Aquarissima

Nachbar ist mir ins Auto gefahren und streitet es ab. Seine Versicherung will nun nicht zahlen. Was kann ich tun?

Mein Auto stand ohne Schäden auf meinem Stellplatz. Dafür habe ich einen Zeugen. Drei Tage später ist mir ein Schaden am Heck meines Autos aufgefallen. Das Auto wurde in dieser Zeit nicht bewegt. Der Schaden (Abdruck Kennzeichenhalterung) passt nur zu einem Auto in der offenen Parkgarage. Das Auto des Nachbarn, welcher mir direkt gegenüber parkt.

Dieser streitet aber nun die Tat ab. Er ist aber kurz dafür bereits in die Hauswand unseres Wohnhauses gefahren und nach der Beschädigung meines Fahrzeuges mit dem Reifen gegen das Auto eines weiteren Nachbarn. Für beide Unfälle gibt es Zeugen, welche er aber nie zur Selbstanzeige gebracht hat bzw. jemanden gemeldet wurden.

Seine Versicherung will nun nicht zahlen, obwohl die Polizei es für sehr wahrscheinlich hält, dass mein Nachbar für die Tat verantwortlich ist. Die Versicherung meint, dass der Schaden an seinem Auto bereits bestand. Der Nachbar hat rund um sein Auto Schäden. Er ist über 80 Jahre und kann sich nicht mehr alleine an- und ausziehen, zum Gehen benötiget er Rollator und Sauerstoffgerät.

Was kann ich nun tun? Ich befürchte, dass dies nicht der letzte Unfall in der Parkgarage sein wird.
Frage Nummer 3000275462

Antworten (7)
dschinn
Gibt es Kameras oder Dashcams in der Garage?
Falls nicht, könnte man das für sich nutzen.
Matthew
Ein Brief von einem Anwalt an die Versicherung wirkt Wunder.
Hefe
Einen Lacktest an Deinem Auto und des Nachbarn mit Hilfe Deiner Versicherung durchführen. Das hätte die Polizei machen sollen.
netter_fahrer
Anzeige gegen unbekannt erstatten und einen Schadensgutachter beauftragen, der sich die Situation vor Ort in der Garage ansieht. Ist erkennbar, dass der Schaden an deinem Auto vom Nachbarauto ausging, ist dessen HP dafür zuständig. Nicht abwimmeln lassen, ggf. über einen Anwalt. Das hilft. Hat bei einem Autoschaden in meiner Familie, dessen Höhe angeblich über dem Zeitwert lag und das Auto deshalb verkauft werden müsse, auch "Wunder" gewirkt. Den Anwalt und den eigenen, bestellten Gutachter musste die HP tragen, was sie letztlich deutlich teurer kam als die Sache gleich zu regeln. Aber so sind die, erst mal "Nö" sagen.
StechusKaktus
Meine Erfahrung bei Verkehrsunfällen mit uneinsichtigen Verursachern sind verheerend.

Ich fuhr einmal über eine grüne Ampel und wurde auf der Mitte der Kreuzung von einem Fahrzeug getroffen, dessen Fahrer "rot" hatte. Gleich nach dem Unfall sprangen mir drei unabhängige Zeugen an die Seite, die bestätigten, dass ich bei "grün" fuhr und das auch vor Gericht bezeugen. Der Verursacher behauptete, ebenfalls "grün" gehabt zu haben, nicht einmal seine Beifahrerin wollte das bezeugen.
Eindeutiger ging es nicht.

Dennoch dauerte es über zwei Jahre mit Gerichtsprozess und nur wegen der Einschaltung von Anwälten gab irgendwann die Versicherung nach und zahlte. Bis zum Ende, ohne die Schuld einzugestehen.
Skorti
Du hast deine Frage doch selbst beantwortet: CSU-Politiker
Die setzen sich immer für erfolgsversprechende Themen ein: TransRapid-Strecken als Nahverkehr, PKW-Maut für Autobahnen etc.

Ne, den Quatsch mal ignoriert, es sind ja nicht nur CSU Politiker, die sich hier mal in den Vordergrund spielen und stolz von der Zukunft faseln. Das machen auch andere, wie z.B. Wüst, als er noch Verkehrsminister in NRW war. Aber bei anderen Gelegenheiten habe sich sicher auch SPD und Grüne hervorgetan, die finde ich nur nicht so schnell.
Wenn man sich aber die Konzepte genauer ansieht, dann bekommt man schnell mit, dass es gar nicht um einen Ersatz für den Taxiverkehr geht, sondern um schnelle, staufreie Verbindungen auf festen Routen. In München soll wohl auf dem Hauptbahnhof ein Flugtaxi-Landefeld entstehen, woanders bieten sich Flughäfen selbst als ideale Flugtaxiplätze an. Das sieht dann eher so aus, als wolle man den wohlhabenden Passagieren eine Nahverkehrsverbindung ohne Kontakt mit dem Mob anbieten. Dazu würde auch der geschätzte Preis von mehreren 100 Euronen bei ca. 15 Minuten Flugzeit passen.
Von wirklichem möglichen Individualverkehr lese ich in den Planungen nichts, ob sich die Produktion dann lohnt?
Vielleicht ist es auch nur eine Methode das eigene Auskommen durch Fördergelder zu finanzieren.
PezzeyRaus
Das heißt übrigens korrekt Lackmustest. Da kannst du nämlich gleich sehen, wie sauer du bist...