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Frage Nummer 17459 Gast

Sonnensturm und Stromausfall - Was passiert in deutschen AKWs?

Solare Ausbrüche führen alle paar Jahre zu Ausfällen auf der Erde und im Orbit. 1994 fielen in Canada Mobilfunknetze, GPS-Systeme und Stromnetze zeitweilig aus. 1989 legte ein Sonnensturm das Stromnetz im kanadischen Quebec lahm. Was passiert in Deutschland/Europa, wenn die Trafos der AKWs Kurzschlüsse erleiden? Gibt es ein Backup-Kühlsystem, welches über ggf. über Wochen hin den Kühlkreislauf aufrecht erhalten kann?

Antworten (5)
Antwort
Die deutschen Atomkraftwerke haben eine Diesel-Notstrom Anlage, doch ich glaube, wenn die Pumpen durch den Starkstrom zertören haben wir ein Problem.
Highspeed
Nichts passiert. Die Atomkraftwerke fliegen nicht im Orbit, die Stromnetze sind entsprechend abgesichtert.
2AQUARIUS
Bei einem Blackout haben wir jede Menge Fukushimas
Das Bundesumweltministerium teilt mir auf meine Anfrage stolz mit, dass nach der japanischen Katastrophe jetzt zwei Notstromgeneratoren für 72 Stunden Strom erzeugen könnten. Wie Sie die die restlichen 6-9 Montate überbrückt, von denen der EISS-Report spricht, und die Kühlung der Zwischenlager organisiert, wo doch nicht mal Tankstellen Notstromaggregate besitzen, bleibt offen. Eine Störung der Kontrollsystem wird völlig außer acht gelassen. Ein Zusammenbruch der Kommunikationssysteme ebenfalls.
Verbunden mit dem Grünbuch, ein Bericht zur öffentlichen Sicherheit, erstellt von Innenpolitikern der Union, der SPD, FDP und der Grünen gibt das eine erschreckende Vorstellung ( z.B. nach 48Std. ist die Versorgung von Intensivbetten, Säuglingstationen, aber auch der Dialyse nicht mehr gewährleistet.)
http://www.zukunftsforum-oeffentliche-sicherhei t.de/downloads/Gruenbuch_Anhang_1.pd
Warum bringt kein Journalist diese Infos zusammen?
mrflare
das ist eine Frage die viele bewegt. Leider sieht die Antwort nicht sehr rosig aus, siehe http://z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com/2012/01/neulich-im-akw-brokdorf.html
BlueWolf
Die Erde ist weitestgehend durch ihre Atmosphäre und ihr Magnetfeld vor Sonnenstürmen geschützt. Dieses führt eintreffende, geladene Teilchen in einem Abstand von etwa zehn Erdradien (70 000 Kilometern) um die Erde herum. Zusätzlich schirmt die Atmosphäre die Erdoberfläche ab. In großen Höhen und in den Polargebieten, wo die Feldlinien des Magnetfeldes stärker gegen die Erdoberfläche geneigt sind, ist dieser Schutz schwächer. Diese Regionen sind deshalb anfälliger für die Auswirkungen von Sonnenstürmen.

Übrigens informiert und warnt der folgende Dienst über Sonnenstürme und Sonneneruptionen : www.Sonnen-Sturm.info

Ich hoffe, dass ich deine Frage gut beantworten konnte.

PS: Hier noch ein Artikel über das von dir beschriebene Carrington-Event

LG
Dominik