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Erziehungstipps: Wer den Alltag mit Kindern überleben will und keine Zeit für dicke Bücher hat

Sobald Kinder ein sprechfähiges Alter erreicht haben, legen sie auch schon los: Nein! Ich will nicht! Ich war das nicht! Für genervte Eltern ist ein Buch mit illustrierten Ratschlägen entstanden, das schon auf den ersten Seiten beruhigt.

Ein wütendes Mädchen mit wütendem Gesucht und überkreuzten Armen

Die Trotzphase kommt meist mit drei, vier Jahren. Da müssen Eltern durch. Und zwar möglichst geschmeidig.

Dass Kinder manchmal anstregend sind, sieht man täglich auf der Straße. Wenn Mütter ihre Brut anzischen, doch endlich mal mit dem Gequengel aufzuhören. Wenn Väter weinende Dreijährige an der Hand neben sich her ziehen, die keine Lust mehr haben zu gehen. Sie sind müde, ihnen ist warm, kalt oder sie sind einfach schlecht drauf. Nun haben zwei Frauen einen Ratgeber verfasst, der die klassischen Situationen, in denen es mit dem Familienleben nicht so gut läuft, auflistet und Tipps zur Entschärfung gibt. Autorin Anne-Claire Kleindienst ist Mutter von vier Kindern und arbeitet als Klinische Psychologin mit Eltern und Kindern. Lynda Corazza hat zwei hochsensible Kinder und ist Illustratorin. In Elternwerkstätten hat sie Hilfe gefunden, den Familienalltag entspannter zu meistern.

Müsste man den wichtigsten Satz dieses Buches nennen, lautete er wahrscheinlich: Gehen Sie auf Ihr Kind ein, indem Sie versuchen, die Ursache für sein anstrengendes Verhalten herauszufinden. Denn wer den Grund für einen Wutanfall, eine Verweigerung oder eine freche Antwort kennt, kann auch eine Lösung für das Problem finden. Das verteibt nicht nur schneller die dicke Luft, sondern kostet auch deutlich weniger Nerven, als selbst wütend zu werden.

Cover des Buches

"Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird", Illustrierte Tipps und Tricks für einen entspannten Alltag von Anne Kleindienst und Lynda Corazza. 2018, Softcover, 192 Seiten. Ullmann Medien, 9,99 Euro. Hier bestellbar.

Fragen, zuhören, Alternativen finden

Das Handbuch "Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird, richtet sich nicht nur an Eltern von Kindern mit besonderen Voraussetzungen wie Hochbegabung, ADS, ADHS oder Hochsensibilität. Jedes Kind gerät in Situationen, die es vor ein Problem stellen, für das es keine Lösung sieht. Für Eltern wirkt die Hilflosigkeit dann meist, als wäre es "bockig", "trotzig" oder einfach "schwierig". Sie können dann leicht das Gefühl haben, sie müssten strenger in der Erziehung sein oder mit Bestrafung reagieren. Oft liefert das jedoch nicht den gewünschten Erfolg.

Die Ratschläge richten sich an Eltern, deren Kinder ab drei Jahre alt sind. Ab diesem Alter begreifen sie bereits viel und sind oft schon sehr gut in der Lage zu sagen, was mit ihnen los ist. Ob sie zum Beispiel Angst vor etwas haben oder Streit mit jemandem hatten und ihnen das noch nahegeht.

Nicht alles ist, wie es scheint

Zudem lernt der Leser, Zeichen anders zu deuten. Wenn das Kind laut ist, während man selbst gerade etwas Ruhe braucht, hat es etwa nicht die Absicht, seine Eltern zu ärgern. Es braucht Aufmerksamkeit und meist reicht es schon, ihm eine Brücke zu bauen, bis man wieder ein Ohr für seine Sorgen hat. Statt eine abstrakte Formulierung wie "Gib mir bitte fünf Minuten" zu verwenden, hilft manchmal ein Vorschlag wie "Geh ein bisschen spielen, wenn der große Zeiger dort steht, komme ich zu dir". Oder, noch einfacher, es mit einer kleinen Aufgabe abzulenken: "Kannst du mir vielleicht etwas malen? Dann kann ich danach noch besser zuhören."

In sechs Rubriken unterteilt, finden sich sehr schnell "Betriebsanleitungen" für konkrete Stresssituationen. Unter "Ihr Kind will nicht" geht es von "sich anziehen" bis "schlafen" durch den Tag. Unter "Ihr Kind rastet ständig aus" werden Orte und Gegebenheiten unter die Lupe genommen, die häufig für eine angespannte Atmosphäre sorgen: im Restaurant, im Supermarkt oder das Betteln um Smartphone oder Tablett.

Die Erklärungen der Profis wirken so simpel, dass sie überzeugen. Und wer es schafft, ruhig zu bleiben und auf sein Kind einzugehen, lernt ganz neue Seiten an ihm kennen. Und das lohnt sich jeden Tag.

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Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.