört. Sie folgten einem Aufruf an mögliche Opfer oder Zeugen, sich bei den Ermittlern zu melden, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Details zu den Anhörungen gab sie nicht bekannt. Die französische Justiz hatte im August Ermittlungen wegen Vergewaltigungen und anderer sexueller Übergriffe im Zusammenhang mit dem Fall Epstein eingeleitet. Dabei sollen mögliche Vergehen gegen teils minderjährige Mädchen aus Frankreich im In- und Ausland untersucht werden.

+++ 16.41 Uhr: Indonesischer Ex-Präsidient Habibie tot +++

Indonesiens ehemaliger Präsident Baharuddin Jusuf Habibie ist tot. Der Politiker, der enge Bindungen nach Deutschland hatte, starb am Mittwoch in einem Militärkrankenhaus der Hauptstadt Jakarta an den Folgen eines längeren Herzleidens. Der heutige Staatschef Joko Widodo würdigte Habibie als "Weltklasse-Wissenschaftler", der den Inselstaat mit seinen mehr als 260 Millionen Einwohnern auf dem Feld der Technologie vorangebracht habe. 

 Indonesiens Ex-Präsident Habibie bei einer Rede im September 2016

 Indonesiens Ex-Präsident Habibie bei einer Rede im September 2016

AFP

Habibie war in dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt Staatschef in den Jahren 1998 und 1999. Zuvor saß er als Technologieminister im Kabinett seines Vorgängers Suharto. Vor seiner Zeit als Politiker hatte er nach einem Studium in Aachen viele Jahre in Deutschland als Luftfahrt-Ingenieur gearbeitet. Er besaß bis zuletzt ein Haus in Bayern. In einer Klinik in Starnberg ließ er sich vergangenes Jahr wegen seines Herzleidens auch behandeln.

Habibie gilt als Wegbereiter der weiteren Demokratisierung Indonesiens. Sein Vorgänger Suharto, der das Land drei Jahrzehnte lang mit harter Hand regiert hatte, musste 1998 nach Protesten zurücktreten. Habibie ließ freie Gewerkschaften und Wahlen zu. Zugleich stand er unter Druck, Suharto wegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen vor Gericht zu bringen. Nach einem Misstrauensvotum im Parlament verzichtete er 1999 auf eine neue Kandidatur.

+++ 16.36 Uhr: Mann stirbt bei Absturz eines Kleinflugzeugs +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs nahe Zehdenick in Brandenburg ist am Mittwoch ein Mann ums Leben gekommen. Nach ersten Vermutungen handelt es sich bei dem Toten um den Piloten der Maschine, wie eine Polizeisprecherin sagte. Das Flugzeug sei auf einem Feld abgestürzt und komplett zerstört. An Bord des Flugzeugs sollen auch fünf Fallschirmspringer gewesen sein. Diese waren laut Polizei unverletzt. Ob sie schon vor dem Absturz die Maschine verlassen hatten, war zunächst unklar. In der Nähe der Unglücksstelle im Landkreis Oberhavel befindet sich ein Flugplatz für Fallschirmspringer.

+++ 16.35 Uhr: Haftbefehl nach Serie von Auto-Brandstiftungen in Berlin erlassen +++

 Nach einer Serie von Brandstiftungen an Autos in Berlin ist Haftbefehl gegen einen Tatverdächtigen erlassen worden. Der mutmaßliche Serientäter habe sich aus Berlin nach Hamburg abgesetzt und sei dort Anfang August bei der Brandstiftung an einem Auto ertappt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin am Mittwoch mit. Der "bereits einschlägig Verurteilte" gab demnach zu, auch in Berlin drei Brandstiftungen begangen zu haben.

Wegen dieser drei Taten wurde Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Weitere 28 Taten konnten die Ermittler ihm ebenfalls zuordnen, wie es hieß. Im Zuge der weiteren Ermittlungen muss der Tatverdacht für diese Taten durch Beweise noch erhärtet werden. Die Motivation des Tatverdächtigen war noch unklar. Eine politische Motivation sei aktuell jedoch nicht erkennbar, sagte ein Sprecher.

+++ 16.13 Uhr: Verbraucherschützer ziehen kritische Bilanz des Fleischlabels "Haltungsform" +++

 Verbraucherschützer haben eine kritische Bilanz des im April im Einzelhandel eingeführten Labels zur Haltungsform von Tieren gezogen. Wie die Verbraucherzentrale Thüringen nach einer Untersuchung von über 1600 Produkten mit Haltungskennzeichnung in 14 Bundesländern mitteilte, gab es in den besseren Stufen "kaum Auswahl" im Kühlregal. Wem Tierwohl am Herzen liege, dem bleibe im Supermarkt "oft nur der Verzicht".

Seit April kennzeichnen zahlreiche Handelsketten verpacktes Fleisch einheitlich mit dem sogenannten "Haltungsform"-Label, etwa Aldi, Kaufland und Rewe. Dabei handelt es sich um ein vierstufiges farbiges Modell, wobei Stufe 1 rot und Stufe 4 grün ist. Stufe 1 entspricht dem gesetzlichen Mindeststandard für die Haltungsbedingungen, Stufe 2 bedeutet zehn Prozent mehr Platz und Spielzeug für die Tiere, Stufe 3 bedeutet Zugang zu einem Außenbereich und Stufe 4 ist vor allem Biofleisch.

+++ 15.47 Uhr: Mutmaßlicher Hacker-Angriff auf ÖVP: Parteien in Österreich zweifeln +++

Die Parteien in Österreich sind skeptisch, ob es einen von der konservativen ÖVP beklagten Hacker-Angriff tatsächlich gegeben hat. ÖVP-Chef und Ex-Kanzler Sebastian Kurz hatte vergangene Woche erklärt, dass eine riesige Menge Daten aus der Parteizentrale abgezogen worden sei. In einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates formulierten Vertreter von FPÖ, SPÖ und Liste Jetzt Zweifel. "Ich glaube der ÖVP kein Wort", sagte der FPÖ-Abgeordnete Hans-Jörg Jenewein. Insbesondere zweifelte er an, dass die Daten teilweise manipuliert worden sein sollen. Der SPÖ-Fraktionschef im österreichischen Parlament, Jörg Leichtfried, sprach von einem "Ablenkungsmanöver" der ÖVP. 

"Bis zum 2. September hatten diese Hacker Zugriff auf die gesamte Infrastruktur der Volkspartei", sagte der von der ÖVP hinzugezogene Experte Avi Kravitz. Einen Tag zuvor hatte das österreichische Magazin "Falter" auf Grundlage interner Daten der ÖVP über mögliche Unregelmäßigkeiten bei den Wahlkampfkosten der Partei berichtet. Die ÖVP bestritt die Darstellung. Am Mittwoch berichtete der "Falter" erneut auf Grundlage von internen ÖVP-Daten über die Finanzen der konservativen Partei. Demnach hat die ÖVP unter Sebastian Kurz große Kredite aufgenommen, um wieder an die Macht zu kommen. Ende 2017 stand die Partei laut dem Bericht mit Verbindlichkeiten von 18,5 Millionen Euro bei Banken in der Schuld. 

+++ 15.35 Uhr: Peking: Deutscher Botschafter wegen Wong einbestellt +++

Der deutsche Botschafter in Peking ist nach chinesischen Angaben formal einbestellt worden, weil sich der Aktivist der Protestbewegung in Hongkong, Joshua Wong, mit deutschen Politikern getroffen hatte. Der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Ken, sagte in Berlin vor Journalisten: "Wir haben unsere tiefe Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht." Der "Zwischenfall" - gemeint ist das Zusammentreffen von Wong mit Außenminister Heiko Maas und anderen deutschen Politikern - werde negative Konsequenzen für die bilateralen Beziehungen haben. Chinas Regierung habe mehrfach gedrängt, Wong keine Einreise zu erlauben. Das Auswärtige Amt hatte am Vortag auf Anfrage nur erklärt, der deutsche Botschafter sei zu einem Gespräch im chinesischen Außenministerium gewesen.

+++ 15.11 Uhr: Trump und First Lady gedenken 9/11-Opfern mit Schweigeminute +++

18 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump mit einer Schweigeminute im Weißen Haus der Opfer gedacht. Anwesend bei dem Gedenken auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington waren auch Angehörige von Opfern der Anschläge sowie Überlebende.

Der Präsident und die First Lady betraten das Gelände um 8.46 Uhr (Ortszeit) - zu der Uhrzeit hatten islamistische Terroristen vor 18 Jahren American-Airlines-Flug 11 in den Nordturm des World Trade Centers in New York gesteuert.

Anschließend wollten der Präsident und die First Lady am Mittwoch zum Pentagon fahren, um dort an einer Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Beim Angriff auf das Pentagon hatten die Terroristen den American-Airlines-Flug 77 in den südwestlichen Teil des US-Verteidigungsministeriums gesteuert. 184 Menschen kamen ums Leben, das Gebäude wurde damals schwer beschädigt.

