HOME

Noch Fragen?

Frage Nummer 3000135214 Andy2211

Doppelbesteuerung Kraftstoff

Ich möchte gerne zuvielgezahlte Mehrwertsteuer über die Steuererklärung vom zuständigen Finanzamt zurück fordern. Hierbei handelt es sich um die Mehrwertsteuer auf die Mineralölsteuer in Höhe von von 9,599 Cent je 1,20€ Benzinkosten. Bei einem gesamten Jahresvolumen beim tanken von 1960€ (Belege gesammelt, Fahrtenbuch) entspricht das einer Summe von 156,78€. wie gehe ich da vor?
Antworten (12)
dschinn
Frag beim Finanzamt nach!
Andy2211
Die werden sich nicht in das eigene Fleisch schneiden wollen.Immerhin würde den Mitarbeitern eine Leistungsteamvereinbarung verloren gehen.
Andy2211
Habe das Finanzamt gefragt, wie ich das in Die Steuererklärung mit einbaue. Waren baff, null Ahnung und wussten nicht weiter. Verwiesen auf die Politik.
Habe dies jetzt also zur Klärung im Bundestag eingebracht, warum man bei 1,20€ Tankgut verfassungswidrig 12,45 Cent zuviel an Mehrwertsteuer bezahlt und wie man dies dem Bürger zurück zahlt.

Wie ihr seht....bei 1960€ Jahrestankgut geteilt durch 1,20€ mal 0,1245€ kommen sogar 203,35€ zu unrecht erhobene Steuer heraus....
ing793
Andy2211: Du bist lustig, aus Dir könnte ein Kabarettist werden.

Ich fürchte zwar, Du meinst das ernst, aber ich habe herzlich gelacht.
Hans Christian Kommenter
Du kannst alles haarklein im Lohnsteuerjahresausgleich angeben. Und wirst dann erfahren, dass diese Doppelbesteuerung sich zwar ungerecht anhört aber offiziell so genehmigt und beschlossen ist. Ergo: Dir wird die Arbeit und der Betrag weggestrichen. Nix Rückerstattung. Fertig. Du kannst auch gerne jemand fragen, der mehr davon versteht. Aber die Auskunft wird die selbe sein.
rdiess
Das ist nicht unüblich, dass MWSt. auf andere Steuern zu entrichten ist. Nehmen Sie z. B. Alkoholsteuern. Da käme für Sie wahrscheinlich noch mehr heraus...
Svenja_0815
Schuldner der Mineralölsteuer ist der Mineralölkonzern; Aral, Shell etc..
Deshalb kannst Du dir die Steuer nicht zurückholen.

Die Konzerne schlüsseln gerne die Zusammensetzung des Benzinpreises auf, um dem Staat die hohen Kosten des Benzinpreises in die Schuhe zu schieben.

Der Bäcker könnte auch die Stromsteuer für den Backofen auf der Rechnung für dein Brötchen ausweisen.

Also eine Doppelbesteuerung gibt es nicht, weil DU nicht doppelt Steuern bezahlst.
BeatDaddy
Lieber Andy, Du fährst im Jahr "PimalDaumen" 20.000 Km, das ist eine Menge Holz. Wenn Du es als normaler Arbeitnehmer tust, kannst Du Dir einen Teil davon wieder zurückholen, ich sage nur Pendlerpauschale...Bist Du selbstständig, hilft Dir jede Fixkosten-Steigerung bei der Minderung Deiner Steuerlast, so daß die angesprochenen 156,78 nicht wirklich verloren sind.

Aber selbst wenn es so wäre, müsste man alle Doppelbesteuerungen, die wir haben, sich über das Finamt zurückholen können, so z.B. auch Erbschaftssteuer, die sich ja auch auf bereits mehrfach versteuerte Dinge bezieht.

Aber eher friert die Hölle zu, als das unser Staat seine Besteuerungen neu berechnet oder davon gänzlich zurücktritt.

Für solche Fälle sollte man sich einen Steuerberater hinzuziehen, falls man selbst keine Ahnung hat. Solche Fragen in einem allgemeinen Forum, wo sich jeder für allwissend hält, zu stellen, halte ich für vergebene Liebesmüh`. Der eine erzählt es so, der andere wieder anders, wie früher in der Kneipe....
dschinn
>20.000 Km, das ist eine Menge Holz.

Kannste mal sehen, ich finde das nicht so dolle.
Und ich denke es gibt viele viele die erheblich mehr im Jahr auf dem Tacho haben.
Oupa
stimmt, dschinn,
fünfmal so viel, dann wird es ernst für einen Amateur.

Professionelle Fahrer machen 500 km am Tag x 300 Tage im Jahr.
150.000 km im Jahr.

Es gibt aber auch Ausnahmepersonen. Ich kenne einen, der fährt täglich 900 km von Brisbane nach Sydney, schläft ein paar Stunden während sein Truck ent- und neu beladen wird, und dann zurück.
270.000 im Jahr.
Er ist noch jung.
mantrid
Doppelbesteuerung ist es nur, wenn der gleiche Tatbestand doppelt besteuert würde, also man z.B. zwei Mal Einkommensteuer auf dasselbe Einkommen zahlen müsste. Hier handelt es sich aber um unterschiedlich Steuern, wie z.B. auch bei Sekt (Schaumweinsteuer) oder Glühlampen (Leuchtmittelsteuer), wo auch noch die Mehrwertsteuer hinzukommt.
Gerdd
Du hast das offensichtlich noch nicht bis zum Ende gedacht:

Nehmen wir mal an, du verdienst einen Euro. Dann zahlst du mal als erstes Einkommensteuer, und zwar verschieden viel, je nachdem wieviele Euros du noch verdienst. So.

Wenn du den Euro nun nicht brauchst und ihn auf Sparkonto legst, ist alles gut. Früher hättest du Zinsen bekommen, die dann als Einkommen gelten und auch wieder Steuern kosten. Das ist heute ja nicht mehr so. Wenn du also dein Einkommen nicht ausgeben mußt, ist alles gut. Aber wenn du arm bist, mußt du ja praktisch jeden Euro, den du verdienst, ausgeben - zum Beispiel für Verpflegung. Und schon zahlst du auf den Euro auch noch Mehrwertsteuer.

Aber da hört die Reise deines Euros - oder was davon noch übrig bleibt - ja nicht auf. Denn wenn für die Ware oder Dienstleistung, die du da einkaufst, jemand für seine Arbeit bezahlt wird, dann muß der ja auch wieder Einkommensteuer bezahlen. Und wenn er das Geld dann ausgibt, wird auch wieder Mehrwertsteuer fällig. Und so weiter.

Bei Lichte betrachtet, ist es also ein kleines Wunder, wenn nach ein paar Iterationen überhaupt noch etwas für uns Steuerzahler übrig bleibt und der kumulative Steueranteil nicht gegen Unendlich strebt.

Eigentlich gibt es in einem Land nur eine gewinnträchtige Organisation, und das ist der Staat.

Alles klar?