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Do-it-Yourself-Trend: Warum basteln eigentlich die Deutschen?

Ob Kleider nähen, Möbel aus Holzpaletten bauen oder Obst einwecken: Selber machen ist in. Aber warum folgen die Deutschen dem Do-it-Yourself-Trend?

Besonders unter jungen Frauen sieht man es immer öfter: Zum Geburtstag schenken sie sich etwas Selbstgebasteltes. Der aktuelle Do-it-Yourself-Trend (kurz: DIY) hat sich von der Hipster-Szene ausgebreitet und die breite Bevölkerung erreicht.

Eine aktuelle Studie von YouGov und Statista zeigt die häufigsten Motive der Deutschen, etwas selber in Handarbeit herzustellen. Für die meisten zählt vor allem der Spaß an der handwerklichen Arbeit (53 Prozent). Gut die Hälfte der Befragten gibt an, dass DIY für sie ein Hobby ist, mit dem sie sich die Zeit vertreiben (48 Prozent). 47 Prozent der Befragten basteln gerne originelle Geschenke für ihre Lieben, 43 Prozent stellen individuelle Gegenstände für sich selber her, die sonst niemand besitzt.

Doch der Bastel-Trend hat für viele auch einfach praktische Gründe: 34 Prozent bauen oder basteln für sich selber, um Geld zu sparen, zum Beispiel für Möbel oder Deko. Auch Nachhaltigkeit spielt für einige der Befragten eine Rolle. Entgegen dem Klischee, dass junge Menschen alles in sozialen Medien teilen, ist dieses Motiv nur für die Wenigsten ein Anreiz zu DIY: Lediglich vier Prozent der Befragten basteln, um das Ergebnis später auf Instagram und Co. zu zeigen.

Statista
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?