Bei den Terroranschlägen in New York und Washington waren am 11. September 2001 insgesamt fast 3000 Menschen ums Leben gekommen. Islamisten hatten damals drei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und in das Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Menschen an Bord Widerstand gegen die Entführer leisteten.

+++ 15.01 Uhr: Designierte EU-Kommissionsvize Vestager lehnt Nord-Stream-2-Pipeline ab +++

Die designierte Vizepräsidentin der angehenden EU-Kommission, Margrethe Vestager, sieht keine Notwendigkeit für das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2. Der Bau einer zweiten Gasleitung durch die Ostsee "ergibt keinen Sinn", sagte die Dänin der Wochenzeitung "Die Zeit". Nord Stream 2 sei "kein europäisches Projekt".

Die Pipeline befindet sich bereits im Bau und soll die Kapazitäten der bestehenden Leitung Nord Stream 1 für russische Gaslieferungen nach Deutschland deutlich erhöhen. Das Projekt ist umstritten, weil es die strategische und wirtschaftliche Bedeutung alternativer Pipelines und traditioneller Transitländer weiter schwächen würde. Kritiker führen zudem an, Deutschland mache sich zu sehr von russischem Gas abhängig.

+++ 14.58 Uhr: GM ruft in USA 3,5 Millionen Autos wegen Bremsproblems zurück +++

Der größte US-Autobauer General Motors (GM) muss wegen eines Bremsproblems zahlreiche Pick-up-Trucks und SUVs in den Vereinigten Staaten zurückrufen. Die Aktion umfasst rund 3,5 Millionen Fahrzeuge mit Baujahren von 2014 bis 2018, wie aus Unterlagen der US-Verkehrsaufsicht NHTSA hervorging.

Betroffen sind unter anderem der schwergewichtige Verkaufsschlager Chevrolet Silverado sowie die Modelle Escalade, Sierra und Yukon der Konzernmarken Cadillac und GMC. Der Rückruf erfolgt auf Druck der NHTSA, die schon 2018 nach Beschwerden von Fahrzeugbesitzern über schwache Bremsleistungen eine Untersuchung gestartet hatte.

+++ 14.50 Uhr: US-Behörden melden weiteren Toten nach Gebrauch von E-Zigaretten +++

Die US-Behörden haben einen weiteren Todesfall gemeldet, der auf den Gebrauch von E-Zigaretten zurückgeht. Es handele sich um eine Frau in Kansas, die älter als 50 Jahre gewesen sei, teilte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats in der Nacht zum Mittwoch mit. Damit sind bislang inzwischen sechs auf E-Zigaretten zurückzuführende Todesfälle in den USA bekannt. Der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge wurden zudem rund 450 mögliche Erkrankungen in 33 Bundesstaaten gemeldet.

Die Behörden warnten alle Nutzer von E-Zigaretten vor dem Gebrauch wegen möglicher Lungenschäden. In Deutschland oder Europa ist bislang kein ähnlicher Anstieg der mysteriösen Fälle bekannt. Die Beschwerden scheinen sich auf Benutzer von E-Zigaretten in den Vereinigten Staaten zu beschränken.

+++ 14.41 Uhr: CDU in Eilsleben beendet Zusammenarbeit mit AfD-Politiker +++

Die Zusammenarbeit zwischen der CDU in Eilsleben und einem von der AfD aufgestellten Gemeinderatsmitglied ist beendet worden. "Zusammenschlüsse und Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten verbieten sich", teilte der CDU-Regionalgeschäftsführer Michel Földi mit. "Es gab und gibt keine Koalition im Gemeinderat Eilsleben mit der AfD." Dies gelte auch für den gesamten Landkreis Börde. Der CDU-Landesverband Sachsen-Anhalt wollte sich nicht zu dem Fall äußern.

Zuvor hatte das ARD-Magazin "Report Mainz" berichtet, dass im Gemeinderat von Eilsleben bei Magdeburg die örtliche CDU eine gemeinsame Fraktion mit einem Rechtsextremisten gebildet habe. Dieser soll "in der Vergangenheit an mehreren Neonazi-Aufmärschen teilgenommen" haben.

+++ 14.31 Uhr: Forscher erzeugen Embryos von zwei Nördlichen Breitmaulnashörnern +++

Wissenschaftler haben erfolgreich Embryos von zwei Nördlichen Breitmaulnashörnern erzeugt und damit die Hoffnung genährt, die äußerst bedrohte Art vor dem Aussterben zu retten. Die Forscher im italienischen Cremona nutzten dazu Eizellen der beiden einzigen noch lebenden Nashorn-Kühe der Spezies und befruchtete sie mit Samen von zwei bereits verstorbenen Bullen, wie das Wissenschaftlerkonsortium BioRescue mitteilte.

Es gibt nur noch zwei Tiere dieser Art weltweit: Die beiden Weibchen können jedoch keine Kälber mehr austragen. Die 30-jährige Nashorn-Kuh Najin und ihre 19-jährige Tochter Fatu leben im Schutzgebiet Ol Pejeta in Kenia, wo im vergangenen Jahr Sudan, der letzte Bulle, starb.

Sie werden 24 Stunden am Tag bewacht. Im August entnahmen Tiermediziner in einer riskanten zweistündigen Operation den beiden Tieren Eizellen. Die Techniken waren zuvor jahrelang erforscht und erprobt worden. In Italien wurden die Eizellen befruchtet und in flüssigem Stickstoff gelagert, um sie später in Leihmutter-Tiere, vermutlich Südliche Breitmaulnashörner, einzupflanzen.

+++ 14.30 Uhr: Polizei wertet Zeugenaussagen zu Unfall aus - keine weiteren Videos +++

Nach dem Autounfall mit vier Toten in der Berliner Innenstadt wertet die Polizei weiter Zeugenaussagen aus. Es seien Hinweise bei der Polizei eingegangen, denen jetzt nachgegangen werde, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Wie viele Zeugen sich gemeldet hätten, war nicht bekannt. Auch direkt nach dem Unfall am Freitagabend hätten Zeugen des Geschehens mit der Polizei gesprochen, so die Sprecherin. Deren Aussagen seien oft nur kurz notiert worden, daher würden die Beobachter nun "gründlich nachvernommen".

Auch das bereits bekannte Video, das aus einer Kamera in einem Taxi stammt und den Unfallwagen kurz vor dem Aufprall zeigt, werde ausgewertet. Weitere Filme oder Fotos seien bisher nicht bei der Polizei eingegangen, sagte die Sprecherin.

+++ 13.58 Uhr: Gericht spricht Ärztin in den Niederlanden in Sterbehilfe-Prozess frei +++

Ein niederländisches Gericht hat eine Ärztin im Streit um Sterbehilfe für eine demenzkranke Frau freigesprochen. Alle Vorschriften im Zusammenhang mit der Sterbehilfe-Gesetzgebung in den Niederlanden seien eingehalten worden, sagte die Richterin Mariette Renckens beim Urteilsspruch in Den Haag. Es war der erste Prozess dieser Art in den Niederlanden, seitdem dort Sterbehilfe legalisiert wurde.

Die Niederlande hatten am 1. April 2002 als erstes Land weltweit Sterbehilfe legalisiert. Sie ist allerdings nur dann erlaubt, wenn der Patient den Antrag dafür bei vollem Bewusstsein stellt und unter einer unheilbaren Krankheit und unerträglichen Schmerzen leidet. Jeder Fall muss einzeln von einer Kommission geprüft und genehmigt werden.

Die inzwischen nicht mehr praktizierende Ärztin hatte der 74-jährigen Patientin, die in einem frühen Krankheitsstadium den Wunsch nach Sterbehilfe geäußert hatte, 2016 ein Schlafmittel verabreicht, um den Prozess der Sterbehilfe einzuleiten. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, die Patientin habe es sich während des Vorgangs womöglich noch einmal anders überlegt.

+++ 13.25 Uhr: Brand in Düsseldorfer Krankenhaus: dementer Patient unter Verdacht +++

Nach dem Brand im Düsseldorfer Marien Hospital, bei dem ein Patient (77) ums Leben kam, gehen die Ermittler von fahrlässiger Brandstiftung aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird gegen einen 83-jährigen, schwer demenzkranken Mann ermittelt, der in dem Brandzimmer untergebracht war. Er hatte das Feuer verletzt überlebt. Die Brandsachverständigen und die Ermittler schließen den Angaben zufolge einen technischen Defekt als Ursache des Feuers aus.

