In den Lizenzen ist vorgesehen, dass die Öl- und Gaserlöse auf Konten gehen müssen, die vom Finanzministerium in Washington benannt werden. Zudem dürfen die Energiekonzerne China, den Iran oder Russland nicht an Investitionen in Venezuela beteiligen.
Seit dem US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme des linksnationalistischen Staatschefs Maduro Anfang Januar hatte US-Präsident Donald Trump wiederholt sein Interesse an den großen Ölvorkommen Venezuelas bekundet.
Bei einem Treffen mit den Chefs von US-Energiekonzernen am 10. Januar drängte Trump die Unternehmen zu Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Dollar (rund 84 Milliarden Euro) in dem südamerikanischen Land. Diese reagierten zurückhaltend. Besonders skeptisch äußerte sich der Chef von ExxonMobil, Darren Woods - woraufhin Trump sagte, er werde dem Konzern voraussichtlich keine Lizenz erteilen.
Venezuela hat die weltweit größten Ölreserven, die Förder-Infrastruktur gilt aber als marode. Mit Misstrauen sehen die Konzerne auch die politische Instabilität in dem Land und die mangelnde Sicherheit, in der Vergangenheit kam es mehrfach zu Enteignungen durch die linksgerichteten Regierungen.
Venezuela wird derzeit von Maduros früherer Stellvertreterin Delcy Rodríguez angeführt, die als Übergangspräsidentin im Amt ist. Neuwahlen sind vorerst nicht geplant. Wie genau die USA die "Kontrolle" über Venezuela ausüben, von der Trump spricht, ist unklar.