Trump plant milliardenschwere Investitionen in Venezuelas Ölsektor

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump
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Vor seinem Treffen mit den Chefs von US-Ölkonzernen in Washington hat US-Präsident Donald Trump milliardenschwere Investitionen in den Ölsektor Venezuelas angekündigt. "Mindestens 100 Milliarden Dollar (86 Milliarden Euro) werden von den großen Ölkonzernen investiert, die ich alle heute im Weißen Haus treffen werde", erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Seit dem US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro vergangene Woche hat Trump sein Interesse an den großen Ölvorkommen Venezuelas wiederholt betont.

Der US-Präsident wies zudem darauf hin, er habe von einer zweiten Angriffswelle auf Venezuela wegen der kooperativen Haltung seitens der venezolanischen Übergangsregierung abgesehen. Am Vortag hatte das südamerikanische Land die Freilassung zahlreicher politischer Häftlinge bekanntgegeben. "Wegen dieser Zusammenarbeit habe ich die zuvor erwartete zweite Angriffswelle gestrichen", erklärte der US-Präsident.

Trump hatte nach Maduros Gefangennahme gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. In einem am Donnerstag veröffentlichten Zeitungsinterview sagte er, dieser Zustand könne noch Jahre dauern. Laut US-Energieminister Chris Wright wird der Verkauf des venezolanischen Öls "auf unbestimmte Zeit" von Washington kontrolliert. Venezuela soll den USA laut Trump künftig 30 bis 50 Millionen Barrel Öl liefern und mit den Einnahmen daraus ausschließlich US-Produkte kaufen.

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez bestritt unterdessen eine ausländische Kontrolle über ihr Land. Die staatliche Ölgesellschaft des südamerikanischen Landes teilte mit, dass sie lediglich mit den USA über Ölverkäufe verhandle.

Bei dem für Freitag angekündigten Treffen im Weißen Haus sollen laut Trumps Sprecherin Karoline Leavitt die "gewaltigen Möglichkeiten" besprochen werden, die sich für die US-Ölunternehmen in Venezuela böten. Der Ölkonzern Chevron ist bislang das einzige US-Unternehmen, das über eine Lizenz für den Betrieb in Venezuela verfügt. 

AFP

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