Nach einer Mitteilung der Polizei vom Mittwoch könne der 83-jährige Mann "aufgrund seines allgemeinen Gesundheitszustands zurzeit nicht befragt werden". Das Todesopfer lag in einem anderen Zimmer und war laut Polizei an den Folgen einer Rauchgasvergiftung gestorben. 19 weitere Menschen wurden bei dem Brand am späten Montagabend in Düsseldorf verletzt. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

+++ 13.21 Uhr: Frachtflugzeug nahe Flughafen in Ohio abgestürzt +++

Nahe dem Flughafen Toledo Express im Bundesstaat Ohio ist ein Frachtflugzeug am frühen Mittwochmorgen abgestürzt. Ersten Angaben von US-Medien zufolge schlug das Flugzeug auf einen Parkplatz für Transportfahrzeuge wenige Kilometer östlich des Flughafens auf und zerstörte dort mindestens einen Sattelschlepper, wie die Lokalsender WTOL11 und 13abc berichteten.

Die Unglücksmaschine war zunächst in Flammen gehüllt, "zahlreiche Dinge in der Umgebung" gerieten in Brand, wie die Medien berichteten. Aus dem betroffenen Lucas County und umliegenden Gemeinden rückten Einsatzkräfte an und brachten das Feuer unter Kontrolle. Laut 13abc sollen zwei Menschen zum Unglückszeitpunkt an Bord gewesen sein. Ob sie den Absturz überlebten, war noch unklar. Das Frachtflugzeug mit Autoteilen an Bord habe auf dem Toledo Express Airport landen wollen, berichtete die Flughafenbehörde den Sendern.

+++ 13.15 Uhr: SPD und CDU in Brandenburg sehen Schnittmengen für mögliche Koalition +++

Die Brandenburger SPD sieht nach dem Ende des Machtkampfes in der Landes-CDU weitgehende Schnittmengen mit den Christdemokraten für eine mögliche rot-schwarz-grüne Koalition in dem Bundesland. "Es gibt einige Themen, wo wir noch Klärungsbedarf haben, aber im Großen und Ganzen gibt es große Übereinstimmungen", sagte SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke am Mittwoch nach zweieinhalbstündigen Beratungen beider Parteien in Potsdam. Auf einigen Feldern wie der Kommunal- und Innenpolitik müssten beide aber noch nacharbeiten. Die SPD sprach nach der CDU mit der Linken, im Anschluss wurden die Grünen erwartet.

+++ 13.14 Uhr: Ursache für Krankenhausbrand in Düsseldorf wohl fahrlässige Brandstiftung +++

Nach dem nächtlichen Brand in einem Düsseldorfer Krankenhaus mit einem Toten ermitteln die Behörden wegen fahrlässiger Brandstiftung. Der Verdacht richtet sich gegen einen 83-jährigen schwer demenzkranken Patienten aus dem Brandzimmer, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der Senior wurde demnach bei dem Feuer am späten Montagabend selbst verletzt und kann wegen seines allgemeinen Gesundheitszustands derzeit nicht befragt werden.

Die Ermittlungen in dem Fall dauerten an, erklärte Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Bei dem Brand im Marienhospital im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort war ein 77-jähriger Patient an den Folgen einer Rauchgasvergiftung gestorben. 19 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen lebensgefährlich. Das Feuer war im Patientenzimmer des 83-Jährigen auf der internistischen Station im zweiten Stock ausgebrochen.

+++ 13.09 Uhr: Neuer Angriff militanter Palästinenser auf Israels Grenzorte  +++

Kurz vor der Parlamentswahl in Israel haben militante Palästinenser im Gazastreifen ihre Raketenangriffe auf israelische Grenzorte verschärft. Die israelische Armee teilte am Mittwoch mit, drei Geschosse seien aus dem Palästinensergebiet in Richtung Israel abgefeuert worden. Ein israelischer Panzer habe daraufhin zwei Posten der im Gazastreifen herrschenden Hamas beschossen.

Erst am Dienstagabend war in der Hafenstadt Aschdod eine Wahlkampfrede von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu von Raketenalarm unterbrochen worden. Die israelische Armee teilte mit, militante Palästinenser hätten zwei Raketen auf Israel abgefeuert. Beide seien von dem Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden.

+++ 13.02 Uhr: Verfassungsgericht entlastet Thailands Premierminister in Eid-Affäre +++

Thailands Verfassungsgericht hat Premierminister Prayut Chan-o-cha in der Affäre um dessen unvollständigen Amtseid entlastet. Die Richter wiesen am Mittwoch in Bangkok zwei Klagen gegen den ehemaligen Putschgeneral ab. Der 65-Jährige hatte bei seiner Vereidigung einen Satz ausgelassen, mit dem sich der Regierungschef und sein Kabinett normalerweise zur Verfassung bekennen.

Als Armeechef hatte General Prayut 2014 eine demokratisch gewählte Regierung gestürzt und sich an die Macht geputscht. Nach einer Parlamentswahl im März, die von Betrugsvorwürfen überschattet ist, regiert er nun mit einer Koalition aus seiner eigenen Armeepartei und anderen Parteien. Bei der Vereidigung des neuen Kabinetts Mitte Juli unterließen es Prayut und seine 35 Minister jedoch, ein Bekenntnis zur Verfassung abzulegen. Sie sicherten lediglich König Maha Vajiralongkorn (67) ihre Loyalität zu und versprachen, Land und Volk zu dienen. Auf den letzten Satz der Eidesformel verzichteten sie. Manche Experten sind der Meinung, dass das Bekenntnis zur Verfassung absichtlich weggelassen wurde, um allein dem König gegenüber loyal sein zu müssen. 

+++ 12.57 Uhr: Verdi: Streiks bei der Postbank voraussichtlich ab Mitte Oktober +++

Der Postbank drohen ab Mitte Oktober unbefristete Streiks. Die Urabstimmung über den Arbeitskampf laufe voraussichtlich bis 7./8. Oktober, unmittelbar danach will die Gewerkschaft Verdi nach Angaben vom Mittwoch mit Streiks beginnen. In der Zwischenzeit soll es weitere Warnstreikaktionen geben.

"Die Zeichen stehen auf Sturm", sagte Verdi-Bundesfachgruppenleiter Bankgewerbe, Jan Duscheck, am Mittwoch in Berlin. "Die Kolleginnen und Kollegen sind in der Lage und auch willens, diesen Konflikt durchzufechten." Postbank-Kunden müssten sich "darauf gefasst machen, dass es erhebliche Einschränkungen geben wird", warnte Duscheck. Verdi hatte die Tarifverhandlungen mit der Konzernmutter Deutsche Bank am Dienstag für gescheitert erklärt. 

+++ 12.47 Uhr: Dobrindt erwartet Wirtschaftswunder durch Klimaschutz-Politik +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hält ein neues Wirtschaftswunder in Deutschland durch den Klimaschutz für möglich. Wenn es der Koalition gelinge, bei der Sitzung des Klimakabinetts in der kommenden Woche ein "Zukunftspaket" aus Klimaschutzmaßnahmen und Wirtschaftsförderung zu schnüren, dann gebe es "eine echte Chance auf ein ökologisches Wirtschaftswunder in diesem Land", sagte Dobrindt am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Bundestags.  Dobrindt erklärte den Klimaschutz ausdrücklich zu einem konservativen Anliegen: "Die Bewahrung der Schöpfung ist gerade der Nukleus der bürgerlich-konservativen Politik", sagte er. "Deswegen schützen wir das Klima." 

+++ 12.45 Uhr: Kind in Schweden bringt Granate mit in die Vorschule +++

Mit einer gefundenen Granate hat ein Kind in einer Vorschule in Schweden Angst und Schrecken verbreitet. Die von einem Lehrer alarmierte Polizei sperrte die Umgebung der Schule in Kristianstad ab, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Sprengstoffexperten machten die Granate unschädlich. "Wir wissen nicht, welche Schäden es gegeben hätte", wenn sie explodiert wäre, sagte ein Polizeisprecher. Das Kind hatte die Granate im Sommer auf einem militärischen Übungsgelände in der Nähe gefunden. Es wollte sie am Dienstag in der Schule seinen Freunden zeigen.

+++ 12.40 Uhr: Polens Opposition besorgt über Aussetzung von Parlamentssitzung +++

Polens Opposition hat die Entscheidung der Regierungspartei PiS kritisiert, die letzte Parlamentssitzung vor der Wahl nach einem Tag auszusetzen. "Das bedeutet sicher nichts Gutes", sagte die Spitzenkandidatin der oppositionellen Bürgerplattform (PO), Malgorzata Kiedawa-Blonska, am Mittwoch laut Nachrichtenagentur PAP. Die PiS wolle möglicherweise noch ein neues Gesetz durchbringen. Der Abgeordnete Marek Sawicki von der Bauernpartei PSL sagte, so einen Vorfall habe es seit dem Ende des Kommunismus 1989 nicht gegeben.

In Polen wird am 13. Oktober ein neues Parlament gewählt. In der Nacht zum Mittwoch hatte die PiS mit ihrer Mehrheit im Sejm durchgesetzt, die letzte, ursprünglich von Mittwoch bis Freitag geplante dreitägige Plenarsitzung nach dem ersten Tag auszusetzen. Die zwei weiteren Tage sollen in der Woche nach der Wahl nachgeholt werden - in der alten Zusammensetzung des Parlaments. Begründet hatte die PiS dies damit, dass den Abgeordneten so mehr Zeit für die Kampagne in ihren Wahlkreisen bleibe.

+++ 12.31 Uhr: Französische Justiz sucht Opfer und Zeugen im Fall Epstein +++

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat im Fall des amerikanischen Unternehmers Jeffrey Epstein einen Zeugenaufruf gestartet. Opfer und Zeugen könnten sich unter einer Nummer oder per E-Mail melden, teilte die Nationalpolizei am Mittwoch auf Twitter mit. Speziell geschulte Polizisten seien im Einsatz. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte im Fall Epstein Ende August Vorermittlungen eingeleitet. Seitdem hätten sich drei mutmaßliche Opfer bei den Behörden gemeldet, berichtete der Nachrichtensender BFMTV in Berufung auf die Staatsanwaltschaft. 

Die französischen Untersuchungen richteten sich auf mögliche Straftaten, die auf französischem Staatsgebiet begangen worden sein könnten, sowie Vergehen, bei denen Opfer oder Täter französische Staatsbürger seien, erklärte der Pariser Chefermittler Rémy Heitz im August. Es gehe unter anderem um Vorwürfe der Vergewaltigung, der Vergewaltigung von Minderjährigen jünger und älter als 15 Jahre und der kriminellen Verschwörung zur Begehung von Straftaten. 

+++ 12.28 Uhr: Manipulierte Internet-Plattform ersetzt "Hannover" durch "Hitler" +++

Unbekannte haben nach Angaben der Polizei die Reise-Plattform Wikitravel im Internet so manipuliert, dass der Name "Hannover" immer durch den Namen "Hitler" ersetzt wurde. "Wir haben deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen Datenveränderung eingeleitet", sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Hannover am Mittwoch. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. 

Die Polizei sei Anfang September über die Manipulationen informiert worden, sagte die Sprecherin. Daraufhin seien Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet worden. Im Falle von Datenveränderung drohen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Die Manipulation auf der Internetplattform ist inzwischen beseitigt. Die Betreiber berichteten laut Zeitungsbericht von Problemen mit faschistischen und pornografischen Attacken gegen die Seite.

+++ 12.19 Uhr: Verurteilter Mörder von Maria auf Usedom legt Revision ein +++

Der Mord an der 18-jährigen Maria auf Usedom wird voraussichtlich ein Fall für den Bundesgerichtshof. Der Anwalt eines der beiden Verurteilten habe Revision eingelegt, bestätigte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet. 

Der 21-Jährige war vergangene Woche zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt worden. Damit wäre eine Entlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen. Er und ein 19-Jähriger hatten gestanden, die im dritten Monat schwangere Maria im Frühjahr in Zinnowitz auf Usedom ermordet zu haben. Die Anklage hatte dem älteren Mann vorgeworfen, die Beine Marias festgehalten zu haben, während der andere Täter auf sie einstach. Der 21-Jährige hatte dies jedoch bestritten, obwohl an Marias Beinen DNA-Spuren von ihm gefunden worden waren. Für das Urteil hatte dies laut Richterin aber keine Rolle gespielt. Er sei maßgeblich am Mord beteiligt gewesen, was für die Verurteilung ausreiche. 

+++ 12.11 Uhr: Irakischer Schiitenführer Moktada al-Sadr trifft Irans geistliches Oberhaupt +++

Der einflussreiche irakische Geistliche und Politiker Moktada al-Sadr ist zu einem seltenen Treffen mit Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei zusammengekommen. Der umstrittene Schiitenführer traf Chamenei und andere iranische Würdenträger am Dienstag zum schiitischen Aschura-Fest, wie iranische Staatsmedien berichteten. Der Besuch in Teheran löste im Irak Spekulationen aus, ob er einen Kurswechsel al-Sadrs signalisiere.

Der Kleriker, der im Irak lange eine mächtige Miliz anführte, unterhält seit Jahren ein ambivalentes Verhältnis zum Iran. Vor zwei Jahren reiste er zu Irans Erzrivalen Saudi-Arabien, und nach den irakischen Parlamentswahlen vom Mai lehnte er es ab, sich mit den proiranischen Parteien im Irak zu verbünden, um eine Regierung zu bilden. In irakischen Medien wurde nun gemutmaßt, dass al-Sadr von der Führung in Teheran "einbestellt" worden sei.

+++ 12.09 Uhr: Nach Kritik an Kosten: Rumänien verzichtet auf Übergangs-EU-Kommissar +++

Nach heftiger Kritik hat auch Rumänien den Anspruch auf einen Übergangs-Kommissar in der scheidenden EU-Kommission aufgegeben. Das bestätigte die Brüsseler Behörde am Mittwoch. Der Anwärter hätte nur noch wenige Wochen bis Ende Oktober amtiert, aber nach Angaben der Kommission mit allen Vergütungsansprüchen Kosten von bis zu einer Million Euro verursacht. Aus demselben Grund hatte kurzfristig zuvor bereits Estland auf eine Nachbesetzung verzichtet.

Beide Länder sind seit einigen Wochen nicht mehr in der EU-Kommission vertreten, weil die Amtsinhaber nach der Europawahl im Mai ins EU-Parlament wechselten. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte wegen der Kosten erklärt, er halte eine Nachbesetzung so kurz vor dem Ende der Amtszeit am 31. Oktober nicht für sinnvoll. Beide Länder hatten aber zunächst darauf bestanden. Jetzt gaben beide nach.

+++ 11.57 Uhr: NPD-Politiker in Hessen bereits 2016 einstimmig zu Vizevorsitzendem in Gemeinderat gewählt +++

Der NPD-Politiker Stefan Jagsch ist mit der Bestimmung zum Ortsvorsteher in der vergangenen Woche im hessischen Altenstadt nicht zum ersten Mal in ein kommunales Amt gewählt worden. Bereits bei der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung von Altenstadt am 15. April 2016 wurde Jagsch neben drei weiteren Kandidaten von CDU, Grünen und Freien Wählern "einstimmig bei zwei Enthaltungen in offener Abstimmung" zu stellvertretenden Vorsitzenden des kommunalen Parlaments gewählt, wie aus einer Niederschrift der Sitzung hervorgeht. Zuerst hatte der Hessische Rundfunk am Mittwoch darüber berichtet.

Jagsch wurde bei der Wahl 2016 zum vierten stellvertretenden Vorsitzenden des Gemeindeparlaments ernannt. Auch die Abstimmung über die Reihenfolge der Stellvertreter fiel demnach in der Gemeindevertretung einstimmig aus.

Die einstimmige Wahl Jagschs zum Ortsvorsteher der Waldsiedlung, eines Ortsteils von Altenstadt im hessischen Wetteraukreis, durch Vertreter von SPD, CDU und FDP hatte zuletzt Empörung ausgelöst. Parteien und kommunale Spitzenverbände verurteilten die Wahl.     SPD, CDU und FDP in Altenstadt beantragten inzwischen Jagschs Abwahl.

+++ 11.52 Uhr: Ruhani: Die USA müssen "Kriegstreiberei" gegen den Iran aufgeben +++

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die USA aufgerufen, ihre "Kriegstreiberei" gegen sein Land aufzugeben. "Die Amerikaner müssen verstehen, dass Kriegslust und Kriegstreiberei nicht zu ihrem Nutzen sind. Beides muss aufgegeben werden", sagte Ruhani am Mittwoch bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Kabinettssitzung. "Der Feind übt 'maximalen Druck' auf uns aus. Unsere Antwort ist, uns dem zu widersetzen und dem entgegenzustellen."

Der iranische Präsident warnte zudem, dass der Iran weitere Schritte zum Rückzug aus dem internationalen Atomabkommen unternehmen werde, sollte "dies in Zukunft notwendig" sein. Sein Land werde nur dann zum Atomabkommen zurückkehren, wenn auch die USA dies täten, sagte Ruhani. Die Führung in Teheran hat in Reaktion auf den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen seit Mai ihre Urananreicherung schrittweise ausgeweitet.

+++ 11.48 Uhr: EU: Netanjahus Annexionspläne "untergraben Aussichten auf dauerhaften Frieden +++

Die EU hat die Pläne von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zur Annexion des Jordantals im besetzten Westjordanland verurteilt. Das Vorhaben untergrabe "die Aussichten auf einen dauerhaften Frieden" in Nahost, sagte ein EU-Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel. "Die Politik des Baus und der Ausweitung von Siedlungen, einschließlich in Ost-Jerusalem, ist nach internationalem Recht illegal."

+++ 11.46 Uhr: Bericht: Möglicher CIA-Spion arbeitete für Putins Außenbeauftragten +++

Der russische Informant für die USA, der im Kreml arbeitete, soll nach russischen Medienberichten womöglich Zugang zu "sensiblen Informationen" gehabt haben. Er habe fünf Jahre für Putins außenpolitischen Berater Juri Uschakow gearbeitet, schrieb die Tageszeitung "Wedomosti" (Mittwoch) unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. An geheime Informationen könnte er aber nur in Gesprächen mit Kollegen gekommen sein, nicht aber, weil er etwa Dokumente oder Akten gelesen habe. 

Der Informant habe "manchmal eine übermäßige Neugier" gezeigt, erinnerten sich frühere Kollegen dem Bericht zufolge. Weil sie ihn aber lange kannten, habe es vertrauliche Gespräche gegeben. Der Mann soll nach US-Medienberichten im Jahr 2017 vom US-Auslandsgeheimdienst CIA abgezogen worden sein, weil seine Enttarnung drohte. 

+++ 11.41 Uhr: 86 Flüchtlinge an einem einzigen Tag im Ärmelkanal gestoppt +++

Die britischen Behörden haben im Ärmelkanal an einem einzigen Tag 86 Flüchtlinge gestoppt - eine der höchsten Zahlen der vergangenen Monate. Die Menschen seien am Dienstag allesamt in kleinen Booten unterwegs gewesen, teilte das Innenministerium am Mittwoch in London mit. Sie wollten von Frankreich nach Großbritannien gelangen. Die Flüchtlinge kamen den Angaben zufolge unter anderem aus dem Iran, Afghanistan, Pakistan und den Philippinen. Die meisten wurden noch auf ihren Booten aufgegriffen, einige waren bereits in Großbritannien an Land gelangt, wurden aber dann gestoppt.

+++ 11.39 Uhr: Ein Toter und zwei Verletzte bei Explosion in Düsseldorf +++

Bei einer Explosion ist in einem Wohnhaus in Düsseldorf ein Mensch getötet worden. Zwei Bewohner wurden verletzt, darunter sei eine Schwangere, berichtete die Feuerwehr am Mittwoch. Bewohner und Anwohner waren mitten in der Nacht zum Mittwoch durch die Detonation aus dem Schlaf gerissen worden. Auf die Umgebung prasselte ein Splitterregen geborstener Fensterscheiben nieder. Noch auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden Autos beschädigt. 

Acht Bewohner des Hauses konnten sich unverletzt retten. Zusätzlich zur Explosion brach in dem Haus ein Feuer aus. Die Rettungskräfte gehen davon aus, dass sich die Explosion im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses ereignete. Dort seien die Fenster geplatzt und eine Wohnungstür aus den Angeln gedrückt worden. Als die Feuerwehr eintraf, berichteten die Bewohner des Hauses, die sich bereits ins Freie gerettet hatten, dass sich noch ein Nachbar im Haus befinde. Damit ein Rettungstrupp in die zweite Etage vordringen konnte, musste zunächst das Feuer im Treppenhaus gelöscht werden. Dann stießen die Feuerwehrmänner dort auf eine zunächst nicht identifizierte Leiche. 

+++ 11.20 Uhr: Gebühren-Zuschlag für besonders laute Flugzeuge in Zürich +++

In Zürich ist das Starten und Landen mit besonders lauten Flugzeugen in den Randzeiten ab sofort teurer. So steigt der Nachtzuschlag ab 22.30 Uhr für den Start eines Langstreckenflugzeugs - etwa Boeing B777-300ER - fast auf das Vierfache. Die neue Gebührenordnung ist seit Mittwoch in Kraft. Von 23.30 Uhr bis 6 Uhr gilt in Zürich ein Nachtflugverbot. 

Die Behörden wollen Fluggesellschaften dazu bringen, mit leiseren Maschinen oder zu anderen Zeiten zu fliegen. Die Einnahmen sollen ausschließlich in den Lärmschutz fließen, etwa für Schallschutzfenster für Flughafenanwohner.

+++ 11.11 Uhr: Sigmar Gabriel wurde nach eigener Einschätzung zu früh Ministerpräsident +++

Der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel ist nach eigener Ansicht zu früh niedersächsischer Ministerpräsident geworden. "Ich habe damals leichtsinnig gedacht, das Amt des Ministerpräsidenten sei im Grunde nicht viel anders als das des Fraktionschefs im Landtag", sagte Gabriel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Mittwoch. "Das war ein großer Irrtum." Gabriel wird am Donnerstag 60 Jahre alt. Er wurde 1999 im Alter von 40 Jahren niedersächsischer Regierungschef und hatte das Amt bis 2003 inne.

+++ 11.08 Uhr: Neun Spitzmaulnashörner in Serengeti-Nationalpark in Tansania umgesiedelt +++

Neun Spitzmaulnashörner sind von Südafrika in den Serengeti-Nationalpark im Nordwesten Tansanias umgesiedelt worden. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Tiere zu schützen", sagte der stellvertretende Umweltminister in Tansania, Constantine Kanyasu, am Dienstag. Die Schutzgebiete des Landes sollen wieder mit den vom Aussterben bedrohten Tieren bevölkert werden. 

+++ 11.07 Uhr: 60 Prozent der Deutschen befürworten schnellen Ausstieg aus Atomkraft +++

Trotz anhaltender Debatten um Klimaschutz und Energieversorgung hält eine Mehrheit in Deutschland einer Umfrage zufolge an einem schnellen Ausstieg aus der Atomkraft fest. 60 Prozent sprachen sich in der am Mittwoch in Berlin veröffentlichten repräsentativen Befragung für die Umweltschutzorganisation BUND dafür aus, die Nutzung bis Ende 2022 oder sogar vorher zu beenden. Das war 2011 im Atomausstiegsgesetz so beschlossen worden.

Weitere 17 Prozent befürworteten laut Umfrage des Instituts Kantar Emnid von Anfang September den Atomausstieg, aber zu einem späteren Zeitpunkt. 17 Prozent waren für Rücknahme des Beschlusses. Sechs Prozent machten keine Angaben oder äußerten, sie wüssten es nicht.

+++ 11.05 Uhr: Britische Handelskammer: Stimmung unter Firmen wegen Brexit nervös +++

Die unklare Lage beim Brexit macht Unternehmen aus Sicht der Britischen Handelskammer in Deutschland immer mehr zu schaffen. "Die Stimmung unter den Unternehmen ist angespannt und nervös", sagte der Präsident der Handelskammer, Michael Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur. "Unsicherheit ist für Unternehmen immer schlecht. Deshalb ist beim Brexit ein Ende mit Schrecken sicherlich besser als ein Schrecken ohne Ende."

Allerdings habe ein No-Deal-Brexit erhebliche Nachteile nicht nur für die Briten, sondern auch für die Unternehmen in der EU und insbesondere auch für die deutschen Unternehmen. "Deshalb ist eine Verschiebung aus meiner Sicht durchaus angezeigt - wenn man die Hoffnung hat, dass es dann zu einer Einigung kommt."

+++ 11.01 Uhr: Hongkonger Börse will Londoner Börse kaufen +++

Die Börse in Hongkong will den Handelsplatz in London kaufen. Der Börsenbetreiber Hong Kong Exchanges and Clearing Limited biete 31,6 Milliarden Pfund (36 Milliarden Euro), teilte die London Stock Exchange (LSE) am Mittwoch mit. Die Hongkonger Börse schlage vor, beide Handelsplätze zu "vereinen", um "einen der größten Handelsplätze der Welt zu schaffen".

+++ 11.00 Uhr: Österreichischer Student und Journalist Zirngast in der Türkei freigesprochen +++

Der in der Türkei wegen Terrorverdachts angeklagte österreichische Student und Journalist Max Zirngast ist freigesprochen worden. Dies teilte sein Anwalt Murat Yilmaz am Mittwoch in Ankara mit. Das Gericht habe geurteilt, "dass Max Zirngast an keiner illegalen Aktivität und an keiner Aktivität, die ein Verbrechen darstellen würde, teilgenommen hat". Zwei zusammen mit ihm festgenommene türkische Aktivisten wurden ebenfalls freigesprochen.

Die Gerichtsentscheidung fiel auf den Tag genau ein Jahr nach der Festnahme des 30-jährigen Österreichers. Ihm wurde Mitgliedschaft in der linksextremen TKP/K vorgeworfen, die in der Türkei als Terrororganisation verboten ist. Allerdings gibt es Zweifel, ob die Gruppe überhaupt noch existiert.

+++ 10.43 Uhr: Merkel: Deutschland muss sich auf höhere Wehrausgaben einstellen +++

Deutschland muss sich nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf deutlich höhere Verteidigungsausgaben einstellen. Es gebe "keinen Automatismus mehr wie im kalten Krieg, dass die Vereinigten Staaten die Beschützerrolle für uns Europäer übernehmen", sagte Merkel am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Bundestags.

Deswegen sei es "wichtig", dass Deutschland seine "Versprechen" im Rahmen der Nato einhalte und seine Verteidigungsausgaben "in Richtung zwei Prozent" des Bruttoinlandsprodukts erhöhe. Von Deutschland werde "erwartet, dass wir nicht nur eine wirtschaftlich starke Nation sind, sondern dass wir auch für Sicherheit und Frieden einen Beitrag leisten", sagte die Kanzlerin.

+++ 10.39 Uhr: Porsche-Chef zu SUV-Verbot: "Halte relativ wenig von Regulierung" +++

Porsche-Chef Oliver Blume will die Entscheidung über den Einsatz von sportlichen Geländewagen (SUV) in Innenstädten den Autofahrern überlassen. "Ich halte relativ wenig von Regulierung", sagte er bereits am Dienstag in einem Fernsehinterview mit n-tv/RTL auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. "Nichtsdestotrotz kann man sich auch in den deutschen Städten Gedanken machen, ob SUV da die richtigen Fahrzeuge sind." Diese Frage liege aber bei den Autofahrern selbst. "Das muss am Ende auch der Kunde entscheiden", sagte Blume weiter.

Nach einem Unfall mit vier Toten in Berlin-Mitte war eine Debatte über den Einsatz von sportlichen Geländewagen ((SUV, englisch: Sport Utility Vehicle). Grünen-Politiker, die Deutsche Umwelthilfe und alternative Verkehrs- und Fußgänger-Verbände forderten Einschränkungen. Nach Einschätzung von Experten aus der Unfallforschung und der Polizei gab es aber keine Hinweise dafür, dass der Unfall mit einem anderen Auto anders verlaufen wäre. Hersteller wie auch der Autobauer Daimler lehnen Einschränkungen wie Obergrenzen oder Einfahrverbote ab.

+++ 10.30 Uhr: Gericht: Deutschland muss mutmaßliches IS-Mitglied nicht zurückholen +++

Die Bundesregierung muss nach einer Gerichtsentscheidung ein deutsches mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation IS nicht aus dem syrischen Kurdengebiet zurückholen, wo der Mann vermutlich gefangen gehalten wird. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren bereits am Freitag, wie am Dienstagabend mitgeteilt wurde. Der Vater des Mannes hatte versucht, im Namen seines Sohnes per Gericht durchzusetzen, dass die Bundesregierung aktiv wird. Eine Anwältin des Vaters argumentierte, dem Sohn drohe im Fall seiner Überstellung an die syrische Regierung oder den Irak Folter oder die Todesstrafe.

Das Gericht erklärte, der Eilantrag sei unzulässig, weil der Vater keine schriftliche Prozessvollmacht des Sohnes habe. Der Sohn solle sich vom Vater losgesagt haben, so dass unklar sei, ob der Antrag überhaupt im Interesse des Sohnes sei. Der Antrag sei auch deswegen unbegründet, weil er auf etwas Unmögliches gerichtet sei, da der Aufenthaltsort des Sohnes unbekannt und derzeit nicht zu klären sei.

+++ 10.19 Uhr: Umfrage: Mehrheit aufgeschlossen für neue Arbeitswelt +++

Eine große Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland (92 Prozent) ist einer Umfrage des Bitkom zufolge aufgeschlossen für neue Arbeitskonzepte. Demnach lehnen lediglich sechs Prozent der Befragten sogenannte "New-Work"-Konzepte ab. Digitalen Technologien komme dabei eine wesentliche Bedeutung zu. "Digitale Technologien ermöglichen mobiles und selbstbestimmtes Arbeiten, ohne an feste Zeiten und Orte gebunden zu sein", sagte Achim Berg, der Präsident des Digitalverbands, in Berlin. Dabei rechneten 55 Prozent der Befragten damit, dass sich ihr Arbeitsplatz bis zum Jahr 2030 durch neue Technologien verändern werde. Sorge um den Arbeitsplatz hätten hingegen mit acht Prozent nur wenige. 

Wie der Bitkom ermittelte, setzen sich auch neue Raumkonzepte in den Büros allmählich durch. So verfügten drei von zehn abhängig Beschäftigte am Arbeitsplatz über Rückzugsmöglichkeiten zum konzentrierten Arbeiten. Das Einzelbüro sei dagegen nicht mehr Standard, nur noch ein Viertel (27 Prozent) arbeite allein in seinem Raum. 37 Prozent arbeiten mit bis zu vier Kollegen in einem Zimmer, 22 Prozent in einem Großraum. Dieser sei jedoch umstritten. So hielten zwar 66 Prozent das Großraumbüro gut für die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern oder einen stärkeren Zusammenhalt im Team (45 Prozent), 56 Prozent sehen dagegen mehr soziale Kontrolle sowie eine stärkere Ablenkung und sinkende Produktivität (48 Prozent).

+++ 10.13 Uhr: Merkel wirbt für mehr Klimaschutz: "Geld ist gut eingesetzt" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat um Akzeptanz für zusätzliche Maßnahmen zum Klimaschutz geworben. "Wenn wir den Klimaschutz vorantreiben, wird es Geld kosten - dieses Geld ist gut eingesetzt", sagte sie in der Generaldebatte zum Haushalt im Bundestag. Es würde mehr Geld kosten, den Klimaschutz zu ignorieren. "Nichtstun ist nicht die Alternative." Die Kanzlerin betonte auch mit Blick auf die geplanten Entscheidungen im Klimakabinett am 20. September, es gehe um einen "gewaltigen Kraftakt". Der Klimaschutz solle sich an Innovation und Mechanismen der sozialen Marktwirtschaft orientieren.

Merkel nannte es den "richtigen Angang", mittels Bepreisung und Mengensteuerung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) Lösungen zu finden und gleichzeitig Unterstützung anzubieten. Sie warb für einen weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien. Dazu gehöre Akzeptanz für neue Leitungen und Windanlagen, die meist auf dem Land entstehen. Um einer "Arroganz" von Stadtbewohnern entgegenzuwirken, brauche es ein "Bündnis von Stadt und Land". Kommunen müssten an Gewinnen von Windanlagen beteiligt werden. Merkel warnte zudem davor, nationalen gegen internationalen Klimaschutz auszuspielen. Dieser erspare die eigene "häusliche Anstrengung" nicht.

+++ 10.12 Uhr: Heftige Unwetter auf Mallorca - Schulbeginn verschoben +++

Auf Mallorca hat sich der Sommer mit heftigen Unwettern verabschiedet. Stürme mit Windhosen, starke Regenfälle und Hagel haben die spanische Urlaubsinsel seit Dienstag fest im Griff. In der Nacht wurde die Wetterwarnung zeitweise von der Stufe Orange auf Rot angehoben, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Der geplante Schulbeginn wurde in mehreren Ortschaften um einen Tag auf Donnerstag verschoben, schrieb die Regierung der Balearen im Kurznachrichtendienst Twitter. Verletzte oder größere Schäden wurden bislang nicht gemeldet, aber der Notfalldienst der Inselgruppe berichtete von umgeknickten Bäumen, überschwemmten Gebäuden und Straßen sowie losgerissenen oder auf Grund gelaufenen Booten. 

+++ 9.56 Uhr: Mindestens sechs Tote bei Überschwemmungen in Vietnam +++

Bei schweren Überschwemmungen in Vietnam sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Im Norden des südostasiatischen Landes wurde ein Elternpaar mit seiner siebenjährigen Tochter bei der Überquerung eines Damms vom Wasser mitgerissen, wie die Behörden mitteilten. Drei Bauarbeiter starben, weil eine Mauer infolge der Fluten auf sie niederstürzte. Ein weiterer Mann wurde dabei schwer verletzt. Insgesamt wurden mindestens 70 Häuser zerstört. Mehr als 300 Schulen blieben wegen des heftigen Regens geschlossen. Die Niederschläge sollen bis mindestens Donnerstag andauern. In Vietnam ist gerade Regenzeit.

+++ 9.43 Uhr: Merkel: Europa muss neue Stärke entwickeln +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weltweiter Kräfteverschiebungen zu einer engeren Zusammenarbeit in der Europäischen Union aufgerufen. Es sei nun die Stunde, neue Stärke zu entwickeln, sagte die CDU-Politikerin bei der Generalaussprache über den Haushalt im Bundestag. Merkel verwies auf die wachsende Rivalität zwischen den USA und China, ein "geostrategisches Wiedererstarken" Russlands und den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU. Dies habe tiefgreifende Folgen. Beim Brexit sieht Merkel noch Chancen für einen geordneten Austritt. Deutschland sei aber auf einen ungeordneten Brexit vorbereitet. Geplant ist der EU-Austritt Großbritanniens am 31. Oktober.

Merkel sagte weiter, die EU müsse ihren Rückstand bei wichtigen Technologien aufholen. Europa sei technologisch nicht mehr in allen Bereichen auf der Höhe der Zeit. Sie verwies etwa auf die Herstellung von Chips, die Plattformwirtschaft und die Batteriezellenproduktion. Merkel lobte die Vorstellung der künftigen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen für die Aufgabenverteilung in der neuen Kommission. Sie sprach von einer "global ausgerichteten Kommission", die Europas Rolle in der Welt festigen werde. Die Kanzlerin rief dazu auf, noch vor der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im zweiten Halbjahr 2020 den EU-Haushalt zu verabschieden. 

+++ 9.32 Uhr: Trumps Republikaner siegen bei Nachwahl in North Carolina +++

Bei einer Nachwahl für zwei Sitze im US-Repräsentantenhaus im Bundesstaat North Carolina haben sich die Republikaner gegen die Demokraten durchgesetzt. Im neunten Wahlbezirk gewann der Republikaner Dan Bishop knapp gegen den Demokraten Dan McCready, wie US-Medien am späten Dienstagabend nach Auszählung fast aller Stimmen berichteten. Im dritten Wahlbezirk schlug der Republikaner Greg Murphy seinen demokratischen Herausforderer Allen Thomas mit großem Vorsprung. 

Die Wahl war als Stimmungstest für Donald Trump gewertet worden, der bei der Präsidentenwahl 2020 für eine zweite Amtszeit antreten will. Der US-Präsident und sein Vize Mike Pence hatten sich am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bishops Bezirk für den Kandidaten eingesetzt. Trump feierte den Erfolg auf Twitter: "Große Nacht für die Republikanische Partei", schrieb er. 

+++ 9.02 Uhr: Geschäft mit Haifischflossen: Hongkong am Pranger +++

Der chinesische Stadtstaat Hongkong ist nach einem neuen Bericht der Wildschutzorganisation Traffic der mit Abstand größte Importeur von Haifischflossen. Der vielfach verpönte Verzehr von Flossen als Delikatesse vor allem in Asien heize den Markt mit den teils vom Aussterben bedrohten Hai- und Rochenarten an, berichtet die Organisation, die sich für nachhaltigen Handel einsetzt. Spanien habe hinter Indonesien und vor Indien die zweitgrößte Haifischerei weltweit. Auf der Liste der Top 20 steht aus Europa auch Frankreich auf Platz 13.

+++ 9.01 Uhr: Neuseelands Regierungspartei wegen Umgangs mit Sexvorwürfen in der Kritik +++

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern steht wegen des Umgangs ihrer Labour-Partei mit einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff in der Kritik. Parteipräsident Nigel Haworth trat am Mittwoch zurück, nachdem ihm vorgeworfen worden war, den Anschuldigungen nicht angemessen nachgegangen zu sein. Es ist der schwerste Skandal, mit dem sich die Regierungschefin seit ihrem Amtsantritt Ende 2017 auseinandersetzen muss.

Eine freiwillige Helferin der Partei hatte einen hochrangigen Parteimitarbeiter eines sexuellen Übergriffs im Februar vergangenen Jahres beschuldigt. Im Oktober informierte die 19-Jährige nach eigenen Angaben Haworth über den Vorfall. Nach einer parteiinternen Untersuchung wurden jedoch keine Maßnahmen gegen den Mann ergriffen.

+++ 8.42 Uhr: Preise rund ums Autofahren stärker gestiegen +++

Autofahren hat sich in den vergangenen zwei Jahren stärker verteuert als andere Waren und Dienstleistungen. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes trieben vor allem die höheren Treibstoffkosten den finanziellen Aufwand der Autofahrer höher. Seit der vorangegangenen Internationalen Automobilausstellung (IAA) im Jahr 2017 haben die Preise rund ums Auto um 4,6 Prozent angezogen, wie die Behörde zur bevorstehenden Eröffnung der diesjährigen IAA mitteilte. Die allgemeinen Verbraucherpreise sind in dieser Zeitspanne nur um 3,4 Prozent gestiegen.

+++ 8.38 Uhr: Razzia gegen mutmaßliche Terrorunterstützer in Norddeutschland +++

In Norddeutschland sind Sicherheitskräfte am Morgen zu einer Razzia gegen mutmaßliche Terrorunterstützer ausgerückt. Eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) in Schleswig-Holstein bestätigte der Nachrichtenagentur AFP einen "Einsatz", nannte zunächst aber keinerlei Einzelheiten. "Bild"-Zeitung und "Hamburger Abendblatt" hatten zuvor über eine seit dem frühen Morgen laufende Razzia gegen mutmaßliche Terrorismus-Unterstützer berichtet.

Details würden nach Abschluss der Maßnahmen im Laufe des Vormittags veröffentlicht, sagte die LKA-Sprecherin in Kiel. Laut "Abendblatt" ging es um den Vorwurf der Finanzierung von Terror-Aktivitäten, der "Bild" zufolge gab es dabei einen Bezug zum Bürgerkriegsland Syrien. Demnach wurden bei der Razzia mehr als zehn Adressen in den Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg durchsucht.

+++ 8.36 Uhr: China nimmt einige US-Produkte von Strafzöllen aus +++

China hat eine Liste von US-Produkten vorgelegt, die von Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Es geht um 16 Arten von Produkten, teilte Chinas Finanzministerium mit, darunter einige Medikamente, medizinische Ausrüstung und Chemikalien. Das Ministerium machte keine Angaben darüber, wie groß das Volumen der Produkte ist. Weitere Ausnahmen würden geprüft. Die staatliche Zeitung "Global Times" sprach von einer "Geste des guten Willens" im Handelskrieg, bevor beide Seiten Anfang Oktober wieder Verhandlungen aufnehmen.

Dan Bishop aus North Carolina

Der Präsident und sein Kandidat: Donald Trump (l.) und Dan Bishop aus North Carolina

DPA

+++ 5.21 Uhr: Republikaner gewinnt Nachwahl in North Carolina +++

Bei einer Nachwahl im US-Bundesstaat North Carolina hat sich der Republikaner Dan Bishop einen Sitz im Repräsentantenhaus gesichert. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Bishop auf 50,8 Prozent. Damit setzte er sich knapp gegen den Demokraten Dan McCready durch, der auf 48,6 Prozent kam. Die Wahl galt als wichtiger Stimmungstest für Präsident Donald Trump vor der Präsidentschaftswahl 2020. Trump hatte sich vor der Abstimmung stark für Bishop ins Zeug gelegt. Der Wahlbezirk in North Carolina ist seit mehr als fünf Jahrzehnten in der Hand der Republikaner: Sie konnten dort immer mühelos gewinnen. Die Kongresswahl im November 2018 musste annulliert werden, weil Mitarbeiter des damaligen, konservativen Kandidaten offenbar die Briefwahl manipuliert hatten. Ein Sieg des Ex-Soldaten McCready bei der Wahl-Wiederholung wäre ein herber Rückschlag für Trump und die Republikaner gewesen.

Belugawal mit Möwe im Wasser

+++ 5.05 Uhr: E-Scooter-Angebot steigt weiter - keine Winterpause geplant +++

Die Expansion der E-Tretroller-Anbieter in Deutschland ist noch nicht beendet. Die schwedische Verleihfirma Voi will die E-Scooter bis Ende des Jahres in 30 bis 35 deutschen Städten anbieten. "Generell sehen wir in allen Städten über 100.000 Einwohnern Potenzial", teilte Voi mit. Schon jetzt haben die verschiedenen Verleihfirmen tausende Roller in den Großstädten und vielen mittelgroßen Städten aufgestellt. Allein in Berlin sind es 9000 E-Scooter von mindestens fünf Firmen. Auf manchem Fußweg in der Innenstadt reicht das Angebot für ganze Reisegruppen. Eine Auszeit im Winter wird es für die E-Scooter nicht geben. "Bisher ist keine Winterpause geplant", teilte Voi mit.

+++ 4.45 Uhr: Verurteilter Mörder in Texas hingerichtet +++

Im US-Bundesstaat Texas ist ein verurteilter Mörder hingerichtet worden. Der 37-jährige Mark Soliz wurde in einem Gefängnis in Huntsville mit der Giftspitze hingerichtet, wie die Strafvollzugsbehörde mitteilte. Kurz vor der Vollstreckung des Todesurteils hatte er sich noch "für den Kummer und den Schmerz, den ich verursacht habe", entschuldigt. Soliz hatte zusammen mit einem Komplizen bei einem Raub den Fahrer eines Lieferwagens und eine 61-jährige Frau getötet. Soliz litt am sogenannten fetalen Alkoholsyndrom, einer vor der Geburt entstandenen Schädigung des Kindes durch Alkoholkonsum der Mutter.

+++ 4.20 Uhr: Weißer in den USA muss wegen Holzkreuz-Verbrennung elf Jahre in Haft +++

Ein US-Gericht hat einen Weißen, der wie beim rassistischen Ku Klux Klan ein Holzkreuz verbrannt hat, zu elf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 38-jährige Angeklagte 2017 zusammen mit einem Komplizen in Seminary im Bundesstaat Mississippi ein Holzkreuz gebaut und angezündet hatte. Der Mann hatte sich schuldig bekannt und eingeräumt, dass er mit der Aktion einem Jugendlichen und anderen schwarzen Bewohnern des Orts Angst machen wollte. Er habe die Dorfbewohner nur wegen ihrer "Rasse" terrorisiert, erklärte der Bürgerrechtsbeauftragte im US-Justizministerium. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte 2003 entschieden, das Verbrennen von Kreuzen unter bestimmten Bedingungen als Straftat zu werten.

+++ 4.11 Uhr: Feuer nahe Abschussrampe in Japan verhindert Raketenstart zur ISS +++

Wegen eines Feuers nahe der Abschussrampe auf der südwestjapanischen Insel Tanegashima ist der Start einer Trägerrakete in Richtung der Internationalen Weltraumstation ISS abgesagt worden. Der Brand war in der Nacht aus ungeklärtem Grund ausgebrochen, wie örtliche Medien unter Berufung auf den Raketenbetreiber Mitsubishi Heavy Industries berichteten. Eine Trägerrakete des Konzerns vom Typ H-2B sollte eine unbemannte Transportsonde mit Nachschub für die Astronauten – darunter Trinkwasser, Lebensmittel und Batterien - zur Raumstation schicken. Bei der Aufstellung der Rakete auf der Rampe habe es keine Probleme

gegeben. Auch sei es zu keinem Treibstoffleck gekommen, hieß es.

+++ 4.08 Uhr: Brand in Melchow - zwei Personen vermisst +++

Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Melchow (Landkreis Barnim) hat die Feuerwehr einen 57-Jährigen gerettet - zwei Menschen werden laut Polizei aber noch vermisst. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass sie in dem Haus gestorben seien, sagte ein Sprecher der Behörde. Alle drei Menschen sind Bewohner des Hauses. Bei den Vermissten handelt es sich um eine 48-Jährige und einen 56-Jährigen. Es waren nach Angaben der Polizei keine Kinder in dem Gebäude. Über den genauen Grund für den Brand war vorerst nichts bekannt. Kriminaltechniker sollen das Haus untersuchen, wenn das Haus ausgekühlt ist.

Marienkäfer

+++ 3.58 Uhr: Großeinsatz bei Brand in Biogasanlage nahe Stuttgart +++

In einer Biogasanlage bei der Kleinstadt Leonberg nahe Stuttgart ist ein Großbrand ausgebrochen. Die komplette Anlage stehe in Flammen und sei nicht mehr zu retten, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Löscharbeiten würden noch Stunden andauern. Verletzt wurde niemand. Das Feuer auf dem in einem Wald gelegenen Gelände wurde erst entdeckt, als die Flammen bereits meterhoch über den Baumwipfeln zu sehen waren. Die unweit der A8 gelegene Vergärungsanlage Leonberg wird von den Abfallwirtschaftsbetrieben des Landkreises Böblingen betrieben.

+++ 3.52 Uhr: Bei neuem Monopoly-Spiel haben Frauen mehr Geld als Männer +++

Der US-Spieleproduzent Hasbro bringt eine neue Version des Brettspiel-Klassikers Monopoly auf den Markt, bei der Frauen mehr Geld zur Verfügung haben als Männer. Wie Hasbro mitteilte, starten die Frauen schon mit mehr Geld als ihre männlichen Mitspieler. Jedes Mal, wenn sie über das "Los"-Feld ziehen, bekommen sie zudem 240 Dollar. Männer bekommen nur 200 Dollar. Für Hasbro ist dieses Einkommensgefälle ein "zusätzlicher Spaßfaktor", "denn damit genießen Frauen die Vorteile, die in der realen Welt häufig Männern vorbehalten sind". Wenn Männer geschickt spielten, könnten sie in dem Spiel aber auch viel Geld verdienen. Auf dem neuen Spiel ist nicht der Immobilienmogul Mr. Monopoly mit seinem schwarzen Hut und weißem Schnurrbart zu sehen, sondern Ms. Monopoly, die Unternehmerinnen fördert. Die Spieler kaufen keine Grundstücke, sondern Erfindungen von Frauen wie WLAN und Solarheizungen. Das neue Monopoly-Spiel kommt ab Mitte September in den USA und auch in Deutschland auf den Markt.

+++ 3.47 Uhr: Israelische Luftwaffe greift nach Raketenattacke Ziele in Gaza an +++

Nach einem Raketenangriff aus Gaza haben israelische Kampfflugzeuge mehrere Ziele in dem Küstenstreifen ins Visier genommen. Das teilte die israelische Armee mit. Angegriffen worden seien 15 "Terrorziele", unter anderem eine Waffenproduktionsstätte und ein Tunnel der im Gazastreifen herrschenden Hamas, die für den Raketenangriff verantwortlich sei. Am Dienstagabend war eine Wahlkampfrede von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu von Raketenalarm unterbrochen worden. In der Hafenstadt Aschdod, wo Netanjahu gerade seine Rede hielt, heulten die Warnsirenen. Ein Video zeigte, wie der 69-Jährige in Begleitung von Bodyguards rasch den Saal verließ. Später setzte er seine Rede fort. Nach Angaben der Armee wurden beide Raketen von dem Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen. Verletzte gab es nicht.

+++ 2.52 Uhr: Explosion nahe US-Botschaft in Kabul +++

Am 18. Jahrestag der Anschläge vom 11. September hat es nahe der US-Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Explosion gegeben. Das teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Die Explosion habe aber keine direkten Auswirkungen auf das Botschaftspersonal gehabt. Weitere Details gab es zunächst nicht. Erst am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump die Friedensgespräche mit den Taliban - kurz vor einem erwarteten Abkommen mit den Islamisten - abgebrochen.

+++ 1.38 Uhr: Nordkorea hat "extragroßes Mehrfach-Raketenwerfer-System" getestet +++

Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein "extragroßes Mehrfach-Raketenwerfer-System" getestet. Machthaber Kim Jong Un habe den Test persönlich beaufsichtigt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Das Raketenwerfer-System wurde demnach schon vor zwei Wochen getestet. Auch bei einem neuen Waffentest habe Kim vor Ort Anweisungen gegeben, schrieb KCNA. Das südkoreanische Militär hatte den Abschuss von zwei "nicht identifizierten Projektilen" in Nordkorea vermeldet. In den vergangenen Wochen hatte Nordkorea bereits mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert, obwohl UN-Resolutionen dem Land jeglichen Test ballistischer Raketen verbieten. Wenige Stunden vor dem jüngsten Test hatte Nordkorea seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen mit den USA erklärt.

+++ 1.10 Uhr: Neue amerikanische UN-Botschafterin Kelly Craft vereidigt +++

Kurz vor der UN-Vollversammlung haben die USA nun offiziell eine neue Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Die neue Chefdiplomatin der Amerikaner bei den UN, Kelly Craft, wurde in einer nicht-öffentlichen Zeremonie im Weißen Haus vereidigt, wie ein Sprecher mitteilte. Der US-Senat hatte Craft Ende Juli für den Posten bestätigt. Craft war zuvor, seit 2017, US-Botschafterin in Kanada, hat ansonsten aber wenig diplomatische Erfahrung. Ihre erste Bewährungsprobe steht in zwei Wochen an, wenn sich die UN-Mitgliedsstaaten zur jährlichen Generaldebatte in New York treffen. Die US-Botschafterin ist mit Joe Craft verheiratet, einem milliardenschweren Geschäftsmann aus der Kohleindustrie. Beide sind Spender der Republikaner von Trump.

+++ 0.56 Wikipedia bekommt Millionen-Spende für IT-Sicherheit +++

Wenige Tage nachdem die Wikipedia massiv durch einen Online-Angriff gestört wurde, bekommt das Web-Lexikon eine Millionen-Spende für Gegenmaßnahmen. Von der Stiftung des Medienunternehmers Craig Newmark kommen 2,5 Millionen Dollar, die in die Sicherheit der Plattform fließen sollen. Ziel sei auch, Informationen über die Nutzer besser zu schützen, teilte die Wikimedia-Stiftung mit. Unbekannte hatten Wikipedia-Seiten, darunter auch die deutsche Version, am vergangenen Freitag mit einem sogenannten DDOS-Angriff für mehrere Stunden lahmgelegt. Bei solchen Attacken werden Server mit einer Flut sinnloser Anfragen in die Knie gezwungen.

+++ 0.13 Uhr: Katalanisches Parlament verleiht Ehrenmedaille an Sea-Watch-Kapitänin Rackete +++

Die deutsche Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete hat in Barcelona die Ehrenmedaille des katalanischen Regionalparlaments erhalten. Ausgezeichnet wurde auch der Gründer der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms, Oscar Camps. Überreicht wurden die Ehrenmedaillen vom katalanischen Parlamentspräsidenten Roger Torrent, die Laudatio hielt Fußballtrainer Pep Guardiola. Rackete war Ende Juni in Italien festgenommen worden, nachdem sie ihr Schiff "Sea-Watch 3" mit 40 Flüchtlingen an Bord in den Hafen von Lampedusa gesteuert hatte, obwohl Italiens damaliger Innenminister Matteo Salvini von der rechtsextremen Lega-Partei das Anlegen von Rettungsschiffen in italienischen Häfen verboten hatte.

nik / anb / fs / mik / rw / DPA / AFP
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.